<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476</id><updated>2011-12-14T14:26:59.576-08:00</updated><title type='text'>Skandinavien 2008 - ein unglaublich schöner Urlaub.....</title><subtitle type='html'>.....und unvergesslich soll er bleiben. Ein kurzer Reisebericht sollte das ganze hier ursprünglich werden - inzwischen ist dieser aber fast zu einem kleinen Roman angewachsen, dessen Inhalt nicht nur der eigentliche Urlaub ist. Ich habe ganz bewusst hier das Kennenlernen meines Wanderkameraden, die Vorbereitungen usw. mit einfließen lassen, um deutlich zu machen, welchen Stellenwert diese Tour für uns beide hat......</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>19</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-512192131550390627</id><published>2008-09-23T14:48:00.000-07:00</published><updated>2009-03-22T11:15:07.149-07:00</updated><title type='text'>Die erste Nacht unter Schwedens Himmel</title><content type='html'>Mit Ausnahme der Tatsache, dass diese 4km doch einige nicht steile, aber in sich sehr lang gezogene Steigungen enthielten, welche uns mitunter wieder ganz schön in die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit verwiesen, barg die Strecke keine großen Besonderheiten mehr. Auch die Hitze hatte so langsam etwas nachgelassen, was uns auf Grund der körperlichen Belastung gar nicht so bewusst wurde und wir auch nicht wirklich als Abkühlung im eigentlichen Sinne spürten. Wir waren viel zu sehr damit beschäftigt, alles dafür zu geben, die letzten Kilometer bis zur ersten größeren Pause einigermaßen gut zu überstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augustenborg, Stuverum, Sandebo, Björkudden, Valningebo sind sämtlich kleinere Ortschaften im Gebiet Norrlandet, einem Teil der Insel in Gamlebyviken - also in der Bucht von Gamleby - welche wir passierten, um dann über eine kleine Landzunge das Naturreservat &lt;a href="http://www.geonames.org/2679555/segersgaerde.html"&gt;Segersgärde&lt;/a&gt; zu erreichen, an dessen westlichem Ufer wir dann unser erstes Nachtlager errichteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUolwPfe9I/AAAAAAAAAHk/CE3bRVMf-Ok/s1600-h/DSC01892.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUolwPfe9I/AAAAAAAAAHk/CE3bRVMf-Ok/s320/DSC01892.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315699564250889170" /&gt;Blick von Segersgärde auf Gamlebyviken&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Optimale Bedingungen zum Übernachten boten sich uns hier nicht aber wir waren einfach zu fertig um noch großartig zu suchen und vielleicht noch Vergleiche anzustellen oder zwischen verschiedenen Stellen zu wählen. Die Ausblicke auf die total naturbelassenen Landschaften allerdings entschädigten für vieles. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsgp1CaOI/AAAAAAAAAH8/xBN8UFlVRmY/s1600-h/DSC01897.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsgp1CaOI/AAAAAAAAAH8/xBN8UFlVRmY/s320/DSC01897.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315703874676484322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsfkMtLBI/AAAAAAAAAH0/dIiAIjw0NGc/s1600-h/DSC01895.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsfkMtLBI/AAAAAAAAAH0/dIiAIjw0NGc/s320/DSC01895.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315703855985273874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsfT66f1I/AAAAAAAAAHs/VBrpi1tFaaA/s1600-h/DSC01891.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUsfT66f1I/AAAAAAAAAHs/VBrpi1tFaaA/s320/DSC01891.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315703851615682386" /&gt;Über der Bucht zieht Abendstimmung auf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier geht´s zu weiteren, wunderschönen &lt;a href="http://images.google.de/images?hl=de&amp;q=Segersg%C3%A4rde&amp;btnG=Bilder-Suche&amp;gbv=2"&gt;Bildern vom Naturreservat Segersgärde&lt;/a&gt;, welche aber nicht von uns stammen und aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht direkt eingefügt werden dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Errichtet war unser Lager recht schnell. Da das Wetter wunderbar mitspielte, verzichteten wir gänzlich auf den Aufbau des Zeltes und breiteten statt dessen unsere Schlafsäcke auf der Wiese aus. Iso-Matten untergelegt, Nackenrollen aus den knitterfreien und strapazierfähigen Funktionsjacken gedreht, Schlafsäcke obenauf ausgebreitet und schon hätten wir uns zum schlafen lang machen können. "Du auch noch´n Tee?" Tobi schaute mich fragend an. "Ich hör´mich nicht nein sagen.... Ich geh´ mal schon Wasser holen. Schmeiß´ du inzwischen den Kocher an." Da unsere Trinkwasserflaschen nur noch knapp gefüllt waren, wir aber nicht wussten, wann wir das nächste Trinkwasser nachtanken konnten, behielten wir uns dieses lieber auf Reserve und wollten zum Kochen Wasser aus der Bucht verwenden. Optisch war dieses Wasser absolut sauber und ausserdem sollte es ja abgekocht verwendet werden und wir hatten zur Sicherheit auch noch Entkeimungstropfen dabei, welche bei korrekter Anwendung eine Abtötung aller Krankheitserreger und längere Keimfreiheit garantierten. Einziger Nachteil: Diese Tropfen waren chlorhaltig, schmeckten also - selbst bei geringer Dosierung - immer vor und gaben dem Wasser einen feinen "Schwimmhallen"-Geschmack. Aber das war auszuhalten. &lt;br /&gt;Die paar Meter zum Seeufer waren schnell zurückgelegt. Ich musste dennoch ganz schön aufpassen, um nicht ständig in irgend welche Fladen zu treten, die wir bei der Auswahl unseres Schlafplatzes total übersehen hatten. Aber was soll´s - ist halt Natur pur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kleine Benzinkocher, der uns bei der Zollkontrolle diese Umstände und Ärger bereitet hatte, spuckte schon seine kleinen blauen Flammen, als ich vom Ufer zurück war und ruckzuck war das Teewasser auf entsprechender Temperatur, so dass wir unseren Tee aufbrühen konnten. Schwarztee in Aufgußbeuteln sowie Zucker hatten wir ja als Erstversorgung mit eingepackt, ebenso wie die Fertiggerichte, von denen später an diesem Abend auch noch ein Beutel dran glauben sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Irgendwie schmeckt der Tee komisch.... Haste Salz erwischt statt Zucker?" Tobi verzog´s Gesicht, als hätte er tatsächlich grad ne Überdosis dieses Gewürzes zu sich genommen. Ich selber hatte noch nicht getrunken. "Nicht dass ich wüsste.... Habe die Zuckersticks genommen - wie sonst auch." In dem Moment fasste Tobi sich an die Stirn und uns schoss fast gleichzeitig ein einziger Gedanke durch den Kopf. "Klar - offene Bucht zur See - Ostseewasser. Und die Ostseee ist stark salzhaltig." Da hatten wir beide nicht dran gedacht. "Ach komm - so schlimm wird´s nicht sein. Ich probier zu trinken." Ein Versuch, welchen ich aber ganz schnell wieder aufgab, weil der Tee tatsächlich einen Salzgehalt hatte, welcher mit bestem Willen ein trinken auch nur geringster Mengen unmöglich machte. Wir wollten aber auf unseren Tee auch nicht verzichten. Also blieb uns nichts anderes, als nun doch an unsere restlichen Trinkwasser-Reserven zu gehen, frischen Tee aufzusetzen und zu sehen, dass wir am nächsten Morgen unsere Flaschen irgendwo schnell wieder auffüllen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Schlafen war allerdings auch nach dem Tee und der Tütenmahlzeit nicht zu denken. Zuviel ging uns durch den Kopf und gab es zu erzählen. Teil´s in Erinnerung an das am Tag erlebte, teils aus irgendwelchen Themen, die uns grade so einfielen. Und natürlich wurde auch der nächste Tag mal schon geplant, also noch mal Kartenstudium betrieben und die Strecke abgesteckt. Etwa 20 Kilometer sollten es werden. Wir wollten ja auch zumindest einen Teil der am ersten Tag verlorenen Zeit wieder rein holen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gegen 23:00 - es war schon stockfinster um uns herum - überkam uns dann doch die Müdigkeit und auf eine von mir gestellte Frage nahm ich kurze Zeit später anstatt einer Antwort nur noch tiefes und entspanntes Atmen aus dem anderen Schlafsack wahr.... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange sollte diese erste Schlafphase allerdings nicht andauern. Eine Nacht unter freiem Himmel hat sicher angenehme Seiten, wenn das Wetter mitspielt, birgt halt aber auch so manche Unanehmlichkeit. Das gemeine daran ist, dass man diese eben kaum abschätzen oder vorhersehen kann.&lt;br /&gt;"Hey Olaf - hast du das auch gehört?" Wie von der Tanrandel gestochen saß Tobi in seinem Schlafsack und so weit ich das in dem spärlichen Lichtschein erkennen konnte, hatte er ein ziemlich blasses Gesicht. Es musste ihn also etwas ganz schön erschrocken haben. Hätte ich dem Outdoor-Spezi gar nicht zugetraut, wo er doch sonst immer einen so sicheren Eindruck machte. "Nein - was ist los?" Ich hatte meine Frage noch nicht richtig beendet als ich auch schon wahrnahm, was ihm diese Blässe in´s Gesicht getrieben hatte. Ein ziemlich lautes Grunzen war da zu hören. Zwei - drei mal kurz hintereinander. Es war auf Grund der Dunkelheit nicht auszumachen, aus welcher Richtung und Entfernung das kam - aber es war ohne Zweifel ein sehr deutliches Grunzen. "Scheiße - Wildschweine....?" Eher fragend und mit einem Unterton des nicht-wahrhaben-wollens stellte er diese Behauptung auf. "Ach komm - hör auf." Ich war mir natürlich selber in keiner Weise sicher, aber irgendwie wollte ich versuchen, Ruhe zu bewahren. "Das, was wir heute hier überall haben liegen sehen, waren eindeutig Kuhfladen und keine getrocknete Schweinesch....." Aber ganz ehrlich, auch mich konnte diese Antwort nicht beruhigen, geschweige denn brachte sie mich selber von dem Gedanke ab, dass hier doch so ne Viecher in der Nähe sein könnten. Dennoch lag mir grad noch was von scharfen Messern, die wir dabei hatten, und gutem Schweinebraten auf der Zunge. Na mit der Aussage hätte ich erst noch richtig daneben gehauen. Ich hab´s mir dann doch verkniffen.&lt;br /&gt;"Hey komm wir hauen ab." Tobi war echt kurz davor, hier mitten in der Nacht die Segel zu streichen. "Ach was - mir ist zwar auch nich wohl aber ich denke, wir brauchen hier nix überstürzen. Da hat´s nirgends was fressbares und dass die an´s Wasser wollen, ist auch unwahrscheinlich. Die saufen kein Salzwasser. Und die Frischling-Zeit ist durch. Also mit Jungtieren gehen die auch nicht mehr." Mit solchen Aussagen versuchten wir uns gegenseitig zu beruhigen. Was dann letztlich doch dazu führte, dass wir blieben. Wir wollten die Nacht weiter hier verbringen, indem immer einer munter blieb und so die Stellung halten sollte und wenn notwendig, Alarm schlagen konnte. Das ganze ergab aber dann doch keinen Sinn mehr, da nach kurzer Zeit und vielleicht noch zwei bis drei grunzenden Geräuschen das ganze Schauspiel ein Ende hatte. Wir schliefen beide recht schnell wieder ein, allerdings bescheerte uns der nur oberflächliche Schlaf dann am nächsten Tag entsprechende "Anfangsschwierigkeiten".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst gegen 10:00 Uhr hatten wir unsere Schlafsäcke verlassen. Geschirr vom Vortag im See abwaschen, selber ne kurze Morgentoilette, packen der Rucksäcke. So gestaltete sich der Vormittag des Tag 2 im schwedischen Hinterland. Und so gegen 11:00 Uhr konnten wir dann unsere Rucksäcke schultern und losziehen. Nach nicht allzulanger Zeit passierten wir ein etwas weit ab des nächsten Ortes gelegenes Gehöft. Es stieg uns der Geruch eines Schweinestalles in die Nase, womit unser nächtliches Problem wohl eine Lösung gefunden hatte. Dennoch sind wir uns bis heute nicht sicher, ob es wirklich die Geräusche dieser Stallung waren, welche uns so derartig erschrocken hatten, oder ob uns da nicht doch ein Wildschweinbraten entgangen war......&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-512192131550390627?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/512192131550390627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=512192131550390627' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/512192131550390627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/512192131550390627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/09/unheimliche-begegnungen.html' title='Die erste Nacht unter Schwedens Himmel'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/ScUolwPfe9I/AAAAAAAAAHk/CE3bRVMf-Ok/s72-c/DSC01892.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-1532083899015854690</id><published>2008-09-01T15:05:00.000-07:00</published><updated>2009-04-17T16:06:32.999-07:00</updated><title type='text'>Und weiter geht´s Richtung Norden</title><content type='html'>Die Strecke war klar, sollte uns fürs erste über den Damm und eine sich anschließende Zugbrücke aus Västervik heraus auf die Insel bringen, welche Västervik vorgelagert war. Diese Insel ist etwa 20km lang, und besteht zu großen Teilen aus Naturreservaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk3hFRhcI/AAAAAAAAAFM/Yu1C8K7KmZQ/s1600-h/DSC01883.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk3hFRhcI/AAAAAAAAAFM/Yu1C8K7KmZQ/s320/DSC01883.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5241174971288487362" border="0" /&gt;Blick auf die Zugbrücke zur Insel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grössere Ortschaften gibt es ausser Västervik im Süden und Gamleby im Norden der Insel keine mehr. Dafür aber einige kleinere, malerische Dörfer, welche sich wunderbar in die hier sehr naturbelassene Umgebung einfügten. Die Architektur der Häuser entsprach dabei aber noch nicht dem typisch schwedisch-norwegischen Klischee vom roten Holzhaus. Diese sind dann erst weiter nördlich anzutreffen. Viele dieser Anwesen sind nicht von schlechten Eltern, was die &lt;a href="http://www.booli.se/Sok/V%E4stervik/Pipersk%E4rr/117215"&gt;Preise für diese Immobilien&lt;/a&gt; hinreichend beweisen.&lt;br /&gt;Aber obwohl im Wesentlichen die Anwesen sehr gut gepflegt sind, machten doch einige der kleinen Gehöfte  den Eindruck, dass es auch hier am nötigen Kleingeld mangelte um selbst geringfügige Reparaturen auszuführen. Grad auf dem Land ist die Bevölkerung finanziell doch nicht so gut gestellt, wie man allgemein annimmt. Auch hier verfallen kleine Höfe und im Gegensatz dazu werden große Betriebe immer mächtiger. Die Gesetze der Marktwirtschaft wirken also nicht nur in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Schweden gilt zwar das so genannte „Jedermannsrecht“ – das heisst, solange wir keinen Schaden an der Natur anrichteten oder andere Mitbürger belästigten, hätten wir uns eigentlich bewegen können, wo wir wollten. Selbst auf privaten und eingezäunten Grundstücken. Dennoch ist in derartigen Naturreservaten Vorsicht geboten. So Dinge wie angeln, Pflanzen oder Teile davon beschädigen oder entfernen usw. sind streng verboten. Ist ja auch gut so. Und offenes Feuer hätte sich, obwohl auch nicht erlaubt, von selbst verboten, da die Temperaturen schon ziemlich hoch waren und extreme Trockenheit herrschte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir erst nachmittags in Västervik eingetroffen waren, war natürlich eine gesamte Tagessetappe von etwa 20km nicht mehr zu schaffen. Aber für die Hälfte sollte´s etwa noch reichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun kam also die erste Bewährungsprobe und ich würde in Erfahrung bringen, ob mein Training etwas gebracht hatte. Bei Tobi war ich mir da sicher, dass er keine Schwierigkeiten haben würde. In dem Alter ist das noch nicht so wild. Und sportlich ist er auch, obwohl er nach eigener Aussage vorher in dieser Hinsicht keine grossen Aktivitäten gestartet hatte. Bei ihm steckte aber auch mehr Routine drin, was sofort zu merken war. Um´s vorweg zu nehmen - wir sind an diesem Nachmittag, obwohl noch nicht mal sehr hohe Temperaturen herrschten, noch mächtig in´s schwitzen gekommen. 27 kg auf dem Buckel sind halt doch nicht zu verachten. Mit schätzungsweise 5 km die Stunde hatten wir auch ein recht gutes Marschtempo angeschlagen, konnten dieses auch relativ konstant halten, da zu Anfang der Streckenverlauf recht eben war. Es sollte sich aber bald zeigen, dass unter den gegebenen Umständen selbst dieses nicht zu schnelle Tempo noch etwas reduziert werden musste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten Västervik schon eine ganze Weile hinter uns gelassen und marschierten auf &lt;a href="http://www.svenskgeografi.se/laen/kalmar/32344-piperskaerr.html"&gt;Piperskärr&lt;/a&gt; zu, eine dieser kleinen, malerisch gelegenen Ortschaften auf dieser Insel, welcher auch noch einzeln stehende Wohnhäuser vorausgingen. Hier sah ich auch zum ersten mal, dass die Post wohl nach amerikanischem Vorbild arbeiten musste. Jedes Gebäude einzel anzusteuern, wäre schon auf Grund der weiten Entfernungen untereinander aber erst recht wegen der teils sehr langen Zugangswege gar nicht möglich gewesen. Und so löste man das Problem recht einfach, indem alle Briefkästen der umliegenden Gebäude einfach zusammen an einem Standort aufgestellt wurden. Die Post konnte so rationell vom Briefträger zugestellt werden, ohne dass er sich Blasen an den Füßen holte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SNAXuiLCAxI/AAAAAAAAAGc/yYdDZeMxg8s/s1600-h/DSC01887.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SNAXuiLCAxI/AAAAAAAAAGc/yYdDZeMxg8s/s320/DSC01887.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246719654101123858" /&gt;Briefkastenanlage&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Teil waren diese Postkästen - obwohl gefüllt - unverschlossen. Es bestätigte sich damit einmal mehr die Aussage bezüglich dem Verhalten der Schweden gegenüber fremden Eigentum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So langsam aber sicher nahmen sowohl die Strecke an Steigung als auch die Hitze zu. Normalerweise geht man davon aus, dass gegen Nachmittag die Temperaturen etwas fallen. Nicht aber hier, wo wir uns aufhielten. Ich glaube aber dennoch, dass  dies mehr unserem subjektiven Empfinden zuzuordnen war. Es war einfach nur anstrengend. Stumm marschierten wir teils nebeneinander, teils hintereinander her, wobei ab und an gewechselt wurde, so dass jeder mal den "Leithammel" spielen musste. Karten oder gar Navi waren noch fehl am Platz, da wir uns momentan nur auf diese Straße konzentrierten. Es gab keine andere und in die nur sehr schwach bewaldeten Gebiete rechts oder links der Strecke auszuweichen war nicht möglich. Hätte auch nix gebracht. Die Sonne hätte uns dennoch voll erwischt. Nur gut, dass wir uns vorher noch gut mit entsprechendem Sonnenschutz eingecremt hatten. Regen wünscht man sich ja nicht unbedingt im Urlaub, aber so eine kleine Dusche wäre uns jetzt doch sehr willkommen gewesen. "Etwa 7 km waren das bis hier her? Und wie viele haben wir insgesamt vor uns?" Mit fragendem Gesichtsausdruck und ungläubigem Blick Richtung strahlend blauem Himmel stellte Tobi diese Frage. "Wenn ich mich nicht verrechnet habe, warn´s knapp 300". Na guten Abend. Wenn das so weitergeht, dann können wir bei Rückkehr nach Deutschland gleich noch ´ne Woche Urlaub ranhängen, weil wir in einem Zustand zurück kommen, der schlechter ist als bei der Abreise. Erholung gleich null. "Jetzt lass uns mal nicht gleich so schwarz sehen....". "...erst mal noch bis da rauf, wo die Straße auf den Hügel führt. Dort suchen wir uns ´nen schattigen Platz und dann ist erst mal Pause angesagt...." Die war bitter nötig. Der Blick, welchen wir von da oben genießen konnten, entschädigte zu einem kleinen Teil für die erlittenen Strapazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SNAXvCDh7CI/AAAAAAAAAGk/23fDRs5kQMg/s1600-h/DSC01888.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SNAXvCDh7CI/AAAAAAAAAGk/23fDRs5kQMg/s320/DSC01888.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246719662659595298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tobi warnte mich noch, den Rucksack bei jeder kurzen Pause abzuschnallen. "Um so schwerer wird´s, den hinterher wieder aufzusetzen und dich wieder dran zu gewöhnen..." Ich konnte aber momentan alles andere gebrauchen als dieses Monstrum auf dem Rücken. Es war nicht die Kraft in den Beinen, welche nachlies. Da hätte ich ohne weiteres noch marschieren können. Nein - dieses Gewicht auf den Schultern machte mir mächtig zu schaffen. "Nach dem dritten Tag haste dich dran gewöhnt..." Obwohl es aufmunternd klingen sollte, fand ich diese Aussage momentan allerdings gar nicht so lustig. Und dann dieser ständige Drang nach Trinkbarem. Es musste ja kein Bier sein. Das hätte in dieser Hitze bei mir sowieso fatale Folgen gehabt. Aber auch mit dem Wasser mussten wir wohl oder übel etwas sparsam umgehen. Und ich hätte mir am liebsten eine der 1,5-Liter-Flaschen Wasser angesetzt und leergezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im großen und ganzen aber hatte diese doch etwas längere Pause ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir erholten uns beide recht schnell und nutzten die Zeit natürlich auch, um noch mal ein kurzes Karten-Studium zu betreiben. Schon zu Beginn dieser ersten Etappe war klar, dass wir auf Grund der verspäteten Ankunft in Västerwik den ersten kleinen Verzug in Kauf nehmen mussten, ob uns dieser Umstand nun zusagte oder nicht, es war als gegeben hinzunehmen. Aber wir waren zu diesem Zeitpunkt noch ganz fest davon überzeugt, diese Verzögerung im Verlauf der Tour wieder rein zu holen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollten uns dennoch schon jetzt auf der Karte nach einem geeigneten Schlafplatz umschauen, welcher letztlich etwa 10km vom eigentlich geplanten ersten Etappenziel entfernt auf der Karte definiert wurde. Von vorn herein hatten wir ja unsere Etappen so definiert, dass nach etwa 2-3 Tagen immer wieder ein Rastplatz erreicht werden sollte. Dem entsprechend waren unsere Lebensmittelvorräte kalkuliert und auch der Bedarf an Frischwasser berechnet. Das bedeutete nun natürlich auch in dieser Angelegenheit ein erstes Umdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Woll´n wir?" "Was heisst wollen - wir müssen weiter." Mit diesem Aufbruchsignal schnallten wir unsere Rucksäcke wieder auf, wobei uns geeignete Hilfsmittel natürlich immer recht waren. Mal war es eine halbhohe kleine Mauer oder ein Zaun - diesmal kam uns eine Mülltonne recht gelegen, um diese als "Aufbuckelhilfe" zu missbrauchen. Tobi hatte erst mächtig Zweifel, ob der Plastikdeckel dem Gewicht der Rucksäcke standhalten würde. Auch scheute er sich ein wenig davor, diese Tonne zu benutzen, da in unmittelbarer Nähe sich ein Wohnhaus befand und er bei Entdecken Ärger mit den Bewohnern befürchtete. Diese Zweifel erwiesen sich aber als unbegründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere etwa 4km lagen nun an diesem späten Nachmittag noch vor uns, um unser vorverlagertes, korrigiertes erstes Etappenziel zu erreichen. Etwa 1 Stunde hatten wir dafür veranschlagt. Reichlich genug und selbst von Laien oder unter schwierigeren Bedingungen einzuhalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-1532083899015854690?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/1532083899015854690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=1532083899015854690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/1532083899015854690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/1532083899015854690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/09/und-wieder-richtung-norden.html' title='Und weiter geht´s Richtung Norden'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk3hFRhcI/AAAAAAAAAFM/Yu1C8K7KmZQ/s72-c/DSC01883.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-8578070198496471189</id><published>2008-08-10T13:44:00.001-07:00</published><updated>2009-03-30T15:25:03.103-07:00</updated><title type='text'>Auf nach Västervik</title><content type='html'>Entsprechend dem späten Ende des Vortages verlief dann auch der nächste Morgen etwas hektisch.&lt;br /&gt;Auf 06:00 Uhr hatte ich den Wecker meines Handys eingestellt. Wohl wissend, dass wir dann doch noch mindesten 15 – 20 Minuten brauchen würden, um aus dem Bett zu kommen. Etwas mehr als 4 Stunden Schlaf sind eben nicht grade die Masse.&lt;br /&gt;Aber viel war ja nicht zu tun. Die übliche Morgen-Hygiene war schnell erledigt, wohl auch deshalb, weil schon mal das rasieren weg fiel. Wir hatten uns vorgenommen, uns die gesamten drei Wochen nicht zu rasieren. Wenn schon Landstreicher, dann richtig :-)Und unsere paar Habseligkeiten waren schnell wieder in den Rucksack gepackt. Das Abziehen der Betten überließen wir ganz frech dem Personal und Frühstück gabs unterwegs.&lt;br /&gt;Um 07:30 Uhr waren wir dann soweit, unser Hotel zu verlassen, quälten uns halb auf Knien mit unseren schweren Rucksäcken wieder besagte Wendeltreppe hinauf und standen erst mal im Regen. Den Ausspruch, den wir in diesem Moment beide auf den Lippen hatten, verkneife ich mir hier :-). Wir mussten aber auch los. Uns saß die Zeit im Nacken und wir wollten unbedingt unseren Zug noch erreichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal kommts aber doch alles ganz anders als man sich das so vorgestellt hatte.&lt;br /&gt;Die Strecke zum Bahnhof war ja bekannt und trotz dass wir auch an diesem Morgen noch einen kleinen Umweg liefen, waren wir nach etwa 25 Minuten in der Bahnhofshalle, hatten also dann noch etwa eine halbe Stunde, um uns die Fahrkarten zu besorgen und den Bahnsteig ausfindig zu machen, von welchem aus uns unser Zug nach Süden bringen sollte. Die Zugverbindung nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A4stervik"&gt;Västervik&lt;/a&gt; hatte ich ja schon daheim aus dem WEB gezogen. Geplant war, um 08:20 Uhr ab Centralstation zu fahren. Wir hatten wohl noch andere Alternativen, aber diese wäre eine günstige, durchgängige Verbindung gewesen und wir wären um 11:50 Uhr in Västervik angekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLSB6NIYB8I/AAAAAAAAAE0/rAKqQRzTIOg/s1600-h/ResPlus.bmp"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLSB6NIYB8I/AAAAAAAAAE0/rAKqQRzTIOg/s320/ResPlus.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5238955103495915458" /&gt;ResPlus Verbindungen Stockholm-Västervik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundsätzlich hätte die Zeit also gereicht. Nur hatten wir nicht damit gerechnet, dass viele Schweden neben ihrer schier unerschöpflichen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft viele Dinge auch ganz gelassen angehen. Hektik ist ihnen ein Fremdwort. Gut 20, vielleicht 30 Menschen befanden sich im Reisezentrum. Und es mochten wohl so an die zehn Schalter gewesen sein, wovon aber nicht alle besetzt waren. Ich suchte mir also nach guter deutscher Gewohnheit einen der Schalter aus, wo ich vermutete, schnellstmöglich abgefertigt zu werden. 2 Reisende standen noch vor mir. Ich hatte meinen Rucksack abgeschnallt und mich da auf einem der unbesetzten Hocker niedergelassen, wartend, dass ich als vermeintlich dritter an diesem Schalter dann unsere Fahrkarten kaufen konnte. Erst nach etwa 10 Minuten Wartezeit kam Tobi zu mir und verwies mit einer leichten Kopfbewegung auf eine Anzeigetafel. „Du - ich glaub´, hier kannste dich gar nicht so einfach anstellen. Da musste ne Nummer ziehen.“ Ich schaute kurz in die vorgegeben Richtung. Mir war beim Eintreten diese Anzeigetafel gar nicht aufgefallen. Tatsächlich war hier ein System integriert, wie wir es aus Deutschland – vor allem aus Ämtern jeder Art – auch kannten. Also bin ich noch kurz zum Automat, holte mir meine Nummer und wurde erst mal etwas blass. Auf der Anzeigetafel blinkte in großen roten Ziffern eine Zahl so um 680. Genau weiss ich es nicht mehr. Unser Ticket aber wiess eindeutig die Zahl 730 aus. „Na dann – 8:20-Zug in den Süden – ade.“ Uns war nicht mal mehr vergönnt, auch nur die Rücklichter unseres geplanten Zuges in der Ferne verschwinden zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was solls. Ärgern hätte uns hier nicht weiter gebracht und so nutzen wir lieber die nun gewonnene Zeit, uns noch eimal über die nächste Fahrmöglichkeit und vor allem die notwendigen Umstiege zu informieren. Unser Plan, den ich in gedruckter Form vor mir ausgebreitet hatte, gab uns als nächste Möglichkeit einen Zug um 08:45 an. Das wäre ja auch weniger schlimm gewesen, wenn wir nicht auf Grund dessen etwa 60 km Umweg hätten fahren müssen. Dieser Zug fuhr in Richtung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malm%C3%B6"&gt;Malmö&lt;/a&gt; und nicht direkt nach Västervik. Wir mussten also in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Link%C3%B6ping"&gt;Linköping&lt;/a&gt; umsteigen. Und von da sollte es dann weiter gehen bis Västervik, der geplanten Endstation der Zugfahrt und Ausgangspunkt unserer Wanderung. Allerdings sollte uns dadurch auch zeitlich ein Mehraufwand von etwa 2 Stunden entstehen.&lt;br /&gt;Die Abfertigung an den einzelnen Schaltern ging aber dann doch relativ zügig voran. Auch wurden bei weitem nicht alle gezogenen Nummern abgearbeitet. Mancher Fahrgast hatte wohl das Reisezentrum unverrichteter Dinge schon wieder verlassen. Es gab ja auch noch die Fahrkartenautomaten. So gegen 08:20 Uhr etwa war ich dann an der Reihe und konnte dem Angestellten meinen Reisewunsch äussern. Dass ich, trotzdem der gesamte Dialog ausschliesslich in englischer Sprache geführt wurde, dann doch die richtigen Fahrkarten in der Hand hielt, darauf bin ich heute noch stolz. Tobi ging sogar noch als Student durch. Und das ohne Vorlage eines Ausweises ausschliesslich durch abfragen des Alters und auf Vertrauensbasis und er konnte  sich über eine nicht geringe Fahrpreisermäßigung freuen. Eigenartig – in solchen Situationen kann ich nicht anders, als unwillkürlich immer wieder Vergleiche mit ähnlichen Situationen in Deutschland anzustellen. Eine solche unbürokratische Verfahrensweise wäre bei uns undenkbar. Man hätte uns hier, ohne mit der Wimper zu zucken, zwei mal den vollen Fahrpreis berechnet. Selber schuld, wer sich nicht vorher eingehend informiert und dann Veto einlegt. Wozu waren bei uns nochmal die 5 Euro Beratungsgebühr zu zahlen?&lt;br /&gt;Eines allerdings störte auch an der schwedischen Verfahrensweise des Fahrkartenverkaufs. Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Schweden so gut wie keine Hektik kennen. Und das ließ uns der Bahnbeamte natürlich – unbewusst – auch spüren. So schnell, wie er sein Computer-System mit der Maus steuerte, lag die Vermutung nahe, dass sich sein Gehalt wohl kaum am Umsatz orientierte. Aber das konnte uns alles gleichgültig sein. Wir hielten jedenfalls gegen 08:30 dann die Fahrkarten in den Händen und konnten uns zum entsprechenden Bahnsteig begeben.&lt;br /&gt;Die Fahrt sollte also mit dem Schnellzug (vergleichbar mit unserem Intercity) der Bahngesellschaft &lt;a href="http://www.resplus.se"&gt;ResPlus&lt;/a&gt; von Stockholm bis Linköping und von da mit Veolia-Transport, einem Unternehmen der &lt;a href="http://www.connex-gruppe.de"&gt;Connex-Gruppe&lt;/a&gt; weiter nach Västervik gehen. Das uns für beide Transportmittel jeweils getrennte Fahrkarten übergeben wurden, war ungewohnt und wir stellten uns die Frage, was es denn mit diesem Veolia-Transport auf sich hatte. Es war auch nicht ersichtlich, ob es sich hier um einen weiteren Anschluss-Zug handelte oder ob wir ab Linköping mit dem Bus weiter mussten. Das würden wir dann in Linköping am Bahnhof erfragen müssen.&lt;br /&gt;Die Preise waren gegenüber den in Deutschlad üblichen sehr moderat. Zusammen umgerechnet etwa 80 Euro für eine cirka 300km lange Strecke sind wirklich nicht zu viel. Der Komfort in den Zügen ist trotz allem entsprechend hoch, auch wenn er nicht unmittelbar mit deutschem Standard verglichen werden kann. Von den Fahreigenschaften und der Geschwindigkeit her entspricht der schwedische Schnellzug allerdings mehr unseren Regionalzügen. Die niedrigere Geschwindigkeit ist wohl den landschaftlichen Gegebenheiten geschuldet. Die Strecken lassen oftmals gar keine 120 km/h oder mehr zu. Und da wir auf Grund dessen, dass der Zug hoffnungslos überfüllt war, weder unsere Rucksäcke in einem Gepäckfach ablegen konnten noch die Spur einer Chance hatten, einen Sitzplatz zu erhalten, mussten wir wohl oder übel die Tour bis Linköping stehend auf der Durchgangsplattform zwischen zwei Waggons verbringen. Der Lärmpegel und die uns ab und zu, wenn ein Fahrgast den Durchgang passierte, in den Rücken stoßende Abteiltür trugen auch nicht grade zur Erhöhung des Fahrkomforts bei.&lt;br /&gt;Dafür entschädigte uns aber der Blick über eine jetzt schon schöne Landschaft, auch wenn der Regen im Verlauf der Fahrt noch leicht zunahm und erst kurz vor Einfahrt in Linköping aufhörte. Die Strecke führte über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norrköping"&gt;Norrköping&lt;/a&gt; unter anderem vorbei an den riesigen Produktionsstätten von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SCANIA"&gt;Scania&lt;/a&gt;, wo übrigens neben den auch in Deutschland bekannten LKW auch Kriegstechnik und ganz normale Haushalttechnik wie Fernsehgeräte usw. produziert werden. Das hatte ich bis dato auch nicht gewusst. Schweden und Kriegstechnik – so wie ich die Schweden bisher kennenlernen durfte, war das für mich eine gar nicht passen wollende Kombination.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten uns zur Sicherheit noch rechtzeitig beim Zugbegleiter erkundigt, wann wir den Umsteige-Bahnhof Linköping erreichen würden. Auf den Fahrkarten waren jeweils nur die Abfahrtszeiten vermerkt und wir wollten hier kein Risiko eingehen. Ausserdem war es bei unserem schweren Gepäck doch sicherer, dass wir uns rechtzeitig auf das Aus- und Umsteigen vorbereiteten. Gegen 11:10 Uhr sollte der Zug dort ankommen. Wenn man einmal die ursprünglich geplante Ankunftszeit in Västervik (11:50 Uhr) dagegen stellt, lässt sich schon erahnen, dass der Zeitverlust auf Grund des späteren Zuges doch erheblich war. Aber das war zu verkraften, zumal unser Zug fast pünktlich in Linköping einfuhr.&lt;br /&gt;Hier sollten wir dann auch erfahren, was es mit diesem Veolia-Transport auf sich hatte. Wir hatten uns erst in der Annahme, mit dem Bus weiter zu müssen, an den Busplatz begeben, welcher sich unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude befand. Da aber werder von den elektronischen Anzeigetafeln noch aus den Aushangfahrplänen ersichtlich war, dass einer der Busse nach Västervik fahren würde, begab ich mich in eines der Fahrzeuge, um den Fahrer zu befragen. Eine jüngere Frau im Bus hatte wohl meine Frage mitgehört und antwortete, noch bevor der etwas unschlüssig blickende Fahrer dazu ansetzte, in feinstem englisch. Sie konnte mir also nicht nur gut verständlich machen, dass es sich bei unserem weiterführenden Transportmittel um einen Zug handelte, sonder gab mir auch gleich noch detaillierte Hinweise, wie wir zum entsprechenden Bahnsteig finden würden. Ihr herrliches Lächeln brachte dabei so richtig zum Ausdruck, dass es ihr eine Freude war, uns geholfen zu haben. Hätte schon gerne noch länger einen kleinen Smal-Talk mit ihr geführt, wenn nicht schon wieder die Abfahrtszeit unseres Anschlusszuges uns davon abgehalten hätte. So blieb mir leider nichts anderes, als mich so herzlich als irgend möglich bei ihr zu bedanken. Sie hats, glaube ich, auch so aufgenommen.&lt;br /&gt;Und wir zogen unseren Weg weiter in die von der jungen Dame angewiesene Richtung zum Bahnsteig. Dort wartete auch schon unser Veolia-„Express“. Das war nix anderes als ein dieselgetriebener &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenbus"&gt;Schienenbus&lt;/a&gt;, wie er auch unter anderem in Deutschland auf weniger befahrenen Nebenstrecken eingesetzt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLSHD2J65-I/AAAAAAAAAFE/0uswtk_NQeQ/s1600-h/DSC01879.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLSHD2J65-I/AAAAAAAAAFE/0uswtk_NQeQ/s320/DSC01879.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5238960766685210594" /&gt;unser Schienenbus von Veolia, hier bei Ankunft in Västervik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit nur ein paar Fahrgästen besetzt und personalmäßig außer dem Fahrer mit einer hübschen Zugbegleiterin ausgestattet, tuckerte das Gafährt, so quasi an jedem Briefkasten anhaltend, seiner Wege und brachte uns in knapp 2 Stunden bis nach Västervik.&lt;br /&gt;Wir hatten fast die freie Auswahl, wo wir sitzen wollten und auch das Abstellen unserer Rucksäcke stellte gar kein Problem dar. Obwohl dafür eigentlich gar kein genau definierter Platz vorgesehen war, wurden wir kurz angehalten, diese doch bitte im hinteren Teil des Fahrzeuges abzustellen, auch wenn dadurch die hintere Eingangstür fast verstellt wurde. Die Fahrgäste wurden höflich gebeten und darauf hingewiesen, doch bitte zum Aussteigen nur die vordere Tür zu benutzen. Unkomplizierter ging es nicht mehr.&lt;br /&gt;Sehr sauber war es da drin und ich traute meinen Augen und Ohren kaum, als eine der weiblichen Fahrgäste sogar einen Kaffee bestellte. Was uns beim Einsteigen gar nicht aufgefallen war, waren zwei große Pump-Thermoskannen, welche im Fahrgastraum unmittelbar neben der Tür zum Führerstand auf dem Boden standen und mit deren Hilfe  der Wunsch der Dame umgehend erfüllt wurde. Man arbeitet hier eben selbst in so kleinen Fahrzeugen unglaublich freundlich, kunden-und serviceorientiert. Tobi bekam von alledem allerdings fast nichts mehr mit. Er war, kurz nachdem das Vehikel seine Fahrt aufgenommen hatte, eingeschlafen. Der wenige Schlaf der Tage vorher sollte aber auch bei mir dafür sorgen, dass mir auf dieser Strecke mehrfach die Augen zu fielen, obgleich ich keinen festen Schlaf finden konnte. Was unser Gepäck betraf, hatte ich nicht ein einziges mal die Befürchtung, dass damit unrechtes geschehen könnte, obwohl wir zeitweise beide schliefen und dieses während der gesamten Fahrt ausserhalb unseres Sichtfeldes war. Es bestätigte sich wieder einmal die Aussage, welche Tobi schon bei seine ersten Reiseerzählungen gemacht hatte, dass es in Schweden zumindest in ländlichen Gebieten kaum jemanden interessiert, wenn herrenlos irgendwo etwas abgestellt wird. Es käme niemand auch nur ansatzweise auf die Idee, irgend etwas wegznehmen. Wenn sich diesbezüglich in Schweden jemand etwas zu schulden kommen liese, wäre derjenige auf lange Zeit unbeliebt und geächtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Strahlender Sonnenschein und wirklich sommerliche Temperaturen empfingen uns in Västervik. Dieses Wetter war nicht im geringsten mit dem zu vergleichen, welches wir auf der Zugfahrt von Stockholm nach Linköping haben erleben müssen und auf welcher wir schon leise Zweifel hegten, ob sich das in den nächsten Stunden noch ändert. Ein verregneter Urlaubsbeginn wäre absolut nicht das gewesen, was man sich wünscht. Aber ganz im Gegenteil - herrlich warm war es hier. Nicht zu heiß. Das hätte das ganze gleich wieder ins Gegenteil gekehrt und ist ebenso nicht das,  was wir beide brauchen konnten. Und angenehm windig wars, da wir uns ja jetzt schon unmittelbar in Ostseenähe befanden. Also Urlaubswetter vom feinsten.&lt;br /&gt;Wir konnten also nun endlich die Tätigkeit aufnehmen, weswegen wir eigentlich nach Schweden gekommen waren - wandern. Bevor es aber losgehen konnte, musste noch eine kleine Hürde genommen werden. Da wir aufgrund der extremen Sicherheitsbestimmungen im Flugverkehr keinerlei brennbare Flüssigkeiten bei uns führen durften, mussten wir unseren Vorrat an Bezin für den Campingkocher vor Ort noch auffüllen. Der Weg vom Bahnhof in den Ort war mit etwa 2km nicht so lang, dennoch hatten wir aber noch keine Tankstelle entdeckt. Uns blieb nichts anderes, als uns durchzufragen, was letztlich auch nicht mehr erbrachte, als den Hinweis auf ein sich im Ortsmittelpunkt befindendes Touristen-Informations-Büro. Dort allerdings konnte man uns dann entsprechende Auskunft erteilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk4HX1mXI/AAAAAAAAAFc/JIJbpp9Ntx4/s1600-h/DSC01885.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk4HX1mXI/AAAAAAAAAFc/JIJbpp9Ntx4/s320/DSC01885.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5241174981566896498" /&gt;Ob das was wird?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzige Tanstelle in diesem Stadtgebiet waren 2 Säulen im Hafengebiet und wurden offensichtlich auch genutzt, um die zahlreich vorhandenen kleinen Boote, welche hier festgemacht waren, zu betanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk32PvB0I/AAAAAAAAAFU/d2dypfoGmls/s1600-h/DSC01882.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLxk32PvB0I/AAAAAAAAAFU/d2dypfoGmls/s320/DSC01882.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5241174976969508674" /&gt;..eines der wichtigsten Verkehrsmittel in Schweden....&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind aber diese kleinen – und wie sich später herausstellen sollte – auch manche größere Tankstelle nicht ganztägig mit Personal besetzt. Diese kleine Einrichtung hier machte jedenfalls auch den Eindruck, als hätte Sie menschliches Personal seit Tagen nicht gesehen. Es gibt allerdings an ausnahmslos jeder Tankstelle die Möglichkeit, den Tankautomaten zu benutzen und mit Kreditkarte zu bezahlen. Wenn er denn funktioniert! Die rund 1,5 Liter Benzin, welche wir fürs erste für den Kocher und die Reserveflasche benötigten, haben jedenfalls einen etwas grösseren Kampf gekostet. Den Automaten soweit zu bringen, dass er eine unserer Kreditkarten akzeptierte, hat ein paar Nerven gekostet. Aber was wollten wir tun? Diese Automaten sind so eingerichtet, dass erst eine Karte akzeptiert werden muss, dann die Säule definiert wird und dann kann man seinen Sprit zapfen. Danach wird die Karte wieder gelesen, die Säule nochmals angegeben, der Wert gebucht und der Bon gedruckt. Bei einem fast defekten Kartenleser ein reines Roulettspiel. Keine Ahnung, wie viele Fehlversuche ins Land gingen, bis wir endlich unsere Behältnisse aufgefüllt hatten und losziehen konnten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-8578070198496471189?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/8578070198496471189/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=8578070198496471189' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8578070198496471189'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8578070198496471189'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/auf-nach-vstervik.html' title='Auf nach Västervik'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SLSB6NIYB8I/AAAAAAAAAE0/rAKqQRzTIOg/s72-c/ResPlus.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-3632211969653550618</id><published>2008-08-04T15:37:00.000-07:00</published><updated>2008-09-07T14:51:27.326-07:00</updated><title type='text'>Erste Schritte auf schwedischem Boden</title><content type='html'>Tobi hatte mich im Verlauf der Tour-Vorbereitungen mehrfach darauf hingewiesen, dass die Mentalität der schwedischen Menschen eine ganz andere ist als in Deutschland. Ungleich höflicher und zuvorkommend seien die Menschen hier. Und das sollte ich schon bei meinen ersten Schritten auf schwedischem Boden, bei meinen ersten Begegnungen mit den Menschen dieses Landes am eigenen Leib erfahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten unsere Rucksäcke am Gepäckband in Empfang genommen. Entgegen unserer Zweifel, welche wir noch bei der Abgabe in Stuttgart hatten, waren diese unbeschadet und vollständig in Stockholm angekommen. Aufgeschnallt waren diese Monster schnell. Inzwischen hatte ja sogar ich etwas Erfahrung, wie man schnellstmöglich und ohne zu große Anstrengung diese Masse an Gepäck wieder auf den Buckel bekommt.&lt;br /&gt;Wir hatten geplant, mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arlanda_Express"&gt;Arlanda-Express&lt;/a&gt; die etwa 40 km vom Flughafen nach Stockholm zu fahren. Das ist ein Shuttle, welcher alle 15 min. ohne Zwischenhalt zwischen Flughafen Arlanda und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm_C"&gt;Stockholm Centralstation (Hauptbahnhof)&lt;/a&gt; pendelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJeFfY8ZdzI/AAAAAAAAACg/xjcnOQuy1V4/s1600-h/DSC01847.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJeFfY8ZdzI/AAAAAAAAACg/xjcnOQuy1V4/s320/DSC01847.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230796266532337458" /&gt;Warten auf den Arlanda-Express&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJeFf4XPZGI/AAAAAAAAACo/vEPsKM-K1co/s1600-h/DSC01848.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJeFf4XPZGI/AAAAAAAAACo/vEPsKM-K1co/s320/DSC01848.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230796274966422626" /&gt;Bahnsteig unter dem Flughafen Arlanda&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so trotteten wir in Richtung Bahnsteig. Vorab mussten wir natürlich unsere Fahrkarten noch lösen. Wir hätten das auch am Automaten tun können. Da aber keiner von uns wusste, welche Zone gelöst werden musste und wir kein Interesse hatten, wegen vielleicht falschem Fahrschein noch eine der enorm hohen schwedischen Strafgebühren zu zahlen, zogen wir es vor, uns am Schalter bedienen zu lassen. Wie sich allerdings auf der Rückfahrt zeigen sollte, war die Angst um Strafgebühren vollkommen unbegründet. Die Menschen hier hatten uns wirklich bis zuletzt als das behandelt, was wir für sie waren – Gäste. Aber dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Do you speak English?” – Wie konnten wir nur fragen? Natürlich sprach die Dame am Schalter gut englisch. Die Schweden sind ein gebildetes Volk, vor allem nicht so sprachfaul wie die Deutschen. Und es gibt nur wenige, die neben der Muttersprache nicht mindestens eine Fremdsprache in einem Umfang beherrschen, der es ihnen erlaubt, sich in den wichtigsten Lebenslagen angemessen zu verständigen. Dennoch sollten diese paar Worte während unseres gesamten Aufenthaltes in Skandinavien zur Standardfrage werden, um mit unseren Gastgebern ins Gespräch zu kommen und mit ihnen kommunizieren zu können. Mitunter hätte man sich auch auf Deutsch unterhalten können. Das aber wollten wir nicht, einfach auch deshalb, weil wir uns zwingen wollten, unsere Englischkenntnisse soweit als möglich anzuwenden und eventuell dadurch sogar zu erweitern und zu festigen. Und was Tobi nicht wusste, wusste ich und umgekehrt. Wir haben uns da wunderbar ergänzt und nur in den seltensten Fällen musste das Wörterbuch herhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fahrkartenkauf war von der Sache her nichts Spektakuläres und prinzipiell nichts anderes wie in Deutschland. Und dennoch hatte das ganze etwas für sich, schon auf Grund der Beratung, welche wir erfahren haben. Uns wurde nicht schlicht das teuerste Ticket verkauft sondern wir wurden erst einmal gefragt, wie lange wir denn unseren Aufenthalt in Schweden geplant hatten, ob wir die Rückfahrt gleich mit buchen wollten und da gäbe es ja momentan dieses Sonderangebot, wo innerhalb einer gewissen Aufenthaltszeit zwei Personen zum Preis von einer fahren könnten……… und noch einiges mehr. Man hatte echt den Eindruck, dass hier Beratung und Kundenzufriedenheit an erster Stelle stehen.&lt;br /&gt;Nun gehe mal einer in Deutschland an den Ticketschalter und versuche dort, für eine bestimmte Strecke ein günstiges Fahrpreis-Angebot zu bekommen. Bei dem fundierten Fachwissen, was manche Möchte-Gern-Fahrkartenverkäufer da so zusammenstammeln, sollte das doch kein Problem darstellen oder? Und für diese „gute“ Bratung sind dann in Good old Germany noch 5,- Euro Aufschlag fällig, weil man ja den Service einer „persönlichen Beratung“ am Schalter in Anspruch genommen hatte.&lt;br /&gt;Wir waren jedenfalls sehr angenehm überrascht und die Freundlichkeit der Menschen hier hatte zum ersten Mal ihre Spuren bei uns hinterlassen. Der Art Spuren sollten dann im Verlauf der Reise noch einige dazu kommen……….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also dann – auf nach Stockholm. Unseren Arlanda-Express hatten wir dank der recht kurzen Entfernung und der guten Beschilderung zum Bahnsteig noch so erreicht, dass wir keine längere Wartezeit auf den nächsten Zug in Kauf nehmen mussten. Übermäßig voll besetzt war er auch nicht, so dass wir zumindest freie Platzwahl hatten und auch unsere Rucksäcke mit zwischen den Sitzen abstellen konnten, ohne dass diese irgendjemanden gestört hätten.&lt;br /&gt;Und dann ging die Fahrt ab. Etwa 40 km bis nach Stockholm, ohne Zwischenhalt in etwa 20 Minuten. Die visuellen Informationssysteme (Bildschirme) in den Waggons ließen uns den Streckenverlauf gut mitverfolgen, auch wenn die Ansage der Zielhaltestelle von uns nicht verstanden wurde. Irgendwie hatte man versäumt, diese Ansage in Englisch zu wiederholen. Normalerweise ist das hier im Land Standard.&lt;br /&gt;Ja – und dann standen wir in der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm_C"&gt;Centralstation (Hauptbahnhof)&lt;/a&gt; und wussten erst mal gar nicht, in welche Richtung wir jetzt weiter sollten. Das Gebäude ist der Art groß, mit einer nicht geringen Anzahl von Ausgängen und Unterführungen in alle Richtungen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBKPTr3MUI/AAAAAAAAAFk/E7vJ6hN80H0/s1600-h/sw001315.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBKPTr3MUI/AAAAAAAAAFk/E7vJ6hN80H0/s320/sw001315.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242271593101996354" /&gt;Stockholm Centralstation&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straßen und Plätze, welche durch die einzelnen Ausgänge erreicht werden konnten, waren überall gut ausgezeichnet. Das half uns aber im Moment gar nicht weiter, da wir absolut keine Richtung hatten, in welcher sich unser Hotel befinden sollte. Einzig die genaue Adresse und der Name waren bekannt. Wir wussten auch, dass es laut Internetseite, auf welcher ich gebucht hatte, nur etwa 600 Meter vom Hauptbahnhof entfernt sein sollte. Also auch wieder zu wenig, um eventuell ein Taxi oder ähnliches zu nutzen. Das Navi deswegen einzuschalten, welches uns sicher dahin geführt hätte, war uns für die kurze Strecke auch zu doof. „Ich werde mal sehen, dass ich irgendwo einen kleinen Stadtplan finde.“ Mit diesen Worten ließ ich Tobi für einen Moment alleine und wandte mich dem Informationsbüro zu, welches sich in unmittelbarer Nähe befand. Wie in den Info-Zentren in Deutschland auch liegen da meist so kleine, grob gegliederte Innenstadtpläne zum kostenlosen Mitnehmen aus. Und ich hatte Glück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMIzm682y1I/AAAAAAAAAGE/Q63V5midZ_s/s1600-h/Karte-Stockholm.gif"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMIzm682y1I/AAAAAAAAAGE/Q63V5midZ_s/s320/Karte-Stockholm.gif" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242809659965229906" /&gt;Stadtzentrum Stockholm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem solchen Mini-Plan kehrte ich zurück und die gesuchte Straße war recht schnell gefunden. Nach kurzer Standortbestimmung war dann auch die Marschrichtung klar. &lt;a href="http://www.german.hostelworld.com/availability.php/CityhostelCentralStation-Stockholm-18098"&gt;City-Hotel Stockholm, Fleminggatan 19&lt;/a&gt;. Im Nachhinein sollte sich dann aber doch herausstellen, dass entweder auf der WEB-Seite falsche Angaben standen, oder der schwedische Meter nicht unbedingt der Länge eines deutschen Meters entsprach. Jedenfalls waren wir – grob an der Laufzeit geschätzt  - reichlich mehr als einen Kilometer unterwegs. Es fing dann auch noch leicht an zu regnen, was uns Globetrotter aber nicht im Geringsten störte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtj8eM4SXI/AAAAAAAAADM/-A9f09tLx7s/s1600-h/CityHotel_Stockholm.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtj8eM4SXI/AAAAAAAAADM/-A9f09tLx7s/s320/CityHotel_Stockholm.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231885282671348082" /&gt;City-Hotel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte dann an der kleinen Eingangstür vom Hotel nicht der Name dieser Herberge gestanden, wären wir glatt dran vorbei marschiert. Das aus roten Klinkern im nordischen Baustil errichtete Gebäude machte von außen gar nicht den Eindruck eines Hotels oder einer Jugendherberge. Und selbst als wir den Eingang passiert hatten, war da nicht das Gefühl, uns am richtigen Ort zu befinden. Nicht etwa die Rezeption befand sich vor uns sondern weiter nichts als eine der engsten Wendeltreppen, die wir jemals gesehen hatten und die uns erst einmal eine Etage tiefer ins Kellergeschoss bringen sollte. Wir hatten sogar echt Mühe, unsere Rucksäcke da durch zu bekommen, mussten sogar ein Stück in die Hocke gehen, um diese Enge unbeschadet passieren zu können. Wo waren wir hier eigentlich hin geraten?&lt;br /&gt;Unten angekommen machte das ganze dann aber schon einen etwas anderen Eindruck. Zwar eng und verwinkelt aber sauber. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtj8gdSqCI/AAAAAAAAADU/kyE8ed3_Bow/s1600-h/CityHotel_Stockholm2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtj8gdSqCI/AAAAAAAAADU/kyE8ed3_Bow/s320/CityHotel_Stockholm2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231885283277056034" /&gt;Waschgelegenheit und rechts hinten die Rezeption&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wurden an einer Fenster-Luke, die eher an einen Marktstand erinnerte als an eine Hotelrezeption, von einer hübschen schwedischen Blondine empfangen, mit welcher wir die Check-In-Formalitäten erledigten und welche mit einem netten Lächeln uns die ersten knapp 700 Schwedischen Kronen abnahm und uns dann unseren Zimmerschlüssel und die Bettwäsche aushändigte. &lt;br /&gt;Das Zimmer selber – naja :-) Was wollte man für den Preis in einer doch recht teuren Weltstadt wie Stockholm auch erwarten? Anspruchsvoll sind wir ja beide nicht. Aber etwas mehr hätte da schon sein können. Das Doppelstockbett, ein Mini-Tisch, grad soviel Platz zwischen Bett und gegenüber liegender Wand, dass wir nicht beide gleichzeitig hätten da stehen können. Kleiderhaken und Spiegel an der Wand, kein Fenster aber dafür ein vergitterter Abluftschacht wie in einer Toilette. Und einen Fernseher hatten wir!! Der hing zwar wie reingeschossen in einer zugemauerten Fensternische, brachte auch kaum mehr als 1-2 Programme (in Schwedisch natürlich) aber es war halt ein Fernseher. Das EM-Endspiel konnten wir damit jedenfalls vergessen.&lt;br /&gt;Ja – und nun war Betten beziehen angesagt. Und das auch noch bei diesem Doppelstockbett. Eine seit Jahren nicht mehr trainierte Tätigkeit. „Das ging doch irgendwie mit nach links wenden und die Bettzipfel fassen oder wie?“ Beide standen wir für den ersten Moment ratlos da. „Fass doch hin wo du willst. Wird schon irgendwie passen.“ Irgendwie – dem entsprechend sahen die Betten dann auch aus. Erinnerten mehr an eine zerknitterte Zeltplane als an eine frisch bezogene Bettdecke. Aber es war ja nur für eine Nacht. Männerwirtschaft eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJjVQEc_VaI/AAAAAAAAAC8/gREc-iVDOX4/s1600-h/DSC01873.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJjVQEc_VaI/AAAAAAAAAC8/gREc-iVDOX4/s320/DSC01873.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231165439240787362" /&gt;Schon lange nicht mehr trainiert - Betten beziehen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJjVQmFM5YI/AAAAAAAAADE/2g5acj1jVH4/s1600-h/DSC01875.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJjVQmFM5YI/AAAAAAAAADE/2g5acj1jVH4/s320/DSC01875.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231165448267818370" /&gt;Das Ergebnis - Na ja :-)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischenzeitlich war es auch schon 18:00 Uhr und wir hatten uns ja vorgenommen, an diesem Abend das EM-Finalspiel zu sehen und unsere Ankunft in Schweden ein klein wenig zu „begießen“. Zuviel Alkohol durfte es allerdings nicht sein. Zum ersten war dieser in Schweden viel zu teuer, zweitens wollten wir ja am nächsten Tag schon früh raus, um unseren Zug nach Västervik zu erreichen. Und Fahrkarten dahin hatten wir auch noch keine. Nach dem „Kraft-Akt“ des Betten-Beziehens kehrten wir also unserer Herberge erst mal den Rücken und gingen, nur mit unseren Fotoapparaten bewaffnet, auf Erkundungstour rund um den Bahnhof und dessen näherer Umgebung. Die Altstadt und damit die bekanntesten Fußgängerzonen – die Drottninggatan und die Sergelgatan – waren nicht weit entfernt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJttudzUQoI/AAAAAAAAADc/daXAFxcm1qU/s1600-h/DSC02332.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJttudzUQoI/AAAAAAAAADc/daXAFxcm1qU/s320/DSC02332.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231896037162238594" /&gt;in der Drottninggatan&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dort würde sich bestimmt ein kleines Restaurant finden lassen, wo wir etwas gegen unseren Durst tun konnten. Zumal es selbst um diese Tageszeit hier noch recht schwül und drückend war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bier bekommt man ja in Schweden auch in jedem Supermarkt zu kaufen. Es ist also ganz und gar nicht so, wie ich erst dachte, dass da nur schwer was zu bekommen wäre. Es gibt reichlich. Nur – es ist sehr teuer und mitunter ein echtes Wagnis, diesen gelben Saft als „Bier“ zu bezeichnen. Mit anderen Worten, mitunter ist der Geschmack echt nicht das, was wir hier in Deutschland unter Bier verstehen. Nicht anders ist es mit dem Alkoholgehalt. Sind wir in Deutschland einen Gehalt von 5,5 % und aufwärts gewöhnt, haben die schwedischen Biersorten 2,5 und 3 %. Da braucht´s einiges, um Wirkung zu zeigen. Man bekommt natürlich auch etwas stärkere Sorten – so etwa 4,5 % - dieses „Starköl“, wie es in Schweden genannt wird, gibt´s aber nur in Restaurants. Daher auch unser Entschluss, uns in einem solchen niederzulassen. Hängen geblieben sind wir dann schließlich im &lt;a href="http://www.barcelonabar.com/"&gt;Restaurant „Barcelona“&lt;/a&gt;, ebenfalls in der Drottninggatan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtw5y9PnkI/AAAAAAAAADk/FboALQGKMTM/s1600-h/Restaurant+Barcelona+Stockholm2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJtw5y9PnkI/AAAAAAAAADk/FboALQGKMTM/s320/Restaurant+Barcelona+Stockholm2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231899530354466370" /&gt;Restaurant Barcelona&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJt8Ntb3oeI/AAAAAAAAAEc/2p3QD6g5Gz4/s1600-h/DSC01858.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJt8Ntb3oeI/AAAAAAAAAEc/2p3QD6g5Gz4/s320/DSC01858.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5231911967097594338" /&gt;Tobi beim "Starköl"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch der Hunger meldete sich so langsam aber sicher. Und in einer Wirtschaft mit spanischem Namen sollte es ja nicht so schwer sein, in der Menükarte etwas Passendes zu finden. Da sind wir aber wirklich mit total falschen Vorstellungen an die Sache heran gegangen. Bei der netten Kellnerin eine Menükarte zu ordern, war in diesem Fall noch das einfachste. Aber die Möglichkeiten, daraus auch etwas zu bestellen, waren gering. Die Menübezeichnungen – leider alle ausschließlich in Schwedisch und Spanisch – ließen teilweise nur schwer erahnen, was sich dahinter verbarg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMIzm9vS7aI/AAAAAAAAAGM/G-TJlD21by0/s1600-h/Restaurant+Barcelona+Speisekarte.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMIzm9vS7aI/AAAAAAAAAGM/G-TJlD21by0/s320/Restaurant+Barcelona+Speisekarte.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242809660713659810" /&gt;...wie kann man da was bestellen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Gericht, was wir uns bestellten, schmeckte zwar nicht schlecht, konnte aber unseren Hunger nicht im Geringsten stillen. Da wir ja weder der schwedischen noch der spanischen Sprache mächtig waren, konnten wir ja auch nicht wissen, dass wir uns hier für eine Vorspeise entschieden hatten. Man hätte halt doch mal ins Wörterbuch schauen sollen.&lt;br /&gt;„Weist was – da drüben die Gäste da an der Tür haben grad ihr Essen bekommen. Sieht verdammt reichlich aus. Ich geh jetzt auf Toilette und im Vorbeigehen schau ich da einfach mal drauf.“ Mit diesen Worten war ich dann auch schon fast in der Wirtschaft verschwunden. Mir war das im Moment eigentlich ganz egal, was andere dabei dachten. Wichtig war einzig, dass wir was Ordentliches zu Essen hatten. „Sieht aus wie so ne Art Paella, sind jedenfalls so Krabben mit drauf, Reis – was meinst Du?“ Ich hatte meine Frage noch gar nicht richtig zu ende gesprochen, da war Tobi auch schon dabei, die Kellnerin heranzuwinken und mit Fingerzeig auf den Tisch an der Tür bestellten wir dann „The same…..“ also dasselbe, was diese Gäste verspeisten. Hat zwar ne Weile gedauert, bis die Kellnerin begriffen hatte, was wir denn eigentlich wollten, aber sie ging dann doch vor sich hin schmunzelnd in den Office und nach guten 20 Minuten hatten wir die gleichen Portionen vor uns stehen als unsere Nachbarn. Was die Dame bei unserer Art zu bestellen dachte, hätte mich schon brennend interessiert…. Satt geworden sind wir jedenfalls und geschmeckt hat es mehr als gut. Der Gesamtpreis für diesen Restaurantbesuch war allerdings dann auch nicht zu verachten :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut zwei Stunden haben wir in diesem gemütlichen Lokal zugebracht, mehrere wirklich gut schmeckende „Starköl“ getrunken und über Gott und die Welt debattiert. Es war auch gut so, dass wir uns an diesem Bier etwas reichlicher bedient hatten. Wir sollten erst bei unserem Aufenthalt in Stockholm unmittelbar vor unserem Heimflug wieder ein so gutes Bier bekommen. An das EM-Endspiel, was wir uns eigentlich anschauen wollten, hatten wir schon lange nicht mehr gedacht. Es wurde zwar in der Wirtschaft auf einem Bildschirm übertragen aber uns war unser eigenes Gespräch um vieles wichtiger und erst ein Torschuss brachte uns dieses Spiel wieder ganz kurz in Erinnerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser erste Abend in Stockholm wurde dann doch etwas länger als vorgesehen, da unser Rückweg zum Hotel uns über Straßen führte, die wir hinzu nicht passiert hatten. Oder mit anderen Worten – wir haben uns reichlich verlaufen. Ob das dem Bier zuzuschreiben war? Keine Ahnung…. Irgendwann sind wir jedenfalls wieder in Nähe des Hauptbahnhofes eingetroffen und der Weg von da zum Hotel war ja bekannt. Vorher gab es aber noch eine kleine Foto-Session. Der Anblick eines nächtlich voll beleuchteten Bahnhofsgeländes hat etwas ganz eigenes an sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJ9J-FlSJ0I/AAAAAAAAAEk/AoHssnt-6mQ/s1600-h/DSC01860.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJ9J-FlSJ0I/AAAAAAAAAEk/AoHssnt-6mQ/s320/DSC01860.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5232982623027078978" /&gt;Stockholm Bahnof gegen 0:00 Uhr&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJ9J-sCAaiI/AAAAAAAAAEs/ZL5WwaRjLm0/s1600-h/DSC01862.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SJ9J-sCAaiI/AAAAAAAAAEs/ZL5WwaRjLm0/s320/DSC01862.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5232982633348098594" /&gt;Stockholm Bahnof gegen 0:00 Uhr&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du – ich habe Hunger.“ Diese Aussage von Tobi kam mir gar nicht überraschend. Mir ging es selber nicht anders. Es muss so gegen 00:15 gewesen sein, als wir wieder in unserem Hotel ankamen und der nächtliche Marsch durch Stockholm hatte natürlich auch seine Energie gefordert. Die letzte Mahlzeit lag auch schon um einiges zurück. „Und was gibt’s zu nächtlicher Stunde?“ Meine Gegenfrage entlockte Tobi ein total verschmitztes Lächeln, andererseits aber auch ein gespielt-ratloses Schulterzucken. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flecke"&gt;„Flecke?“&lt;/a&gt; Meine Frage nach dem „was gibt’s?“ hätte ich mir sparen können, wusste ja auch so, worauf der Kerle raus wollte. Wir hatten ja schon weit vor unserer Tour in der Firma jeder eine Portion dieser Sachsen-Flecke gegessen. Irgendwie hatte ich damit genau seinen Geschmack getroffen und diese wie auch die Schlachtplatte oder die Pferdebuletten hatten bei ihm den Wunsch nach mehr ausgelöst. „Bin ich dabei….“ Und mit diesen Worten hatte ich auch schon eine der Dosen aus dem Rucksack geholt um diese in der Mikrowelle, welche in dem kleinen Frühstücksraum zur allgemeinen Nutzung bereit stand, zu erwärmen. Die Nacht um halb eins saßen wir so jeder bei einer Portion dieser Innereien. Es sollte aber nicht bei dieser einen Dose bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gegen halb zwei am Morgen sind wir dann endlich in unsere Betten gekrochen. Es wurde auch höchste Zeit denn um 6:30 Uhr sollte diese Nacht schon wieder ihr Ende finden. „Willst Du eigentlich oben schlafen? Oder soll ich…….?“ Mit einem schelmischen Lächeln stand Tobi so fragend vor mir. „So wie du grad guckst hast du doch schon wieder irgendwelchen Scheiß im Hinterkopf. Lass mal – jetzt hab ich mich schon mit dem Beziehen der Bettdecke da oben rum gequält. Da krieche ich jetzt auch da rauf.“ Schon war auch diese Frage geklärt.&lt;br /&gt;Aber ich hätte mich besser anders entscheiden sollen. Rauf und auch wieder runter kam ich zwar über die Hühnerleiter, aber ich kam mir da oben vor wie in einer Konservendose. Drehen konnte ich mich grade noch. Jedoch war an ein aufrichten oder gar Sitzen nicht zu denken. Das Oberbett war dermaßen nahe an der Decke, dass ich mich quasi rein und raus rollen musste. Und ich bekam diesen Missstand auch am nächsten Morgen noch mal zu spüren, als ich, beim Versuch aufzustehen, unwillkürlich mit dem Kopf gegen die Decke schlug. Mit einem Fluch auf den Lippen war ich im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig munter :-). Tobi bekam davon allerdings nichts mit. Er schlief noch total fest und erwachte erst vom Knarren der Zimmertür, als ich schon vom Duschen zurück kam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-3632211969653550618?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3632211969653550618'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3632211969653550618'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/erste-schritte-auf-schwedischem-boden.html' title='Erste Schritte auf schwedischem Boden'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJeFfY8ZdzI/AAAAAAAAACg/xjcnOQuy1V4/s72-c/DSC01847.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-3932716917001773222</id><published>2008-08-03T13:13:00.000-07:00</published><updated>2009-04-02T15:44:13.232-07:00</updated><title type='text'>Na dann guten Flug</title><content type='html'>Es ist jetzt endlich Sonntag, 29.06.2008. Wie lange haben wir beide uns auf diesen Tag gefreut. Geschlafen habe ich fast nicht. Und wie sich später herausstellte, ging es meinem Wanderkameraden nicht anders. Auch er hatte fast kein Auge zu getan. Bärbel hatte mich noch zum Flughafen gebracht und Tobias wurde von seinem Vater kutschiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 10:30 trafen wir uns jedenfalls wie vereinbart am &lt;a href="http://www.alitalia.com/DE_DE/Images/stoccarda_267x267_tcm19-14856.gif"&gt;Terminal 3&lt;/a&gt; des Flughafens Stuttgart. Eine ganz kurze Suchaktion per Handy war allerdings noch notwendig, da wir uns in dieser Menschenmenge doch leicht verfehlt hatten.&lt;br /&gt;„Wie geh´n wir´s an?“ Nach kurzem Begrüßungsritual stellten wir fast gleichzeitig diese Frage in den Raum. „Ich würde sagen, wir gehen gleich erst zum Check-In. Wir wissen nicht, wie langwierig die Sache sich gestaltet durch unsere Rucksäcke. Die gelten bestimmt als Sperrgepäck.“ Tobi: „OK. Dann ist das wenigstens erledigt und wenn noch Zeit sein sollte, geh´n wir halt noch was essen oder so.“ Gesagt und getan. Wir stellten uns also wie am Vortag nochmals am Schalter an. Nur ein Schalter offen und vor uns vielleicht an die 20 Fluggäste. Ich merke schon wieder, wie ich anfange zu schwitzen. Und das ist bestimmt nicht nur der hohen Temperatur in den Abfertigungshallen geschuldet. Ich will hier einfach nur raus! Mir stinkt die Warterei und Tobi geht´s nicht anders. Es vergehen allerdings kaum fünf Minuten und es wird der nebenan liegende Schalter mit geöffnet. Gleichmäßig verteilen sich nun die wartenden Fluggäste an beide Schalter und es geht relativ zügig voran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorn angekommen registriere ich erst mal mit Genugtuung, dass nicht die extrem freundliche Dame vom Vortag im Office sitzt. In diesem Fall hätte ich sogar nochmals Wartezeit in Kauf genommen, um an einem anderen Schalter bedient zu werden. So aber ging alles reibungslos voran. Oder besser – fast reibungslos. Denn eine Nuss hatten wir ja noch zu knacken. Nachdem Ausweise und Flugbuchungen kontrolliert und für gut befunden worden waren und die Bordkarten gedruckt waren, ging es ans Wiegen des Gepäcks. Uns war von vornherein klar, dass wir über der Vorgabe von 25kg je Passagier lagen, hatten aber insgeheim gehofft, dass, da wir ja gemeinsam reisten, die Gesamtmenge berechnet und somit ein etwas geringeres Übergepäck in Rechnung gestellt werden würde. Aber da hatten wir, wie man so schön schlau sagt, die Rechnung ohne den Wirt oder besser ohne die Mitarbeiterin im Office gemacht. Fein nach Vorschrift wurde jedes Gepäckstück einzeln gewogen. Als ich meinen Rucksack auf der Waage hatte, schaute ich erst mal etwas erschrocken zu Tobi. Dessen Blick versprühte auch nicht grade Begeisterung. „27 kg – hätte ich echt nicht gedacht, das es doch so viel sind.“ „Na wart´s mal ab, bis ich meinen auf der Waage habe. Das sind nicht viel weniger.“ meinte er schon etwas verunsichert. Und er sollte Recht behalten. Stolze 25 kg waren es auch bei ihm. Schlappe 28,- EUR sind wir hier schon los geworden. Aber was soll´s, wir hätten auf nicht ein Stück mehr im Rucksack verzichten können. Also ab zur Kasse. Bevor der geforderte Betrag nicht gezahlt ist, können wir unsere Bordkarten nicht erhalten. Und ohne diese kein Flug – so ist das nun mal.&lt;br /&gt;„Geben Sie dann bitte ihre Rucksäcke am Sperrgepäckschalter ab. Sie wissen, wo der ist?“ Die nette Dame im Office hätte uns noch erklärt, wo wir hin müssen. Durch mehrfache Flüge von Stuttgart aus wusste ich aber, wo wir diesen Schalter finden würden und lehnte daraufhin die Hilfestellung dankend ab.&lt;br /&gt;Besser wäre aber mit Sicherheit gewesen, ich hätte es mir noch mal erklären lassen. Denn die Betonung liegt hier wirklich auf „wusste“. Ich wusste – gar nichts. Hatte nämlich nicht bedacht, dass sich insbesondere Terminal 3 seit längerer Zeit im Umbau befindet. Manches war halt dadurch nicht mehr so wie es vorher war. Und damit gab es auch den Weg zum gewünschten Sperrgepäckschalter nicht mehr. Aber ich hatte zumindest die Richtung noch etwa im Kopf und wir mussten nicht lange suchen.&lt;br /&gt;Dieser Check-Point unterscheidet sich im Wesentlichen nur durch die Größe der Kontrollgeräte, welche eben auf das Röntgen von Sperrgepäck dimensioniert sind. Ansonsten ist das Prozedere das gleiche wie an den normalen Gepäckschaltern.&lt;br /&gt;Den ersten Rucksack (meinen) also auf´s Band gewuchtet und ab ging die Tour in die Durchleuchtung. Den hochamtlichen Blick des Zollbeamten werde ich so schnell nicht vergessen, als er am Transportband den Rückwärtsgang einlegte, mein Rucksack plötzlich wieder vor mir lag und er uns eröffnete, was wir beide sowieso schon wussten und was eigentlich vorab auch schon unsere größten Bedenken auslöste. Der Benzin-Campingkocher! „Sie haben einen Campingkocher im Rucksack? Den hätte ich mir gerne näher angesehen.“ Freundlich war er ja, das muss man ihm lassen. Dennoch – ich hätte ihn lynchen können. Weis der eigentlich, wie viel Aufwand es war, die Rucksäcke so zu packen, dass alles am richtigen Platz war und alles stimmte? Und jetzt sollte ich diesen Rucksack wieder auspacken, nur dass er sich unseren Campingkocher ansehen konnte. Aber es hätte nichts geholfen. Er hatte den längeren Arm und die Sicherheitsbestimmungen an Flughäfen sind extrem streng. Und wenn wir dieser Aufforderung nicht nachgekommen wären – was hätte es uns gebracht. Also widerwillig den Rucksack wieder geöffnet und den Kocher ausgepackt. Nervös wie ich war brachte ich natürlich weder die Verschnürung des Rucksackes noch die Hülle des Kochers gleich auf. Tobi meinte nur noch: „Bleib doch ruhig….“ Das war aber leichter gesagt als getan. Ich hasse solche Situationen.&lt;br /&gt;Eingehend wurde das Gerät inspiziert und ein leichter Benzingeruch lag in der Luft, als der Tank des Kochers geöffnet wurde. Nach intensivem drehen und schütteln des Kochers hatte es aber auch der Zollbeamte begriffen, dass der Tank leer war.&lt;br /&gt;„Sie haben aber auch noch Gaskartuschen im Gepäck. Die sind sowohl im aufgegebenen Gepäck als auch im Handgepäck verboten.“ „Das sind Konservendosen, was Sie da auf dem Röntgenbild gesehen haben“ versuchte ich ihm zu erklären. Ich wusste ja, dass es sich hier nur um die drei 400g-Dosen Sachsen-Flecke handeln konnte, welche im Röntgenbild sichtbar wurden. „Das ist ein Benzinkocher. Da gibt es keine Gaskartuschen.“ Tobi versuchte dies dem Beamten klar zu machen, während ich schon dabei war, das untere Fach des Rucksackes zu öffnen und eine der Dosen auszupacken. „Sie wissen doch, dass Sie keine Gaskartuschen transportieren dürfen.“ Ich schaute mich kurz um zu Tobi und musste mir auf Grund der schwerfälligen Denke des Beamten das Lachen verkneifen. Tobis Gesichtsausdruck ließ allerdings keinen Zweifel offen, dass eines jetzt gleich explodieren würde. Entweder der Benzinkocher oder er.&lt;br /&gt;Nachdem nun der Kollege vom Band die Konservendosen auch als solche identifiziert hatte, war dann wieder packen angesagt und unsere Rucksäcke verschwanden vorerst im nichts. „Ich hoffe nur, dass die auch dort ankommen, wo wir in gut drei Stunden sind.“ „Da hab´ ich nach diesem Erlebnis so meine Zweifel.“ entgegnete ich ihm. Da wir beide morgens noch nichts gegessen hatten und die Zeit bis zum Flug noch ausreichend war, begaben wir uns samt unserer nun doch erhaltenen Bordkarten und um vorerst gut 50kg leichter auf den Weg in Richtung &lt;a href="http://www.pizzahut.de/"&gt;Pizza-Hut&lt;/a&gt;…………&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;Um 12:10 mussten wir am Gate sein. Um diese Zeit begann, wenn die Maschine rechtzeitig startklar war, das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boarding"&gt;Boarding&lt;/a&gt;. Vorher war die obligatorische Leibesvisitation noch angesagt. Allein schon durch meine Gürtelschnalle und meine Halskette reagierte natürlich der Metalldetektor sofort, was eine intensivere Untersuchung zur Folge hatte. Aber was hätte man bei mir schon finden sollen. Außerdem hatten wir beide ja außer jeder seine Fotokamera, den Wechselobjektiven und unseren Mobiltelefonen nichts mehr dabei. Es schien also alles OK.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten, um Gepäck zu sparen, für den Flug schon unsere Wanderstiefel angezogen. Und Tobi hatte leider das Pech, dass er angewiesen wurde, seine Schuhe zur Kontrolle auszuziehen. Nun hatte es aber an diesem Tag wie schon erwähnt sehr hohe Temperaturen. Und wie sich dies trotz aller Hygiene auf Füße in hohen Wanderstiefeln auswirkt, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Tobi hatte jedenfalls seine Stiefel schneller wieder an als er sie ausgezogen hatte. :-) „Sind wohl echte Wanderstiefel?“ hörte ich den Beamten nur noch fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Froh, auch diese letzte Hürde genommen zu haben und im Niemandsland – scherzhaft nenne ich den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Duty_Free"&gt;Duty-Free-Bereich&lt;/a&gt; meist so – angekommen zu sein, begaben wir uns zu dem auf den Bordkarten ausgewiesenen Gate. An zusammen liegende Sitzplätze zum warten war, obwohl wir fast eine Stunde vorab da waren, natürlich nicht mehr zu denken. In verschiedenen Reihen auf je einem Platz hätten wir schon sitzen können, wollten wir aber nicht. Dann hätte jeder nur seinen Gedanken nachgehangen. Und so sind wir dann im Wartebereich auf und ab marschiert, um unsere innere Unruhe etwas abzubauen.&lt;br /&gt;Da die einzelnen Gates nicht gegeneinander abgeschottet sind, hatten wir natürlich auch Zugang zu Bereichen, in welchen die Passagiere für andere Flüge schon warteten. Und ich schau mich so um und denke noch so bei mir „Das Mädel kennst du doch irgendwo her.“ als Sie mich auch schon entdeckt hatte. Sie schien aber auch nicht so richtig zu wissen, wo sie mich einzuordnen hatte. War es doch tatsächlich eine frühere Arbeitskollegin mit welcher ich vor etwa 8 Jahren zusammen tätig war. Sie war auf dem Weg nach Griechenland – ihrer Heimat. Wir sind noch ein wenig in´s Gespräch gekommen. Das meiste war allerdings nur belangloses Zeug. Hat sie dann doch noch den Tobi für meinen Sohn gehalten. Klar vom Alter her ist das ja auch gar nicht so abwegig. Und sie kannte zwar meine Jungs aber daran erinnern konnte Sie sich verständlicherweise nicht mehr.&lt;br /&gt;Ich hatte ihr dann noch erzählt, auf welchem Weg wir uns befanden. Vollkommen unverständlich war ihr allerdings, dass ich nicht mit Familie unterwegs war. Nun gut – ich hatte aber auch nicht das geringste Bedürfnis, hier noch andere über meine derzeitige familiäre Situation aufzuklären. Das hätte mich selbst erst wieder in Missstimmung gebracht. Und dazu war mir die Zeit, welche wir für unseren Urlaub hatten, einfach zu kostbar. Ich wollte daran jetzt einfach nicht denken und dieses Thema während der kommenden drei Wochen so weit als irgend möglich verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZHcbd3cxI/AAAAAAAAABc/hN9_jspNpok/s1600-h/20040701_MD82_SAS.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZHcbd3cxI/AAAAAAAAABc/hN9_jspNpok/s320/20040701_MD82_SAS.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230446570972345106" /&gt;...nicht unsere Maschine...aber ein gigantisches Foto&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Für die Genehmigung zur Veröffentlichung besten Dank an Herrn Grand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Aufruf, dass sich alle Passagiere des Fluges nach Stockholm bitte am Gate einfinden möchten, ließ unser Gespräch dann einen ganz kurzfristigen Abschluss finden. Unsere Maschine war also bereit, die Passagiere aufzunehmen und das Boarding als solches ging dann auch relativ zügig und schon 20 Minuten später hätten wir wie Reinhard Mey singen können: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein……….“ Fast wolkenloser Himmel und Plätze in Fensternähe bescherten uns einen Ausblick, der seinesgleichen sucht. Für uns beide war ja der Blick auf Mutter Erde aus dieser Höhe nichts Ungewöhnliches mehr. Aber auch ich kann mich nicht erinnern, jemals auf einem Flug derart gutes Wetter gehabt zu haben. Tja – wenn Engel reisen….. :-). Zur privaten Erinnerung an dieses Erlebnis haben wir natürlich unsere Kameras hier schon in Betrieb gehabt. Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen diese Fotos aber hier im Bericht nicht erscheinen. Schade.&lt;br /&gt;Ansonsten verlief dieser Flug wie meine anderen vorher auch schon. Unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse. Sicherheitshinweise vom Bordpersonal, Snack-Angebot, Getränke, Hinweise auf den Bordshop, wo man doch angeblich soooo günstig einkaufen könne. Commerz von A-Z. Also wie gesagt - reichlich 2 Stunden Flug mit einer &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_737-700"&gt;Boeing 737-700&lt;/a&gt; in durchschnittlich 9000m Höhe über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrzburg"&gt;Würzburg&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hof_(Bayern)"&gt;Hof&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin"&gt;Berlin&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wStockholmikipedia.org/wiki/Hamburg"&gt;Hamburg&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kopenhagen"&gt;Kopenhagen&lt;/a&gt; nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm"&gt;Stockholm&lt;/a&gt;, in denen wir es sogar geschafft haben, mal kurz abzunicken. Das ist in der Economie-Klasse auf Grund der doch recht engen Sitzpositionen meist nur schlecht möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZHczv7J5I/AAAAAAAAABk/BK0HqaJlLL0/s1600-h/Arlanda7.bmp"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZHczv7J5I/AAAAAAAAABk/BK0HqaJlLL0/s320/Arlanda7.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230446577490536338" /&gt;Flughafen Arlanda&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst bei der Landung in Arlanda hatte der Pilot noch mal alles gegeben. Ganz sauber aufgesetzt hat er den Riesenvogel. Das sind schon Künstler. Und ich hatte nicht den geringsten Druck auf den Ohren – eine Begleiterscheinung, mit welcher ich bei sonstigen Flügen eigentlich immer zu kämpfen hatte und wo mitunter noch bis zu zwei Tage nach dem Flug Probleme auftraten.&lt;br /&gt;So nach und nach konnten wir dann die Maschine verlassen. Und nachdem wir im Terminal eingetroffen waren und ich die ersten Hinweise in schwedischer Schrift und Sprache wahrgenommen hatte, begann ich so langsam zu realisieren, wo ich mich hier eigentlich befand. Es war einer meiner größten Wünsche in Erfüllung gegangen. „Hey Tobi – Schweden.....“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZIG9eSqjI/AAAAAAAAABs/_kEydz9xNNk/s1600-h/iStock_Flagge_Schweden.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZIG9eSqjI/AAAAAAAAABs/_kEydz9xNNk/s320/iStock_Flagge_Schweden.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230447301655439922" /&gt;die Schweden haben einen ausgeprägten Nationalstolz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr zu sagen war mir in diesem Moment nicht möglich aber auch nicht notwendig. Tobi lachte nur zurück und wir beide verstanden uns sowieso ohne große Worte. Und wir wussten auch so, was dieser Moment für eine Bedeutung hatte. Tobi kannte das ja alles schon, von daher war er, obwohl Schweden ihm auch viel bedeutet, natürlich nicht so aufgewühlt wie ich. Zumindest machte er auf mich noch einen relativ ruhigen und gelassenen Eindruck.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-3932716917001773222?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/3932716917001773222/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=3932716917001773222' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3932716917001773222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3932716917001773222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/na-dann-guten-flug.html' title='Na dann guten Flug'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJZHcbd3cxI/AAAAAAAAABc/hN9_jspNpok/s72-c/20040701_MD82_SAS.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-1750974954128279599</id><published>2008-08-03T12:00:00.001-07:00</published><updated>2008-09-04T14:03:31.865-07:00</updated><title type='text'>Packen ist angesagt</title><content type='html'>Samstag, 28.06.2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Packen war angesagt und wir trafen uns wie vereinbart um 13:00 Uhr in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Stuttgart"&gt;Stuttgart am Flughafen&lt;/a&gt;. Parkhaus 10 hatten wir uns ausgesucht, da Tobias sich am Flughafen nicht so gut auskannte und dieses Parkhaus am einfachsten zu finden war. Außerdem war es an diesem Tag doch recht heiß und wir hatten vermutet, dass jetzt, da immer noch Vorsaison in der Reisebranche war, in diesem Parkhaus wohl doch in einer der  Etagen ein sonnengeschützter Platz zu finden sein sollte, auf welchem wir unser mitgebrachtes Equipment ausbreiten und in Ruhe unsere Rucksäcke packen konnten. Aber wir hatten nicht mit der ganzjährig andauernden Reiselust der Deutschen gerechnet. Das Parkhaus war fast voll belegt und letztlich mussten wir, da ein Ausweichen auf ein anderes Gebäude auf Grund der gekauften Parkkarten nicht mehr möglich war, doch mit einem „Platz an der Sonne“ auf dem Oberdeck vorlieb nehmen. Bei ca. 30°C in der prallen Sonne etwa 2 Stunden packen – da kommt Freude auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten unsere PKW unmittelbar aneinander geparkt, zwei große, alte Decken auf dem Boden ausgebreitet und die zu verpackenden Sachen darauf ausgebreitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYBA14L_QI/AAAAAAAAAA4/vo8Bk9oWjXQ/s1600-h/DSC01835.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYBA14L_QI/AAAAAAAAAA4/vo8Bk9oWjXQ/s320/DSC01835.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230369131211783426" /&gt;Unglaublich...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYCVEmpjMI/AAAAAAAAABA/nxBqYWhNt9I/s1600-h/DSC01836.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYCVEmpjMI/AAAAAAAAABA/nxBqYWhNt9I/s320/DSC01836.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230370578273766594" /&gt;...aber das alles...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYDqMxozWI/AAAAAAAAABI/HdICbsK75e4/s1600-h/DSC01837.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYDqMxozWI/AAAAAAAAABI/HdICbsK75e4/s320/DSC01837.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230372040756219234" /&gt;...sollte in unsere Rucksäcke passen...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das bekommen wir nie in diese beiden Rucksäcke. Niemals. Da müssen noch zwei Mann mitfliegen, wenn das alles mit soll….“ war meine erste Reaktion, als ich den Berg von Dingen vor uns liegen sah. „Das muss – egal wie.“ konterte Tobi. Dennoch schauten wir beide etwas irritiert über diese Mengen von Gegenständen. Ein fast gleichzeitiges Kratzen am Hinterkopf begleitete ein Aufeinandertreffen unserer etwas ratlosen Blicke und nach erster Sprachlosigkeit mussten wir dann lachen. „Ich rauch´ noch eine und dann gehen wir das Ding mal an.“ meinte Tobi und um noch eins oben drauf zu setzen gebe ich – wohl wissend, dass wir nur begrenzt Zeit haben zum packen - noch eine kleine Bemerkung von mir: „Der Check-In hat doch durchgehend offen falls wir das heute nicht mehr schaffen…..“. In aller Ruhe zündet sich Tobi seine Zigarette an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings sollte ich Recht behalten mit meiner Aussage. Da hatte sich mein Wander-Experte wohl doch etwas verschätzt. Obwohl die beiden Rucksäcke ein Volumen von zusammen 160 Litern hatten, war es trotz mehrerer Versuche und verschiedener Packtechniken nicht möglich, alles zu verstauen. Wir mussten also Abstriche machen. Nur wo und an welchen Gegenständen? Noch erschien uns keine der Sachen verzichtbar. Etwas missgelaunt – was aber nicht lange anhielt – kam von Tobi die Bemerkung: „Geht halt weniger Wäsche mit. Pro Woche eine Unterhose muss reichen.“ Und lachend fügt er noch hinzu „Wir werden sowieso stinken wie die Böcke. Aber wen stört`s? Sind eh für uns alleine.“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlussendlich hatten wir dann nach mehreren Entscheidungs-Debatten doch eine Anzahl Gegenstände ausgesondert, auf welche wir notgedrungen verzichten mussten. In erster Linie handelte es sich dabei um Lebensmittel, Schuhe und Wäsche, welche wir wieder mit heim nahmen. Lebensmittel konnten wir in Schweden nach Bedarf kaufen. Aber Wäsche? Wir werden sehen, wie wir auskommen. Ändern können wir es jetzt eh nicht mehr. Andererseits wäre ein Verzicht auf andere Gegenstände wie warme Kleidung, Zelt oder andere gar nicht möglich gewesen. „Wie viel war das eigentlich an Gepäck, was wir frei mitnehmen dürfen?“ fragte Tobi so zwischendurch einmal leicht irritiert. „Nun lass dir mal keine grauen Haare wachsen. Sind 25kg pro Nase. Und die müssen wir erst mal zusammen bekommen.“ Hier sollte mir aber dann am Check-In bewusst werden, dass diesmal ich mich verschätzt hatte, was eigentlich 25 kg sind und wie schnell dieses Limit erreicht und überschritten ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYEtRCgL7I/AAAAAAAAABQ/LClWvjbgcCs/s1600-h/DSC01838.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYEtRCgL7I/AAAAAAAAABQ/LClWvjbgcCs/s320/DSC01838.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230373192951934898" /&gt;geschafft...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben es dann doch innerhalb des selbst gesetzten zeitlichen Limits von etwa 3 Stunden geschafft, fertig zu packen und es nahte der Moment, an welchem ich mir erstmalig den wirklich vollen Rucksack aufschnallte. Ich war ja durch meine weiter oben geschilderte Wanderung zum Aileswasensee schon etwas von einem schweren Rucksack gewöhnt. Aber was ich da jetzt auf meinen Schultern hatte, war doch noch etwas mehr. Im ersten Moment schnappte ich nach Luft und es kamen mir kurze Zweifel, ob ich dieses Monstrum wirklich 3 Wochen quer durch Südschweden schleppen wollte. Aber ein zurück gab es jetzt nicht mehr. „Da musst du jetzt durch.“ hörte ich nur so aus dem Hintergrund und als ich mich umdrehte, sah ich Tobi schmunzelnd hinter mir stehen. „Was schätzt du, was der an Gewicht hat?“ Ich hatte nicht die geringste Ahnung. Aber 25 kg waren das nach meinem Gefühl nicht nur. Da war mehr drin. „Wir werden ja gleich sehen, was er hat, wenn wir zum Check-In gehen.“ Diese Bemerkung von mir war auch gleichzeitig das Signal, uns mit den Rucksäcken auf dem Rücken zum für uns zuständigen Terminal zu begeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBMAdqMJpI/AAAAAAAAAFs/Hs89Bm6gQW8/s1600-h/sw001365.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBMAdqMJpI/AAAAAAAAAFs/Hs89Bm6gQW8/s320/sw001365.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242273537104553618" /&gt;auf dem Weg vom Parkhaus...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBMAsc299I/AAAAAAAAAF0/ouXDsLPuDqQ/s1600-h/sw001366.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBMAsc299I/AAAAAAAAAF0/ouXDsLPuDqQ/s320/sw001366.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242273541075171282" /&gt;...zum Terminal&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch kurz die Autos verschlossen und ab ging es. Als wir am Aufzug ankamen, bemerkte ich nur noch, dass ich die Flugunterlagen, welche ich während des Aufschnallens des Rucksacks auf dem Autodach abgelegt hatte, in der Aufregung dort habe liegen lassen. Also noch mal zurück, die Sachen geholt und dann stehen wir etwa 10 Minuten später in der Warteschlange im Terminal 3 um unseren Chek-In durchzuführen und die Rucksäcke schon abzugeben. Etwa 20 Minuten stehen wir so in der Reihe. Eine drückende Schwüle in der Abfertigungshalle macht dieses Warten nicht grade angenehmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBM0jEbySI/AAAAAAAAAF8/jR8DnO-Cuu4/s1600-h/sw001367.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMBM0jEbySI/AAAAAAAAAF8/jR8DnO-Cuu4/s320/sw001367.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242274431910005026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Für den Flug morgen nach Stockholm gibt’s aber keinen Vortag-Check-In“. Mit dieser lustlosen Bemerkung lässt uns dann die Mitarbeiterin am Schalter abblitzen, nachdem wir unsere Flugunterlagen und Personalausweise zur Kontrolle vorgelegt hatten. So langsam kocht´s in mir und ich bin echt am überlegen, ob ich  explodieren oder doch lieber ruhig bleiben soll. Klar – letztlich ist es unsere eigene Schuld. Weder Tobias noch mir war beim Studium der Flugbedingungen aufgefallen, dass für Flüge, welche nach 12:00 Uhr gehen, kein Vorabend-Check-In vorgesehen ist. Und unser Flug geht morgen 12:40. Genau diese beiden Tatsachen bestätigt uns die Mitarbeiterin in barschem Ton. Es ist ja weniger der Fehlversuch, welcher mich jetzt nervt als mehr die Art und Weise, wie man uns das sagt. „Sie können ja da vorn am Schalter mal fragen, ob dieser Mitarbeiter ne Möglichkeit sieht und eine Ausnahme macht.“ Sie verweist uns an den ersten Schalter in dieser Reihe. Sprach´s und wendet sich dem nächsten Kunden zu ohne uns noch weiter zu beachten. Also begeben wir uns in der Hoffnung, unser Vorhaben doch noch realisieren zu können, an diesen Schalter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hier ist aber geschlossen. Sie werden hier nicht abgefertigt….“ Leckt mich doch alle mal am A… denke ich noch so bei mir, bringe aber dann doch noch meine Bitte um Hilfe zum Ausdruck. „Wir können da leider keine Ausnahmen machen. Ich bitte Sie, morgen zeitig genug da zu sein und einzuchecken.“ Na das ist doch wenigstens mal eine Antwort, die auf kundenfreundliches Benehmen schließen lässt. Wenn diese Antwort uns auch nicht zufrieden stellt und unser Problem nicht löst, müssen wir dennoch unverrichteter Dinge wieder abziehen. Wir trotten also zurück ins Parkhaus, laden unsere Rucksäcke ins Auto und verabreden uns dann noch für den nächsten Tag um 10:30 am Terminal 3. Wir wollen uns einfach genügend Zeit geben. Man kann nie wissen, wie intensiv wir bei den derzeitig gültigen scharfen Sicherheitsbestimmungen kontrolliert werden. Und wir können kein Risiko eingehen. Leicht angesäuert bezahlen wir noch jeder die nicht niedrigen Parkgebühren und auf der B27 am &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Echterdinger_Ei"&gt;Echterdinger Ei&lt;/a&gt; trennen sich dann für heute unsere Wege. Tobi fährt noch Richtung Stuttgart, hat da noch was zu erledigen  und ich biege ab Richtung Esslingen……..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-1750974954128279599?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/1750974954128279599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=1750974954128279599' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/1750974954128279599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/1750974954128279599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/packen-ist-angesagt.html' title='Packen ist angesagt'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJYBA14L_QI/AAAAAAAAAA4/vo8Bk9oWjXQ/s72-c/DSC01835.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-3913210205429684249</id><published>2008-08-03T11:37:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T23:43:11.950-07:00</updated><title type='text'>Der Countdown läuft</title><content type='html'>Donnerstag, 19.06.2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit langem schon habe ich auf meinem PC diesen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Counter"&gt;Counter&lt;/a&gt; mitlaufen, welcher mir sekundengenau anzeigt, wie viel Zeit noch bleibt bis zu unserem Abflug nach Stockholm. Betitelt habe ich diesen „_Fly_Away_To_Arlanda_“ und die Ablaufzeit auf 29.06.2008 12:40 gesetzt. Ein wenig verrückt ist ja wohl jeder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX76zm2P3I/AAAAAAAAAAo/-X7Cm7JsRx0/s1600-h/12010000.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX76zm2P3I/AAAAAAAAAAo/-X7Cm7JsRx0/s320/12010000.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230363529964830578" /&gt;Damit habe ich die Zeit rückwärts laufen lassen :-)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch nie habe ich einen Urlaub so herbei gesehnt wie diesen und mit Freunden, Bekannten und Kollegen der Art oft über eine Reise und deren Vorbereitungen gesprochen. Selbst in der Kundschaft war nun teilweise bekannt, was wir beide vorhatten. Die Meinungen darüber gingen auch hier weit auseinander, reichten praktisch von hilfreichen Ratschlägen über Wünsche für gutes Gelingen bis hin zu totalem Unverständnis und Ablehnung. Mit Ausnahme einer Erkrankung oder ähnlichem hätte uns aber jetzt nichts mehr von unserem Vorhaben abhalten oder abbringen können.&lt;br /&gt;In der Mittagspause kam Tobi heute noch einmal in Sachen Verpflegung auf mich zu. „Ich werd´ mal doch noch Trockenfutter versorgen, was wir zumindest für die ersten Tage mit on Tour nehmen können.“ Erst war mir nicht richtig klar, was er damit meinte. Also habe ich mich, da ich wusste, dass er einen Großteil der Ausrüstung über &lt;a href="http://www.globetrotter.de/de/shop/rubrik.php?k_id=1213&amp;hot=0"&gt;Globetrotter&lt;/a&gt; bestellt, auf diese WEB-Seite begeben und mir mal das Angebot an Lebensmitteln angeschaut, welche für die Outdoor-Küche angeboten werden. Die Auswahl ist nicht zu verachten, reicht von einfachen Müsliriegeln über Gewürze und Getränke, Brot in Dosen bis hin zu gefriergetrockneten Suppen, einzelnen Fleischkomponenten und kompletten Fertiggerichten. Vorgefertigte Bratkartoffeln, Rührei in Pulverform, Goulasch usw. ist alles zu haben. Natürlich hat das auch alles seinen Preis. Aber wir hätten sowieso niemals die komplette Verpflegung damit abgedeckt. Wäre rein vom Gewicht her schon unmöglich gewesen. Es sollte also tatsächlich nur eine Erstversorgung bzw. eine Notfall-Ration besorgt werden, welche uns für den Fall der Fälle für ein bis zwei Tage die Ernährung minimal absichern sollte. Ich habe Tobi dann die Qual der Wahl überlassen. „Ich bin nicht wählerisch, was das Essen betrifft und die Sachen hören sich alle recht gut an. Ob´s auch so schmeckt, muss man sehen. Nur verschon’ mich bitte mit Joghurt oder Süßspeisen in Pulverform. Die esse lieber frisch und verzichte hier gerne drauf.“ Ich weiß, dass Tobi gerne mal so Sachen wie Grießbrei oder Mousse au Chocolate isst. Das konnte ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, mir z.B. einen Joghurt aus Pulver und mit Wasser selber anzurühren. Obwohl – probieren sollte man eigentlich alles mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag, 22.06.2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Güte – wie schnell war die Zeit weg von der ersten Ansprache eines gemeinsamen Urlaubs bis heute. Die gesamte Planung und Vorbereitung hat ein reichliches halbes Jahr in Anspruch genommen. Sicher hätte man das ganze auch in kürzerer Zeit erledigen können. Abgesehen von dem günstigen Flugpreis, den wir durch das zeitige Buchen erhalten haben, wollten wir uns aber auch bewusst Zeit lassen und uns nicht unter Druck setzen. Mehrfach sind wir in der letzten Zeit unsere Checklisten gemeinsam durchgegangen. So können wir uns einigermaßen sicher sein, zumindest nichts Wichtiges vergessen zu haben. Ob es tatsächlich an dem ist, wird sich in knapp einer Woche erweißen. Dann wird gepackt. Ich werde noch drei Tage dieser kommenden Woche im Außendienst tätig sein. Da komme ich wenigstens gar nicht so sehr zum Nachdenken und zum zählen der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln"&gt;Hummeln&lt;/a&gt;, die wir in der Zwischenzeit beide im Hintern haben. :-) Am Samstag, 28.06.2008 werden wir uns treffen und gemeinsam die Rucksäcke packen. Diese Verfahrensweise macht sich einfach so notwendig, da doch jeder einen unterschiedlichen Anteil der Ausrüstung beisteuert und somit die Gewichtsverteilung auf beide Rucksäcke besser ausgeglichen werden kann. Gleichzeitig haben wir aber auch noch einmal die Möglichkeit, den Bestand an Ausrüstung zu prüfen. Anschließend werden wir gleich zum Check-In gehen und die Rucksäcke aufgeben. Somit entfällt schon ein Teil Stress am Reisetag.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Freitag, 27.06.2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Mittagspause fuhren wir beide in Leonberg – wie so manches Mal in der Vorbereitungsphase zu unserer Tour – noch einmal gemeinsam in eine Pizzeria. Wir wollten noch ein letztes Mal den Ablaufplan der ersten Tage (packen, Check-In, Flug, Ankunft in Schweden) durchgehen. Und dazu war einfach Ruhe notwendig und wir wollten die Kollegen nicht bei uns haben und ungestört sein, zumal in letzter Zeit auch wieder vermehrt Fragen von den Kollegen aufkamen.&lt;br /&gt;Im Laufe dieses Gesprächs wurden wir uns einig, dass wir die erste Nacht in Stockholm verbringen wollten. Zum einen hatten wir vor, auf unsere Ankunft und die gut gelaufenen Vorbereitungen uns ein (oder vielleicht auch zwei, drei, vier :-) ) Bier zu gönnen. Zum anderen war ja der 29.06.2008 auch der Tag des Finalspieles der Fußball-EM. Ich selbst bin ja kein Fußballfan aber Tobias wollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Und so beschlossen wir, uns ein Zimmer in einer Jugendherberge oder einem günstigen Hotel zu buchen, wo wir die Möglichkeit hatten, ein Fernsehgerät zu nutzen. Auf vielen Internetseiten werden diese Unterkünfte (Bed-and-Breakfast oder auch Vandrarhem, wie sie in Schweden genannt werden) in Mengen angeboten, wir mussten allerdings damit rechnen, dass wir gegebenenfalls mit mehreren anderen Personen in einem Mehrbettzimmer übernachten mussten, was uns aber für eine Nacht durchaus akzeptabel erschien. Allein die Kosten waren entscheidend. „Dann werde ich mal heute Abend schauen, dass ich noch eine Bleibe für uns organisiere. Wo woll´n wir denn unser preisliches Limit setzen?“ Mit dieser Frage wollte ich Tobi ganz einfach entscheiden lassen. Mir war zu diesem Zeitpunkt wohl klar, dass er keine hohen Ansprüche stellt, was die Ausstattung der Zimmer betrifft. Wie sein finanzieller Rahmen allerdings aussah, war mir nicht bekannt. „Du bist Finanzminister…“ gab er mir schmunzelnd den Ball zurück und so setzte ich mal etwas fragend einen Betrag von 30 Euro pro Person als Basis zur Diskussion ein. „Ist OK. Pass aber trotzdem auf, dass wir möglichst in Zentrum-Nähe unterkommen. Dann müssen wir unsere Rucksäcke nicht erst großartig durch die Stadt schleppen und haben´s am Montag morgen auch nicht so weit zum Bahnhof.“ „Man – wir sind noch nicht mal in Schweden und da machst du schon schlapp. Wirst deinen Rucksack noch ganz andere Strecken schleppen müssen….. Ich werd´ das Kind schon schaukeln.“ - gebe ich lachend zurück.&lt;br /&gt;Tatsächlich war es aber dann doch nicht ganz so einfach, etwas Passendes zu finden. Es hatte wohl genügend freie Angebote, aber fast alle zu teuer oder zu weit weg vom Bahnhof. Eine ganze Zeit habe ich suchen müssen, um eine Unterkunft zu finden, welche unseren Vorstellungen weitestgehend entsprach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX-clQQ5SI/AAAAAAAAAAw/cpWBKWHK45M/s1600-h/CityHotelStockholm.bmp"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX-clQQ5SI/AAAAAAAAAAw/cpWBKWHK45M/s320/CityHotelStockholm.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230366309250819362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ne kurze SMS rausgeschickt und auch der Vorgang war erledigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hi Tobi, &lt;a href="http://www.german.hostelworld.com/availability.php/CityhostelCentralStation-Stockholm-18098"&gt;Cityhotel Centralstation&lt;/a&gt; in Stockholm ist auf 17:00 Uhr am Sonntag gebucht. Etwa 60 Euro zusammen (DZ mit Stockbett)“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tobi darauf zurück: „Jepp – ist ok. Top – so langsam wird’s richtig gut. Ich werd nervös.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mir in diesem Moment ein Lachen nicht mehr verkneifen……….&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-3913210205429684249?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/3913210205429684249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=3913210205429684249' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3913210205429684249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3913210205429684249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/der-countdown-luft.html' title='Der Countdown läuft'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX76zm2P3I/AAAAAAAAAAo/-X7Cm7JsRx0/s72-c/12010000.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-2065016330172843191</id><published>2008-08-03T11:30:00.000-07:00</published><updated>2008-09-04T13:40:32.703-07:00</updated><title type='text'>Training, Training, Training</title><content type='html'>In Vorbereitung auf unsere „Big Tour“ habe ich natürlich einige Wanderungen in der näheren Umgebung des Wohnortes unternommen, von denn eine mit in dieses Reisetagebuch einfließen soll:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;31.05.2008 Wanderung zum &lt;a href="www.seen.de/seebi/seedetails/Aileswasensee"&gt;Aileswasensee&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ein geplanter, dienstlicher Wochenendeinsatz kurzfristig abgesagt worden war und ich daher diese Tage sowieso hätte allein verbringen müssen, da Eric mit dem Blasmusik-Orchester auf einem Probenwochenende unterwegs war, habe ich ganz einfach den Entschluss gefasst, das erste mal überhaupt mit voller Ausrüstung – also auch Schlafsack, ISO-Matte usw. auf Wanderschaft zu gehen.&lt;br /&gt;Dazu hatte ich mir im Internet ein Ziel gewählt. Einzige Bedingungen: An einem See sollte sich dieses Ziel befinden und es sollte in einer Entfernung von 20-25 km liegen. Also in etwa einer Distanz, welche wir für unsere Trekkingtour als tägliche Strecke abgesteckt hatten.&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang bin ich dann auf eine Web-Seite gestoßen, auf welcher in mühevoller Kleinarbeit &lt;a href="http://www.seen.de"&gt;viele Seen Deutschlands&lt;/a&gt; mit Lagebeschreibung, Anfahrts- oder Wanderwegen, Bademöglichkeiten, gastronomischer Versorgung usw. katalogisiert worden sind. Diese Seite ist echt eine Bereicherung und ich werde mich möglicherweise dort noch öfter informieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Wahl fiel dann auf den Aileswasensee, einem kleinen See in Ortsrandlage von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neckartailfingen"&gt;Neckartailfingen&lt;/a&gt;. Die Entfernung entsprach mit etwas mehr als 20 km genau meinen Vorstellungen. Gegen 12:00 Uhr zu Mittag bei strahlendem Sonnenschein führte mich meine Tour über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denkendorf_(W%C3%BCrttemberg)"&gt;Denkendorf&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuhausen_auf_den_Fildern"&gt;Neuhausen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfschlugen"&gt;Wolfschlugen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6tzingen_(Aichtal)"&gt;Grötzingen&lt;/a&gt; nach Neckartailfingen. 16:30 hatte ich dann mein Ziel erreicht. 4½ Stunden inklusive einer ½ Stunde Pause in Neuhausen – also etwa auf halber Strecke – ergeben eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 5 km / Stunde. Guter Schnitt also, dennoch bin ich erst mal über mich selber etwas erschrocken. Mir war nicht bewusst, dass ich mir selbst ein solches Marschtempo vorgegeben hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine erste Handlung nach Ankunft am See war natürlich, bei den verantwortlichen Mitarbeitern vorzusprechen. Dieses wäre nicht notwendig gewesen, wenn ich dort nur hätte Rast machen oder baden wollen. Da ich aber vorhatte, da am See oder in dessen Nähe zu nächtigen, erschien es mir schon wichtig, den „Instanzenweg“ einzuhalten. Keinesfalls wollte ich in Schwierigkeiten geraten oder Unstimmigkeiten hervorrufen, durch dass ich unerlaubt irgendwo mein Lager gerichtet hätte und gegebenenfalls dann durch Kontrollen bei der Obrigkeit in Ungnade gefallen wäre. Deutsche Bürokratie halt………. &lt;br /&gt;Wenn ich aber geahnt hätte, welche Schwierigkeiten sich da auftun, weil keiner der anwesenden – weder der Betreiber des örtlichen Sportvereins-Heimes noch Platzwart und Kioskbetreiber oder verantwortliche DLRG-Mitglieder sich befähigt sahen, mir einen Schlafplatz zuzuweisen, ich hätte diesen Versuch der Kontaktaufnahme niemals unternommen und wäre lieber das Risiko eingegangen, bei Nacht mein Lager schnell abzubrechen und an anderer Stelle wieder zu errichten. Einen solchen geballten Ansturm von Bürokratismus habe ich selten erlebt. &lt;br /&gt;Und so habe ich denn meinen Rucksack wieder aufgeschnallt und bin am See ein Stück weiter gezogen. Das sich in weiterer Entfernung befindende Waldgrundstück schien mir geeignet, mein Nachtlager zu errichten. Und das wurde dann auch gleich in die Tat umgesetzt, da ich hundemüde war und eigentlich nichts stärker herbei sehnte als die Ruhe und meinen Schlaf. Selbst der Hunger meldete sich zu diesem Zeitpunkt nicht, obwohl ich auf Grund der langen Strecke eigentlich hungrig wie ein Wolf hätte sein müssen. Was ich allerdings nicht geahnt hatte, war die Tatsache, dass an dieser Stelle im Wald an Schlaf so gut wie nicht zu denken war. Grund waren eine größere Anzahl Stechmücken, welche sich meines Körpers annahmen. Alle Abwehrversuche waren erfolglos und obwohl ich auf Grund dessen sogar für diese eine Nacht ein stärkeres Schwitzen in Kauf genommen hätte, half selbst das Zuziehen des Schlafsackes recht wenig, Auch am Gesicht hatten diese Biester immer noch genügend Angriffsfläche. Und ich hatte für diese Tour an vieles gedacht, nur ein geeignetes Mückenschutzmittel hatte ich vollkommen vergessen. Es blieb mir also letztlich nichts anderes, als mir um etwa 22:30 Uhr meine Niederlage gegenüber dieser Übermacht einzugestehen und meinen Platz zu räumen. Nur gut, dass ich meine Stirnlampe dabei hatte. So habe ich wenigstens bei einigermaßen guter Beleuchtung packen können. Was mir in diesem Zusammenhang auch erst im Nachhinein eingefallen ist, ist die Möglichkeit, dass es in diesem Grundstück neben der Mückenplage ja durchaus auch größeres Getier hätte geben können. Beispielsweise hatten wir ja grade Frischling-Zeit. Was wäre also gewesen, wenn ich urplötzlich einer Bache gegenübergestanden hätte? Ich mag diesen Gedanke gar nicht zu ende denken. Vielleicht hatte das Ganze sogar etwas gutes, dass mich die Mückenplage von diesem Ort vertrieben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo aber jetzt einen anderen geeigneten Schlafplatz finden? Den Weg zurück zum See hatte ich noch im Gedächtnis und so konnte ich die etwa 2 km selbst bei fast vollkommener Dunkelheit – durch die Stirnlampe nur die jeweils vor mir liegenden etwa 10m relativ gut ausgeleuchtet - unbeschadet zurücklegen. Dort angekommen fiel mir auf, dass in unmittelbarer Ufernähe mehrere Zelte errichtet waren und auch nur einzelne Schlafsäcke lagen, in welchen ganz offensichtlich übernachtet wurde - trotz der eindeutigen Hinweis- und Warnschilder, welche mehrfach um den kleinen See herum aufgestellt waren und auf welchen eindeutig darauf hingewiesen wurde, dass Zelten, Camping, Nächtigen usw. in diesem Gebiet verboten war. Aber selbst eine Patrouille eines Security-Dienstes, welche um diese Zeit ihren Rundgang absolvierte, schien dies nicht im Geringsten zu interessieren. Wozu hatte ich eigentlich bei meiner Ankunft einen derartigen, erfolglosen Aufwand betrieben? Für mich war spätestens in diesem Moment klar, dass ich nun ohne jegliche Rücksicht an einer mir passenden Stelle meinen Schlafsack ausbreiten und mich zur Ruhe legen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch das war gar nicht so einfach wie gedacht. Ich wollte vermeiden, dass ich morgens – sollte ich wider erwarten doch etwas länger schlafen – von den ersten am See eintreffenden Badegästen irgendwo am Wegesrand gefunden wurde. Wie ein Wohnungsloser wollte ich denn doch nicht erscheinen. Also blieb nichts anderes, als wieder weiter zu ziehen und zu suchen. Eine Wiesenfläche, etwas verdeckt durch üppigen Heckenbewuchs und als Begrenzungsfläche einer zu der Zeit nicht genutzten Parkfläche für PKW erschien mir als das geeignete Nachtlager. Inzwischen war es auch schon 00:30 Uhr und mein Körper verlangte nach seinem Schlaf. Der Himmel war zu dieser Zeit sternenklar und es war also auch nicht zu befürchten, dass ich nachts von einem Regenschauer überrascht werden würde. Dennoch hatte ich darauf geachtet, dass eine geeignete Unterstellmöglichkeit sich in unmittelbarer Nähe befand. ISO-Matte und Schlafsack waren schnell hergerichtet, Stiefel ausgezogen und so wie ich war, verkroch ich mich in meinem Schlafsack. Mir war egal, ob ich schwitzen würde oder nicht. Ich wollte nur noch eines – schlafen. Noch ein paar Mal bin ich leicht aufgeschreckt, da wider erwarten selbst um diese Zeit PKW auf diesen Parkplatz auffuhren, deren Fahrer mich aber auf Grund der versteckten Lage hinter der Hecke nicht sehen konnten. Ich habe die Fahrzeuge aber am Lichtkegel der Scheinwerfer wahrgenommen. Es konnte gut sein, dass es sich bei diesen um Fahrzeuge eines Wachdienstes handelte. Letztlich interessierte mich das aber nicht mehr. Es dauerte nicht mehr lang und der Schlaf überkam mich…….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gegen 05:00 Uhr am Sonntagmorgen erwachte ich dann und musste mich erst einmal orientieren, wo ich mich des Nachts eigentlich niedergelassen hatte. Ich war der festen Überzeugung, hinter meiner Hecke von niemandem gesehen zu werden, dennoch sah ich mich, nachdem ich mich auf die andere Seite gedreht hatte, plötzlich einem PKW gegenüber liegen. Ich hatte mich also, ohne das noch bewusst wahrzunehmen, nur auf die andere, gegenüber liegende, durch die Hecke verdeckte Parkfläche gelegt. Ob mich da jetzt doch jemand, insbesondere der Fahrer des geparkten PKW, wahrgenommen hatte, kann ich nicht sagen. Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber dann auch vollkommen gleichgültig. Ich hatte recht gut geschlafen. Nur das war wichtig.&lt;br /&gt;Nach einem ganz kurzen Bad im doch noch recht kalten See und einem kleinen Frühstück aus meinem Reiseproviant habe ich mir dann meinen Rucksack wieder aufgeschnallt und bin Richtung Heimat getrottet. Auf diesem Rückweg hatte ich aber auch das erste Mal Zweifel, ob ich dieses Ungetüm von Rucksack jetzt wirklich wieder heim schleppe oder mir doch lieber den Bus nehme und zumindest einen Teil der Strecke fahre. Ich habe mich dann doch für das Schleppen entschieden. Durchhalten war angesagt. Schließlich werde ich mich auf unsrer Tour auch nicht zurückziehen können. Dort muss ich….. Also muss ich auch hier…….. In sengender Hitze, mit zur Neige gehendem Getränkevorrat, Schmerzen im Rücken und den Füßen komme ich dann so gegen 12:30 Uhr wieder daheim an. Was tue ich mir eigentlich in dem Alter noch an? Und warum? Sofort aber ist mir Schweden wieder im Kopf und die Frage beantwortet sich von ganz allein. Zumindest habe ich mal einen kleinen Einblick bekommen, was mich auf dieser Schweden-Tour so erwartet. Ein Zuckerlecken wird das bestimmt nicht. Mit Sicherheit wird es anstrengend aber dennoch schön.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-2065016330172843191?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/2065016330172843191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=2065016330172843191' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/2065016330172843191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/2065016330172843191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/training-training-training.html' title='Training, Training, Training'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-8953032722434275614</id><published>2008-08-03T11:19:00.000-07:00</published><updated>2009-04-17T16:00:20.138-07:00</updated><title type='text'>Wo soll es denn in Schweden eigentlich lang gehen?</title><content type='html'>Gute Frage. Bis jetzt stand eigentlich nur ganz sicher fest, dass es Ende Juni mit dem Flieger nach Stockholm geht. Diese Buchung stand. Aber welchen Weg wir dann einschlagen würden, da waren wir uns in keiner Weise im Klaren oder besser – hatten wir noch recht wenig darüber diskutiert.&lt;br /&gt;Fakt war, dass wir auf Grund meiner wenigen Erfahrungen im Outdoor-Bereich keine übermäßig schwierigen Touren wählen konnten. Also an so Strecken wie beispielsweise  die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fj%C3%A4ll"&gt;Fjäll-Gebiete&lt;/a&gt; in Nordschweden, aber auch verschiedene Gebirgszüge Mittel- und Südschwedens war noch nicht zu denken. Dessen war sich auch Tobi bewusst und ich rechne ihm heute noch ganz hoch an, dass er mir das auch zu keiner Zeit zum Vorwurf gemacht hat, obwohl ich ihm schon angesehen habe, dass es ihm recht gewesen wäre, auch schwierigere Streckenabschnitte in unsere Tour mit einzubeziehen. Nach einigem Abwägen verschiedener Möglichkeiten hatten wir uns dann für den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6glandsleden"&gt;Höglandsleden&lt;/a&gt; (Hochlandsweg) entschieden, der uns durch einen großen Teil Südschwedens führen  sollte. Wir hatten uns dazu vom schwedischen Tourismusverband &lt;a href="http://www.fallingrain.com/world/SW/22/Sodra_Arneby.html"&gt;Arneby&lt;/a&gt; schon Unterlagen kommen lassen. Aber warum diese Strecke dann doch wieder verworfen wurde, vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Letztendlich haben wir uns dann doch dazu entschieden, eine ungeführte – also nicht beschilderte – Wanderung durchzuführen, auf welcher wir uns zu einem großen Teil auch offroad durch fast unberührte Natur bewegen würden. Wir planten, ab Stockholm mit der Bahn südlich zu fahren und dann immer die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4re"&gt;Schärenlandschaft&lt;/a&gt; an der Ostküste nordwärts zu wandern um letztlich einen Zielpunkt des Fußmarsches wieder südlich von Stockholm zu setzen. Die Rückkehr nach Deutschland war zwar terminlich in etwa geplant, die Art und Strecke der Rückreise war aber noch gänzlich offen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine erste grobe Planung fand per &lt;a href="http://earth.google.de/"&gt;Google-Earth&lt;/a&gt; statt, aber es zeigte sich recht bald, dass wir ohne detailliertes Kartenmaterial hier wohl nicht sehr weit kommen würden. Tobi hatte sich zum Zweck der GPS-Führung ein gutes Navigationsgerät angeschafft – laut seiner Aussage auch ganz günstig bei einem Fachhändler erworben. „Ich werde mal sehen, dass ich dafür digitalisierte Wanderkarten in einem guten Maßstab finde. Die Gebiete in Südschweden sind eigentlich alle erfasst und da ist bestimmt was Passendes zu bekommen.“ „Na da wart´s mal ab!“ sage ich noch so lässig zu ihm. „Die Geräte hat man günstig auf den Markt gebracht, aber die Karten dazu wirst Du wahrscheinlich sündhaft teuer bezahlen müssen. Ich kenn das noch von meinem eigenen Navi. Da hab ich knapp 120 Euro für Mitteleuropa berappen dürfen.“ „Ach was- so teuer wird´s nicht werden.“ konterte er noch. Worauf er am nächsten Morgen – nachdem er selbst im Internet recherchiert hatte - allerdings zugeben musste, dass nur für Südschweden – und da auch nur in etwa für das Gebiet, in welchem wir wandern wollten – er cirka 180 Euro für das Kartenmaterial hätte bezahlen müssen. Das hätte natürlich unser Budget bei weitem überschritten, zumal wir diese Karten ja auch wahrscheinlich nicht oder nur höchst selten hätten wieder verwenden können. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als nach geeigneten gedruckten Karten in einem brauchbaren Maßstab zu suchen. Dass das aber einer Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleich kommen sollte, war uns dazumal nicht im Geringsten bewusst. Man geht eigentlich davon aus, dass auf Grund des Bekanntheitsgrades und der Beliebtheit der südschwedischen Regionen, welche ja touristisch im Allgemeinen sehr gut erschlossen sind, auch geeignetes Kartenmaterial zur Verfügung steht. Dem ist auch so. Aber es mag wahrscheinlich nicht genug so verrückte Zeitgenossen wie uns beide geben, die sich in den Kopf gesetzt hatten, dieses Gebiet abseits jeglicher geführter Wanderwege und Straßen zu durchqueren. Und eben dafür sind Karten nur schwer zu bekommen. Nach schier endloser Suche im Internet hatte ich dann schon den Entschluss gefasst, die Strecke mit Hilfe von &lt;a href="http://maps.google.de/maps?client=firefox-a&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;hl=de&amp;tab=wl"&gt;digitalem Kartenmaterial&lt;/a&gt;, welches über GoogleMaps im Internet zugänglich ist, selbst Stück für Stück herunter zu laden und entsprechend aufzubereiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SekIdoRnV-I/AAAAAAAAAIE/LBT0NhFoAP4/s1600-h/Vimmerby.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SekIdoRnV-I/AAAAAAAAAIE/LBT0NhFoAP4/s320/Vimmerby.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325797339462850530" /&gt;Region Vimmerby&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein fast nicht machbares Vorgehen. Aber es schien keine andere Möglichkeit mehr zu geben. Einen kleinen Teil der Karten hatte ich schon auf diese Art aufgearbeitet, aber wir waren uns fast sicher, dass diese Verfahrensweise unendlich zeitaufwendig, extrem fehlerträchtig und damit wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Zumal auch die Gewissheit bestand, dass wir dann ausschließlich die geplante Strecke hätten gehen dürfen. Hätten wir – aus welchem Grund auch immer – davon abweichen müssen, wäre sicher gewesen, dass die Umwege in unseren selbst erstellten Karten nicht enthalten gewesen wären. Also mussten wir uns notgedrungen nach einer anderen Möglichkeit des Kartierens unserer Wanderroute umsehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie kam ich bezüglich der Karten dann auch mit einem anderen Kollegen ins Gespräch. Er bot mir an, über seinen Bruder, der wohl zeitweise sogar in Schweden lebte, geeignete Bezugsquellen zu erfragen, worauf ich ein paar Tage später dann die Web-Adresse des schwedischen kartographischen Verlages &lt;a href="http://www2.kartforlaget.com/NS600/servlet/se.ibs.ns.cf.StartServlet"&gt;Kartförlaget&lt;/a&gt; von ihm bekam. Dieser wiederum arbeitete eng mit dem schon erwähnten schwedischen Landesvermessungsamt zusammen und auf dessen Web-Seite war sogar ein &lt;a href="http://www.mapfox.de/"&gt;Händler in Kiel&lt;/a&gt; verlinkt, welcher den Vertrieb der Karten in Deutschland übernommen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMI5-LvfqlI/AAAAAAAAAGU/BZ-l_ipPynw/s1600-h/MapFoxLogo.bmp"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SMI5-LvfqlI/AAAAAAAAAGU/BZ-l_ipPynw/s320/MapFoxLogo.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242816656679348818" /&gt;Hier haben wir dann unsere Karten bestellt...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war sozusagen Rettung in höchster Not und DIE Adresse überhaupt. Bei diesem Händler lag uns sozusagen ganz Europa im Maßstab 1:50000 vor und wir konnten dort unsere detaillierten Karten aussuchen und bestellen. Und es erklärt sich letztlich von selbst, dass diese Karten natürlich wesentlich genauer und detailgetreuer waren, als die, welche ich in mühevoller Kleinarbeit versucht hatte, selbst zusammenzustellen. Diese Karten sind zwar auch nicht die billigsten und es war angesagt, dass wir auch hier genau recherchieren mussten, um nur zu kaufen, was unbedingt notwendig war. Aber wir konnten sicher sein, hier absolut aktuelles Kartenmaterial in den Händen zu halten, welches neben den notwendigen kartographischen Angaben auch Rastplätze, Campingplätze usw. verzeichnet hatte. Das feinste vom feinsten sozusagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SekJPtqVqWI/AAAAAAAAAIM/Z-thNfhkzY8/s1600-h/V%C3%A4stervik.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 183px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SekJPtqVqWI/AAAAAAAAAIM/Z-thNfhkzY8/s320/V%C3%A4stervik.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5325798199902185826" /&gt;Region Västervik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Karten werden wir natürlich in gedruckter Form mitführen. Dennoch habe ich diese noch gescannt und kalibriert, so dass wir dieses nun doch noch digitalisierte Material als „Futter“ für unsere Navigationsgeräte verwenden konnten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So waren wir natürlich auch endlich in der Lage, unsere Tour einer gewissen Feinabstimmung zu unterziehen, obwohl uns schon klar war, dass alle Eventualitäten sowieso nicht berücksichtigt werden konnten. Das allerdings macht ja zu einem gewissen Teil auch den Reiz einer solchen Tour aus. Aber zumindest konnten wir nun Tagesetappen und wichtige Wegpunkte definieren. Was natürlich auch äußerst wichtig war, war die Möglichkeit, Campingplätze ausfindig zu machen, an welchen wir unsere Wäsche waschen und gegebenenfalls auch unsere Vorräte an Proviant und Getränken wieder auffüllen konnten. Die Strecke in ihrer Gesamtheit hatten wir in etwa so abgesteckt, dass sich tägliche Etappen von maximal 20 km ergaben und dass wir spätestens nach jeweils drei Tagen wieder einen größeren Ort oder einen Campingplatz erreichten. Zum einen mussten wir natürlich genügend Ruhetage zur Verfügung haben, da es unmöglich gewesen wäre, am Stück die gesamte Strecke zu marschieren. Zum anderen durften wir uns aber auch zeitlich nicht über Gebühr unter Druck setzen. Nichts wäre schlimmer gewesen, als durch mangelnde Streckenplanung uns selbst ins Aus zu navigieren oder  schlimmstenfalls sogar die Tour vorzeitig abrechen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Tour sollte nach diesem Beschluss nun etwa folgendermaßen aussehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;29.06.2008 Flug / Anreise in Stockholm / eine Übernachtung in Stockholm&lt;br /&gt;30.06.2008 Zugfahrt in den Süden nach &lt;a href="http://www.vastervik.se/sites/turist/templates/turist_startpage.aspx?id=161"&gt;Västervik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ab 01.07.2008 Wanderung durch das Schärengebiet in nördlicher Richtung bis &lt;a href="http://www.nykoping.se/de/guiden/Tourist/Touristeninformation_Nykoping/"&gt;Nyköping&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;von da ab Zugfahrt zurück nach Stockholm und dann Rückreise nach Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Die Übersicht über die geplant Route werde ich als Karte später noch einfügen :-)]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl wir uns sicher waren, dass wir am 18.07.08 oder 19.07.08 zurück in Deutschland sein mussten, hatten wir uns die genaue Datierung der Ankunft am Ziel unserer Tour - Stockholm - offen gelassen. In Folge dessen stand aber auch überhaupt noch nicht fest, wie die Rückreise erfolgen sollte. Obwohl wir schon mehrfach das Für und Wider verschiedener Reisemöglichkeiten angesprochen hatten, waren wir in diesem Punkt noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Wir waren hier etwas im Zwiespalt. Zum einen konnte zu diesem Zeitpunkt wirklich keiner genau sagen, wie die Wanderung verlaufen würde, ob wir in erster Linie gesund bleiben, wir uns nicht verlaufen usw. Die Faktoren, welche unsere Tour sowohl positiv als auch negativ beeinflussen konnten, waren vielseitig. Zum anderen war aber auch der Gedanke nicht vom Tisch, dass wir, wenn alles gut klappt und wir in unserem zeitlichen Rahmen bleiben würden, eventuell doch noch eine Fährfahrt nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turku"&gt;Turku (Finnland)&lt;/a&gt; oder etwas anderes in Angriff nehmen. Es waren trotz aller Planung einfach viele Fragen offen, was ja eigentlich unser Vorhaben unterstützen sollte – weitestgehend ungeplant unterwegs zu sein.  Aus dieser Sichtweise wollten wir uns daher auch auf keinen bestimmten Flug oder Zug festlegen. Andererseits hatten wir natürlich immer die enorm hohen Kosten vor Augen, welche uns ein für die Rückfahrt kurzfristig vor Ort in Stockholm bebuchter Flug oder Zug unweigerlich verursachen würde. Allein dieser Fakt war letztlich ausschlaggebend, dass wir uns dann doch noch für einen auf den 18.07.2008 geplanten Rückflug einigten. „Müssen wir uns halt Gedanken machen, wie wir dann rechtzeitig wieder in Stockholm sind.“ Tobias brachte mit dieser Aussage seine nun doch ein wenig aufkommende Traurigkeit und Unsicherheit zum Ausdruck, welche diese Fixierung auf einen bestimmten Flug bei ihm dennoch auslöste. Ich versuchte  noch zu beruhigen, obwohl mir selber nicht ganz wohl war bei dieser Aktion. „Wir haben doch schon die Zugfahrt nach Västervik und von Nyköping nach Stockholm im Programm und kennen zumindest mal die Preise bei der &lt;a href="http://www.resplus.se/default.asp?language=3"&gt;schwedischen Bahn&lt;/a&gt;. Notfalls müssen wir halt zwischendrin noch ne weitere Strecke mit Bus oder Bahn fahren. So teuer ist der Spaß nicht aber wir kommen immer noch günstiger weg, als wenn wir dann bei Ankunft in Stockholm aufs Gradewohl einen eben passenden Rückflug buchen müssen. Wir haben aber durch unsere Streckenplanung auch mindestens drei Tage offen und die sollten reichen, um Differenzen auszugleichen.“ Tobi: „Haste auch wieder recht…. Also machen wir´s so. Wird schon schief gehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch am gleichen Abend habe ich dann den Rückflug nach Deutschland gebucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX3xXgGNKI/AAAAAAAAAAg/-Eaw_WAndWE/s1600-h/BuchungsbestRueckflug.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJX3xXgGNKI/AAAAAAAAAAg/-Eaw_WAndWE/s320/BuchungsbestRueckflug.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230358969754989730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesem Vorgang hatte ich während unserer Vorbereitungen das erste Mal das Gefühl, dass ich etwas unwillig und nicht aus voller Überzeugung tue. Dennoch – es ist sicherer so. Diese Unwilligkeit war aber auch einem Fakt geschuldet, welchen ich in diesem Moment für uns einfach noch nicht zulassen und wahrhaben wollte - den Gedanken an das Ende einer Reise, die noch nicht einmal begonnen hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-8953032722434275614?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/8953032722434275614/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=8953032722434275614' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8953032722434275614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8953032722434275614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/wo-soll-es-denn-in-schweden-eigentlich.html' title='Wo soll es denn in Schweden eigentlich lang gehen?'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Yx6ptYsEYNo/SekIdoRnV-I/AAAAAAAAAIE/LBT0NhFoAP4/s72-c/Vimmerby.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-7610840595602627275</id><published>2008-08-03T11:14:00.000-07:00</published><updated>2008-08-07T12:24:41.110-07:00</updated><title type='text'>Das Angebot an Trekkingausrüstung ist überwältigend</title><content type='html'>Wir haben nun schon Ende Februar 2008 und so langsam aber sicher sollte ich mal an die Beschaffung meiner Ausrüstung denken. Die Zeit bis Ende Juni erscheint verdammt lang, wird uns aber schneller weglaufen als uns lieb ist.&lt;br /&gt;Noch nie in meinem Leben habe ich derart weit voraus begonnen, einen Urlaub zu planen und hätte ich gewusst, was da an Aufwand auf mich zukommt, hätte ich mir gewünscht, die Zeit bis zum Urlaub wäre um ein vielfaches länger. Tobi und ich gehen die gesamte Organisation grundsätzlich gemeinsam an, wenn auch im Nachhinein dann jeder sich auf seinen Part spezialisierte. Ich hatte ja schon in einem früheren Kapitel angesprochen, dass Tobi mich, ohne dass ich auch nur den geringsten Wunsch geäußert hätte, mit Katalogen von Outdoor-Spezialisten versorgte. Und ich hatte mir vorgenommen, diese mal in einer ruhigen Stunde durchzusehen und so die für mich relevanten Artikel zu definieren und zu bestellen.&lt;br /&gt;Bei diesem Vorhaben ist es aber auch geblieben, da ich schon nach Durchsicht der ersten Katalogseiten gemerkt habe, dass ich hier ohne fachmännischen Rat nicht weiterkomme. Das Angebot ist überwältigend und erschlägt einen fast. Und ich mit meiner DDR-Jugend-Wandererfahrung kann hier nicht mithalten. Es spielt keine Rolle, ob es hunderte von Schlafsack-Modellen sind oder die für diese Tour geeigneten Wanderschuhe – ich muss hier in jedem Fall passen und werde meinen Trekking-Spezialisten mit ins Boot nehmen müssen. Und so begrenzt sich dann meine Tätigkeit auf das Durchblättern der Kataloge und das Erstellen einer Artikel-Liste mit Dingen, die ich für wichtig halte, mitzunehmen. Wenn ich mir überlege, dass wir ja pro Mann nur 25 kg mitnehmen dürfen und dann dagegenstelle, was meiner Meinung nach mit muss, komme ich unweigerlich ins schwitzen. Diese Liste war aus meiner Sicht schon kurz, dennoch werden wir diese beim nächsten Zusammentreffen und der nächsten Tourbesprechung noch mal um die Hälfte kürzen, bevor es dann ans Bestellen und Einkaufen geht. Minimalismus ist angesagt………&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Trekkingsocken sind das erste, was ich mir besorge. Der Preis von etwa 15,- EUR pro Paar – noch nie hatte ich mir der Art teure Socken gekauft – haut mich zwar fast um, aber im Nachhinein sollte ich nicht bereuen, dass ich hier, wie bei manchem anderen Ausrüstungsgegenstand, wirklich auf Qualität setze. Es ist schon bemerkenswert, was die Hersteller hier auf den Markt bringen. Schon nach dem ersten Einsatz auf relativ kurzer Strecke in der Umgebung des Wohnortes (so etwa 15 km am Stück) zeigt sich, dass diese Art Socken gut auf die Füße und das Schuhwerk abgestimmt sind und eine Laufqualität bieten, die mit Billigware oder gewöhnlichen Socken wahrscheinlich nie zu erreichen gewesen wäre. Kein Schwitzen – die Füße also nach diesem Marsch absolut trocken – und keine Druckstellen oder gar Blasen an den Füßen. Gigantisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind es nicht nur die Socken, die für einen guten Lauf stimmen müssen. Die Schuhe als solche sind nicht weniger wichtig. Aber welche? „Nimmst die ‚Island Pro’ von &lt;a href="http://www.meindl.de/"&gt;Meindl&lt;/a&gt;…….. Sind aus meiner Sicht die besten, die Du bekommen kannst. Hab die selber schon viele Jahre zum Trekking, Bergsteigen, Skifahren…….“ Ja gut, mit dieser Aussage hat Tobi mir zwar einen Tipp geben können, aber die Entscheidung muss ich letztlich doch selber treffen. Und ich tue mich momentan noch schwer mit dem Gedanken, diesen Typ Schuhe zu kaufen, da sie nicht gerade billig sind und ich mir zu dem Zeitpunkt auch noch gar nicht sicher bin, ob sich die Anschaffung solch teurer Schuhe wirklich rechnet. Also nochmals Preise vergleichen, Qualitäten abschätzen, Meinungen und Berichte anderer Wanderer und Bergsteiger lesen. Aber um vieles schlauer bin ich hier auch nicht geworden, da das Spektrum der Meinungen tatsächlich vom „Pantoffel für die Berge“ bis zum „nie wieder dieses Modell“ reicht. Gute Hinweise und Meinungen gibt es da auf den Web-Seiten fast aller Outdoor-Ausstatter. Nicht umsonst zählen die Betreiber dieser Seiten und die Mitarbeiter der Firmen zu den besten Spezialisten weltweit. Nach tagelangem Vergleichen, Abwägen, Anprobieren verschiedener Modelle und bestimmt nicht wenigen Zweifeln sollten es aber dann doch genau diese Schuhe werden, für welche ich mich entscheide. In einem Fachgeschäft vor Ort lege ich dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge knapp 220,- Euro auf den Tisch und nenne von nun an ein Paar Trekkingschuhe der Firma Meindl mein Eigen. Habe dann noch eine kurze SMS an meinen zukünftigen Wanderkameraden über den Vollzug des Schuhkaufs geschickt, welche er auch gleich beantwortet. „Das Gefühl kenn´ ich. Wirst es aber mit Sicherheit nicht bereuen. Das macht sich über die Jahre bezahlt.“ Jahre? Obwohl ich mich riesig drauf freue, wage ich noch kaum genauer an die Folgen des jetzigen geplanten Trips zu denken. Und er spricht schon von Jahren. Wir hatten zwar mal die Möglichkeit erörtert, auch weitere Touren zusammen zu gehen, wenn diese Tour den Nachweis bringt, dass es zwischen uns beiden weiter so stimmt und wir – über längere Zeit ausschließlich auf uns gestellt – gut miteinander auskommen. Aber ich bin mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht sicher, ob ich jemals wieder eine solche Tour gehen werde. Hier habe ich noch den Ausspruch von Tobi im Ohr: „Nach der ersten Tour dieser Art gibt’s nur zwei Möglichkeiten. Entweder Du bist voll dafür oder voll dagegen.“ Im Klartext: Immer wieder oder nie wieder. Naja – ich werde ja sehen was da noch so alles auf mich zu rollt………………..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte ja schon angesprochen, dass ich zum Zweck des Konditionstrainings fast jeden Sonntag unterwegs bin. Das sind mal längere aber auch mal kürzere Strecken. Und die dabei zurückgelegte Entfernung schwankt immer so zwischen 15 und 25 km pro Tag. Nicht zuletzt dienen diese Touren natürlich auch dem Gewöhnen an die Kleidung, dem Einlaufen der Wanderschuhe usw. Dabei habe ich nicht nur einmal mit dem Gedanken gespielt, die Meindl-Stiefel auszuziehen, in irgendeine Ecke zu stellen und nie wieder hervor zu holen oder diese gleich wieder zu verkaufen. So enttäuscht war ich von diesen „Pantoffeln für die Berge“. Anfangs habe ich mich an die Steifheit gerade des Stiefelschaftes überhaupt nicht gewöhnen können und Druckstellen an den Knöcheln sowie teils starke Schmerzen im gesamten Fuß-, Waden- und Schienbeinbereich waren die Ursache, die mich nicht wenig an der Richtigkeit der Entscheidung für dieses Modell zweifeln ließen. Mit der Zeit aber haben sich diese Schwierigkeiten minimiert, die Stiefel sind durch entsprechende Behandlung etwas geschmeidiger geworden und nicht zuletzt führte auch eine etwas veränderte Schnürtechnik dazu, dass Druck und Schmerz beim gehen fast der Vergangenheit angehörten. Ganz und gar aber würde ich diesen Aspekt nie ausschalten können. Wie mir verschiedene Fachhändler versicherten, ist dies eine Eigenheit bei allen Modellen dieser Kategorie, welche ja auch für den Bergsport hergestellt werden und daher gerade im Schaft schon eine gewisse Festigkeit aufweisen müssen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im gleichen Fachgeschäft, in welchem ich die Stiefel kaufte und in etwa zur gleichen Zeit habe ich mir auch noch meine ISO-Matte besorgt. Auch ein Modell, welches auf Annraten von Tobias gekauft wurde. Es bleibt ja momentan auch gar keine andere Möglichkeit, als mich in diesen Sachen fast voll und ganz auf ihn zu verlassen. Habe ja selber nicht die geringste Outdoor-Erfahrung und bei ihm bin ich mir doch sicher, dass ich gute Beratung erhalte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den nächsten Knackpunkt sollte dann der Kauf eines geeigneten Schlafsacks darstellen. Und ganz ehrlich, wenn ich hier nicht bei der ganzen Sucherei irgendwann die Notbremse gezogen und mit „Augen zu und durch“ eine Wahl getroffen hätte, ich würde wahrscheinlich heute noch suchen oder irgendwann auf der blanken ISO-Matte nächtigen, weil ich mich fast nicht mehr in der Lage sah, eine Entscheidung zu treffen.&lt;br /&gt;Gebraucht bei &lt;a href="http://www.ebay.de"&gt;Ebay&lt;/a&gt; (hier kommt der Sparfuchs wieder durch :-) )? – Neu bei Ebay, wohl wissend, dass diese Neuware nicht unbedingt auch den entsprechenden Marken entspricht? – Oder doch besser im  Fachgeschäft zu höheren Preisen? Daunenfüllung oder Kunstfaser? Welcher Temperaturbereich? Also blieb letztlich nix anderes, als mich wieder an meinen „Fachberater“ zu wenden. Und dessen Antwort: „Kann dir zwar einiges erklären über Temperaturbereiche, Vorteile und Nachteile von Daune oder Kunstfaser. Musst Du aber letztlich selber entscheiden – musst dich halt drin wohlfühlen.“&lt;br /&gt;Na vielen Dank auch. Wie selber entscheiden, wenn ich noch nie in so einer Penntüte geschlafen habe? Und mal so ein Ding ausleihen und bei Nichtgefallen zurück geben, geht ja wohl schlecht. Also auch hier wieder mehr schlecht als recht – ich weiß nicht mehr, wie viele – Erfahrungsberichte gelesen, Preise und Qualitätsberichte verglichen und im Internet gesucht, bis ich schließlich auf einen mir sehr kompetent erscheinenden &lt;a href="http://www.heller-outdoor.de/"&gt;Fachhändler in Nürnberg&lt;/a&gt; stieß, welcher aussagt, selbst hunderte Nächte in den verschiedensten Schlafsäcken geschlafen zu haben. Das scheint mir schon mal eine ganz gute Grundlage für kompetente und ehrliche Aussagen zu sein. Auch bei anderen Ausrüstungsgegenständen überzeugt dessen Meinung. Und nicht zuletzt ist es der etwas unspektakuläre und nicht nur auf Werbung und Animation zum Kauf getrimmte Aufbau dessen Web-Seite, der mich dazu bewegt, hier länger zu verweilen und mich tiefer in die Produktbeschreibungen hinein zu lesen. Und nach einigen weiteren Emails zwischen ihm und mir zur Klärung noch vorhandener Unstimmigkeiten entschließe ich mich schließlich für das Modell Tibet 600 der Firma &lt;a href="http://www.carinthia-bags.com/schlafsack/expeditionen/3.html"&gt;Carinthia&lt;/a&gt; (Österreich). Nach Aussage des Händlers ist dies ein Ganzjahres-Schlafsack, der auf Basis seines Temperaturbereiches sowohl in dem von uns geplanten Reisegebiet eingesetzt werden kann als auch gut geeignet ist für eine eventuell später folgende Tour in kältere Regionen. Im Nachhinein habe ich übrigens auch noch erfahren, dass dieser Händler tatsächlich zu Deutschlands kompetentesten Fachberatern und Ausrüstern in Sachen Outdoor, Trecking, Kanu- und Bergsport usw. gehört. Dazu stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend. War also doch eine recht gute Wahl und die Ausdauer beim Suchen hat sich gelohnt…………&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer Wanderschuhen, Schlafsack und Trekkingsocken brauchte ich ja noch weiteres. Wie gesagt war ich zu diesem Zeitpunkt weder mit zweckmäßigen Kleidungsstücken noch mit anderen Utensilien ausgerüstet, welche für eine solche Tour benötigt wurden. Eine gute Jacke – am besten eine Doppeljacke mit ausknöpfbarem Fleece musste ebenso noch sein, wie Trekkinghosen, entsprechende Hemden oder T-Shirts, Unterwäsche, Gegenstände zur persönlichen Hygiene und anderes. Ein wenig Erfahrung hatte ich ja von meinen vielen Dienstreisen, aber auf einer solchen Wanderung werden andere Anforderungen an das alles gestellt, vor allem, was die Packgröße und damit das Gewicht der einzelnen Gegenstände betrifft. Hier musste letztendlich im wahrsten Sinne des Wortes mit jedem Gramm gerechnet und so weit als möglich an jedem Gramm gespart werden.&lt;br /&gt;Dennoch stellte die Beschaffung dieser weiteren Kleidungsstücke und der anderen Dinge bei weitem keine so große Schwierigkeit dar wie die Beschaffung der Schuhe oder des Schlafsackes. In den entsprechenden Geschäften und im Internet waren diese Dinge recht gut zu haben.&lt;br /&gt;Aus diesem Grund werde ich auch hier nicht näher auf diesen Part eingehen. Nur eines sei noch gesagt. Wir hatten uns während der gesamten Vorbereitungen in etwa daran gehalten, die Kosten in verträglichem Rahmen zu halten. Als ich aber schon einmal nur die Ausgaben für das bis dato besorgte Equipment saldierte, bin ich doch leicht erschrocken. Gut – diese Dinge wurden ja nicht nur für diese eine Tour beschafft. Dennoch stand zu diesem Zeitpunkt schon der stolze Betrag von etwa 800 Euro zu Buche. Und das, obwohl ich doch sehr darauf geachtet hatte, nicht alles unbedingt beim Fachhändler zu besorgen. Aber diese Ausrüstungsgegenstände haben nun mal ihren Preis und da der Trend in der Bevölkerung hin zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trekking"&gt;Trekking&lt;/a&gt; weiter im Steigen betroffen ist, ist auch kaum zu erwarten, dass diese „Apothekenpreise“ in absehbarer Zukunft nachgeben werden.&lt;br /&gt;Dennoch konnte auch dieser kleine Schmerzpunkt meine oder besser unsere Vorfreude auf den gemeinsamen Urlaub in keiner Weise trüben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-7610840595602627275?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/7610840595602627275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=7610840595602627275' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/7610840595602627275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/7610840595602627275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/das-angebot-treckingausrstung-ist.html' title='Das Angebot an Trekkingausrüstung ist überwältigend'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-8262448702600570959</id><published>2008-08-03T11:12:00.001-07:00</published><updated>2008-09-05T16:13:02.608-07:00</updated><title type='text'>Der Gedanke an diesen Urlaub ist immer gegenwärtig</title><content type='html'>Irgendwer hatte im Zusammenhang mit unseren Planungen einmal eine Frage in den Raum gestellt, die treffender eigentlich gar nicht hätte sein können. "Habt ihr eigentlich noch etwas anderes im Kopf als euren Urlaub?" Aus heutiger Sicht hätte ich damals normalerweise glatt mit "nein" antworten müssen. Denn je mehr wir in den Vorbereitungen steckten und je näher der Tag des Packens und der Abreise kam, desto schwerer war es, den Gedanke an diesen Urlaub und an das, was uns in Schweden erwarten würde, zu verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;07.02.2008 / 19:00 Uhr / Flughafen Tegel / Rückflug von Berlin nach Stuttgart&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann´s nicht lassen. Grad seh´ ich am Display, dass der nächste Flug der TUIFLY - also der Airline, mit der ich zurück nach Stuttgart fliegen werde, nach Stockholm geht. Das nehme ich natürlich gleich wieder zum Anlass, mit dem "alten Schweden" per SMS Kontakt aufzunehmen. Und Tobi steigt natürlich voll drauf ein. Also haben wir uns noch für den gleichen Abend am Flughafen Stockholm-Arlanda verabredet. Ein bissel Spaß muss halt sein und die Vorfreude auf unseren Urlaub muss doch aufrecht erhalten werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;09.02.2008 / 18:00 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute habe ich das erste Mal ein Offroad-Navigations-Programm für meinen PDA getestet. Habe zwar schon reichlich Erfahrungen mit den verschiedensten fest installierten oder mobilen Navigationssystemen aber so ein System speziell für Wanderer, Radfahrer usw., also für den Einsatz abseits befestigter Straßen, ist halt doch noch was anderes. Da ist es eben mit Start- und Zieleingabe nicht getan. Da das ganze ja nicht über ein fest definiertes Kartenmaterial verfügt, ist der Import eigener Karten angezeigt. Also habe ich mir in Google-Earth mal eine Karte erzeugt, diese kalibriert und in den GPS-Tuner importiert. Absolutes Neuland ist das alles für mich und ich habe eine ganze Weile gebraucht, um herauszufinden, wie das geht. Aber es hat funktioniert. Und der sich anschließende Praxistest ist ebenso gut verlaufen und hat mich überzeugt obwohl das ganze schon etwas gewöhnungsbedürftig ist. Da ich das Programm insgesamt für sehr gut halte, gab´s aber kein Zögern mehr und ich habe mir den Lizenzschlüssel gekauft. Zusätzlich habe ich gleich noch einen leistungsstärkeren Akku für den PDA geordert, da abzusehen ist, dass der original eingebaute Akku den Dauereinsatz in der Wildnis wahrscheinlich nicht lange durchhalten wird und wir auch nicht wissen, wann wir irgendwo auf die nächste freie Steckdose treffen, um unsere Akkus (die der Foto-Kameras inbegriffen) wieder aufladen zu können. In dem Zusammenhang sollte ich eventuell über die Anschaffung einer Solar-Ladestation nachdenken. Die sind inzwischen auch schon recht günstig zu bekommen. Dann steht einer ungehinderten Navigation im Gelände nix mehr entgegen. Werde ja sehen, wo wir in der schwedischen Wildnis rauskommen und ob wir jemals wieder heim finden :-).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10.02.2008 / 16:00 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wachse ja richtig über mich selber raus. Geiles Gefühl ist das. Heute habe ich erstmalig wirklich wieder etwas für meine Gesundheit getan. Bisher - was die Bewegung betrifft - ein eher fauler Sack, habe ich mich dazu durchgerungen, meine Trekkingschuhe - ja, ich besitze so was auch!! - aus dem Schrank zu holen und mich on Tour zu begeben. Und es sind immerhin beachtliche 20 km daraus geworden. Habe über mich selber gestaunt und war natürlich auch dementsprechend geschafft aber endlos glücklich. Der Anfang ist gemacht. Ich bin stolz auf mich und es kann nur noch aufwärts gehen. Die Schlappe eines Mangels an Kondition werde ich mir Tobi gegenüber nicht geben! Bis zu unserem gemeinsamen Trip nach Schweden sind´s genau noch 19 Wochen. Bis dahin werde ich versuchen, noch etwa 10 kg abzuspecken und mich in eine körperliche Verfassung zu bringen, welche mich unsere Trekkingtour mit Bravour überstehe lässt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-8262448702600570959?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/8262448702600570959/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=8262448702600570959' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8262448702600570959'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8262448702600570959'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/der-gedanke-diesen-urlaub-ist.html' title='Der Gedanke an diesen Urlaub ist immer gegenwärtig'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-2819423486900128345</id><published>2008-08-03T10:43:00.000-07:00</published><updated>2008-09-13T02:03:14.222-07:00</updated><title type='text'>Erste konkrete Planungen und der endgültige Entschluss</title><content type='html'>Es sollten allerdings noch ein paar Wochen vergehen, ehe wir uns mal kurz zusammensetzten um erste Absprachen zu treffen. Wobei der Begriff „Absprache“ das alles schon reichlich übertrieben beschreibt. Es war mehr ein kurzer Anstoß zur Erinnerung daran, dass wir ja die Möglichkeit einer gemeinsamen Schweden-Tour in Betracht gezogen hatten. Mir persönlich ging es zu dem Zeitpunkt auch weniger darum, dass wir schon Nägel mit Köpfen machten. Obwohl ich natürlich lieber heute als morgen in den Flieger gestiegen wäre um Deutschland für ein paar Tage hinter mir zu lassen. Nein – mir war wichtig, den Termin in etwa zu fixieren um diesen dann mit der Urlaubsplanung der anderen Kollegen in Übereinstimmung zu bringen. Nichts Schlimmeres hätte jetzt passieren können, als durch mangelhafte Urlaubsplanung das alles zum platzen zu bringen.&lt;br /&gt;„Was meinst du als alter Schweden-Profi? Wann ist´s günstig, da rauf zu gehen? Ich meine so vom Wetter her usw.“ „ Am besten ist, wenn wir sehen, dass wir Juni oder Juli gehen. September ist zwar da auch noch schön, kann aber auch schon wieder mächtig kalt sein.“ „Na also – ist doch ein Wort. Dann werd´ ich mal schauen, dass ich mir mit den Kollegen einig werde. Planen wir mal ne Woche im Juni ein oder?“ „Eine Woche?“ Etwas unglaubwürdig schaut mich Tobias an. „Da siehste aber von Schweden nicht viel.“ „Du, ich bin schon froh, dass du das Ding mit mir durchziehst, aber ich kann doch nicht von dir verlangen, dass du einen großen Teil deines Urlaubs dafür…….“ Weiter komme ich schon gar nicht mit meinem Erklärungsversuch. „Lass mal gut sein. Also zwei, besser noch drei Wochen müssen wir dafür schon einplanen. Alles andere bringt nix.“ „Du hast wohl in deinem Urlaub nix besseres zu tun, als drei Wochen mit einem alten Herrn durch die Pampa zu ziehen oder was?“ Wir müssen beide lachen. „Und das Geld dafür? Ist doch bestimmt sündhaft teuer oder? Und ich kann beim besten Willen hier keine 2000 Euro auf den Tisch legen.“ „Wie alt du bist, dass ist doch so was von egal. Wir verstehen uns - das ist wichtig. Und das Geld - warte mal….“ Tobias überrechnet kurz. „Als ich 2004 oben war, hat mich das ganze etwa 600-800 Euro gekostet. Inklusive der Lebensmittel. Und da war auch noch die Fähre nach Finnland dabei.“ Tobi zählt mir so ein paar Posten auf. „Das wirklich teure sind ja dort die Übernachtungen. Und die brauchen wir ja nicht. Schlafsack und Zelt tun´s genauso gut.“ „Auf was lass ich mich hier eigentlich ein?“ Ich muss wieder kurz lachen und Tobi´s Mimik bringt auch nicht grad Traurigkeit zum Ausdruck. „Ich war der Meinung, dass wir die Tage zwar wandern, aber dabei von einer Jugendherberge zur anderen ziehen. Hotel oder so – dass ist klar. Darauf bin ich nicht aus.“ „Nix ist. Wenn schon Urlaub in Schweden und in der Natur, dann richtig – das volle Programm mit allem, was dazu gehört. Hast´n großen Rucksack?“ „Nein – müsste ich mir besorgen. Soll nicht das Problem sein.“ „Das lass mal. Ich hab´ da noch was im Keller stehen. Muss mal schauen, ob der für dich OK ist. Wegen der Rückenlänge und so. Muss schon passen. Ich bring den bei Gelegenheit mal mit und dann probierst du halt mal. Wenn´s nicht passt kannste ja immer noch selber kaufen. Aber da legst du für gute Modelle locker mal 150 bis 200 Euro hin. Das muss nicht sein. Und ich werde mal schauen, was ich sonst noch alles da habe. Werde auch mal ne Checkliste erstellen, dass wir nix vergessen.“ Tobi wie er leibt und lebt. Wäre mir im Traum nicht eingefallen, ihn nach Ausrüstung zu fragen. Aber er - uneigennützig, hilfsbereit – bietet mir jegliche Hilfe an. In den folgenden Tagen wird mich Tobi noch mit Literatur über Schweden versorgen und ohne, dass ich nur den kleinsten Wunsch geäußert hätte, sollten dann auch mehrere Kataloge von namhaften Outdoor-Spezialisten wie &lt;a href="http://www.globetrotter.de/"&gt;Globetrotter&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.vaude.de/hps/client/vaude/public/hxfront/index.hbs"&gt;Vaude&lt;/a&gt; bei mir auf dem Schreibtisch liegen.&lt;br /&gt;Mir wird so langsam klar, dass Tobias mehr als ich bisher ahnte, in dieser Materie drin steckt und ich bin mir schon jetzt sicher, dass ich mir für diesen Trip wahrscheinlich nur schwer einen besseren Partner hätte suchen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitte Januar 2008 hatten wir dann auch unsere terminliche Planung soweit fix und mit den Kollegen abgestimmt. Wir werden vom Montag, 30.06.08 bis zum Freitag, 18.07.08 on Tour sein. Das gab natürlich erst mal ein großes Hallo, als sich in der Firma herumgesprochen hatte, dass wir beide gemeinsam unseren diesjährigen Urlaub verbringen. Und es waren leider nicht nur positive Kommentare. Da kam so manche Spitze. Auch wenn ich da normalerweise drüber stehe, wird mir so etwas immer unverständlich bleiben. Dass ich mit Tobias gut, mitunter sogar besser wie mit manch anderem Kollegen klar komme, ist bekannt in der Firma. Keiner wusste aber bisher von Tobi´s Hobby und meiner wieder erwachten Leidenschaft. Und dass wir auf Grund dessen die schönste Zeit des Jahres zusammen verbringen wollen, sollte uns überlassen bleiben. Aber grade damit scheint so mancher ein Problem zu haben. Wir beide allerdings nicht :-).&lt;br /&gt;Diese minderwertigen Kommentare haben sich aber dann ganz schnell wieder gelegt. Es war dann eher an dem, dass eigentlich von allen Seiten nur noch gut gemeinte Ratschläge kamen bis hin zu Angeboten, die Ausrüstung mit zu unterstützen. Klar kamen ab und an auch Fragen über das wie und vor allem, warum grade ich mit ihm…… Naja – wurde halt klar und deutlich beantwortet wobei ich mir Äußerungen darüber, was meine Gefühle bei der ganzen Sache angeht, verkniffen habe. Dass ich Tobi mag, dass er mir einfach mega sympathisch ist, hatte ich ihm selbst noch nicht sagen können und würde mich hüten, das in der Firma laut werden zu lassen. Man sollte es da noch zeitig genug realisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten uns dahin gehend geeinigt, dass ich mal grob die Planung der Anreise durchführe und Tobi sich um den Part der Ausrüstung kümmert und so sitze ich dann am Abend des 18.01.08 (Freitag) daheim am PC und versuche via Internet unsere Anreise nach Schweden zu planen. Das war leichter gesagt als getan. Fakt war – wir wollten fliegen. Dies sollte aber so kostengünstig als möglich erfolgen. Das war auch ein Grund, warum ich frühzeitig auf genaue terminliche Planung aus war. Je eher wir buchten, umso günstiger waren die Preise.&lt;br /&gt;Prinzipiell standen zwei Alternativen: &lt;a href="http://www.ryanair.com/site/DE/?culture=DE"&gt;Ryan-Air&lt;/a&gt; ab &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt-Hahn"&gt;Frankfurt-Hahn&lt;/a&gt; direkt nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm"&gt;Stockholm&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.germanwings.com/index.de.shtml"&gt;Germanwings&lt;/a&gt; ab Stuttgart mit Zwischenlandung in Berlin und weiter nach Stockholm. Ryan-Air war natürlich preislich nicht zu toppen. Für 19,95 pro Person inklusive aller Gebühren nach Stockholm – das klingt fast unglaublich, ist aber wahr. Nur ist das relativ. Der Flug geht ab Frankfurt-Hahn 9:50 Uhr, also Check In etwa 8:50 Uhr. Wie sollen wir um diese Zeit 250 km in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eifel"&gt;die Eifel&lt;/a&gt; kommen? Leihauto? War zu teuer und hätte unseren für die Anreise gesetzten Rahmen gesprengt. Alternativ hätten wir man am Abend vorher anreisen und eine Nacht da übernachten können. Dann wären aber die Hotelkosten auf uns zugekommen. Selbst in einer Billig-Unterkunft direkt am Flughafen wären das immer noch etwa 50 Euro für ein Doppelzimmer gewesen. Einzelzimmer schiedt von vorn herein auch wegen des Preises aus. Wenn man also mal die Kosten und die Zeit mit kalkulierte, um nach Hahn zu kommen, war´s im Endeffekt nicht günstiger, als wenn wir gleich von Stuttgart aus geflogen wären.&lt;br /&gt;Mehrmals hatte ich an diesem Abend noch mit Tobi Kontakt aufgenommen um mich mit ihm in Einzelheiten abzustimmen. Da die Kosten sich bei beiden alternativen Anreisemöglichkeiten in etwa die Waage hielten, hatten wir uns dann für Möglichkeit 2 entschieden – also Flug Stuttgart – Berlin - Stockholm. 75 Euro pro Person waren zwar nicht ganz so günstig wie budgetiert aber wir hätten es überstanden. Wäre aber allemal besser gewesen als das Fahren nach Frankfurt-Hahn.&lt;br /&gt;Am Montag, 21.01.08 trafen wir uns dann wieder im Büro. Noch vor dem ‚guten Morgen’ kam von Tobi die Frage „Und – haste gebucht?“ „Nein, noch nicht. Will mit dir erst noch mal reden. Mir ist da noch was aufgefallen. Wollte aber Freitagabend nicht noch mal stören.“ Ich war da noch auf die Idee gekommen, doch mal bei &lt;a href="http://www.tuifly.com/de/index.html"&gt;TuiFly&lt;/a&gt; zu suchen. Und tatsächlich bot sich dort noch ein Angebot, welches mehr als akzeptabel war. Dies hatte nur einen Haken. Wir hätten unsere Anreise terminlich verschieben müssen. &lt;br /&gt;„Jetzt halt dich fest…...“ Auf Grund der gefundenen Eckdaten war ich mir fast sicher, dass Tobi zustimmen würde. Nur wollte ich mir den Überraschungseffekt nicht entgehen lassen. „Gestern Abend habe ich mal noch bei TuiFly gesucht und was Interessantes gefunden.“ Siegessicher trug ich ihm meine Überlegungen vor. „Wenn wir uns also entschließen können, nicht erst am 30.06. sondern schon am 29.06. zu fliegen, geht der Flug auch von Stuttgart direkt nach Stockholm und der ganze Spaß kostet uns zusammen nur 98 Euro anstatt 150. Und da der 29.06. ein Sonntag ist, bräuchten wir nicht mal unsere gesamte Terminierung umzuwerfen.“ „Super geil. Machen wir so. Und ein Tag mehr in Schweden ist auch nicht zu verachten.“ Lachend gab er mir diese Auskunft zurück und ich ging – obwohl Dienstzeit – sofort ans Buchen. Ich glaube so schnell war ich noch nie dabei, wenn es um den Abschluss einer Flugbuchung ging. Keine 10 Minuten und das alles war erledigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJXx9TDPc2I/AAAAAAAAAAY/jfcl8TJgxYE/s1600-h/BuchungsbestHinflug.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJXx9TDPc2I/AAAAAAAAAAY/jfcl8TJgxYE/s320/BuchungsbestHinflug.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230352577648882530" /&gt;Buchungsbestätigung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Buchungsbestätigung begab ich mich dann noch mal zu Tobias. „So – ist gebongt. Jetzt gibt´s  kein zurück mehr.“ „Na dann kann ich ja jetzt auch loslegen. Hab nämlich noch nix getan.“ „Gib´s zu - du hast nicht richtig dran geglaubt, dass ich das wahr mache.“ Obwohl ich wußte, dass es für Tobias schon klar war, dass wir diese Tour gehen würden, versuchte ich, ihn noch ein wenig zu ärgern und Zweifel einzubringen. „Doch schon – aber so richtig als sicher realisiere ich das immer erst, wenn wirklich gebucht ist.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir freuten uns in dem Moment wie zwei kleine Jungs, weil uns bewusst wurde, dass mit dieser Buchung unser Vorhaben nun endgültig besiegelt war. Der Flug nach Stockholm war aber gleichzeitig auch das einzige an der gesamten Reise, was zu diesem Zeitpunkt wirklich genau geplant war. Alles Weitere stand im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen über Schweden :-) und wir würden sehen, was uns erwartet und was sich ergibt…… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist alles so gigantisch schön. Ich werde mit Tobi nach Schweden gehen. Es ist schlicht der Wahnsinn. Es ist irre. Das Gefühl ist nicht zu beschreiben. So glücklich habe ich mich in den Jahren seit Christians Tod nie wieder gefühlt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-2819423486900128345?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/2819423486900128345/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=2819423486900128345' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/2819423486900128345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/2819423486900128345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/erste-konkrete-planungen-und-der.html' title='Erste konkrete Planungen und der endgültige Entschluss'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SJXx9TDPc2I/AAAAAAAAAAY/jfcl8TJgxYE/s72-c/BuchungsbestHinflug.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-3299907545080124143</id><published>2008-08-03T10:42:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T15:48:06.136-07:00</updated><title type='text'>Eine Frage zu stellen kann verdammt schwer sein</title><content type='html'>Es stand ja noch immer mein Problem, wie ich Tobias klar machen sollte, dass ich ihn mag und Interesse an gemeinsamen Wanderungen mit ihm habe. Gelegenheiten, mit ihm dieses Thema anzusprechen, hätte es in der vergangenen Zeit sicherlich mehr als genug gegeben. Und hätte ich hier einen gleichaltrigen Menschen vor mir gehabt, wäre das ganze um ein vielfaches einfacher gewesen. Aber in dem Fall? Ich habe diesen Wunsch und die nötige Anfrage an Tobi also schlicht immer wieder verdrängt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Jahren 2005 bis 2007 hatte ich mit meiner Familie wieder den Urlaub in Ungarn und auf Mallorca verbracht. Aber so richtig glücklich machten mich diese Unternehmungen nicht mehr. Es ist dort wunderschön, aber es sind mehrere Sachen, welche mich immer häufiger zweifeln ließen, ob diese Länder auf Dauer Reiseziel Nummer eins sein werden. Da ist allein schon das Klima. Hitze ohne Ende war noch nie mein Fall und wird es auch nie werden. Dennoch hatte man der Familie zuliebe diese Umstände in Kauf genommen. Da ist weiter der große Wunsch, auch noch andere Länder, andere Gegenden und Menschen kennen zu lernen. Dieser stößt nicht auf die nötige Toleranz. Und es kommt erschwerend dazu, dass die Krise, welche in unserer Beziehung schon länger existiert, immer mehr zum Tragen kommt. Was also lag näher, als für 2008 einmal einen Urlaub ganz anderer Art zu planen und, wenn nötig und nicht anders möglich, auch ohne Familie zu realisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muss so Oktober 2007 gewesen sein. Genau kann ich das heute nicht mehr sagen. Man kann es sich nur schwer vorstellen, aber ich habe es endlich geschafft, Tobias auf dieses Thema anzusprechen. Aber es sollte im Nachhinein am besten keiner danach fragen, wie schwer mir das gefallen ist. Warum ich damit solche enormen Schwierigkeiten hatte, kann ich mir nicht erklären. Ich habe keine Ahnung, warum mir das Ansprechen anderer Menschen mitunter so schwer fällt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unseren Büroräumen befindet sich auch eine kleine Küche, in welcher halt über die Mittagszeit jeder so seine entweder als Fertigmenü gekauften oder daheim vorbereiteten Mahlzeiten verzehrfertig macht. Eigentlich wollte ich in diesem Moment ins Chefbüro, aber ich sehe so im Vorbeigehen, dass Tobias gerade dabei  ist, sich eine Mahlzeit zuzubereiten. „Jetzt oder nie….“ denke ich nur noch ganz kurz und dann stehe ich auch schon neben ihm. „Du Tobi – ich suche für nächstes Jahr noch jemanden, der mit mir zusammen nach Schweden fährt - wandern……“. Meine Stimme klingt erstaunlich sicher aber ich glaube, wenn ich jetzt irgendjemandem die Hand hätte geben müssen, derjenige hätte diese unweigerlich zurückgewiesen. So schweißnass und kalt waren meine Hände. In diesem Moment wird mir aber auch schlagartig bewusst, was ich da eigentlich gesagt habe. Ich habe Tobias nicht etwa auf eine gemeinsame Tageswanderung oder ähnliches angesprochen. Schweden bedeutet, dass dies ja eine mindestens einwöchige Tour wird. Das heißt letztlich, ich habe Tobias gegenüber gerade den Wunsch geäußert, ob er als 22jähriger einen ganzen Teil seines Urlaubs mit einem bald 50jährigen verbringt. Bin ich eigentlich noch ganz klar im Kopf?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tobi, locker wie immer: „Habe normal für nächstes Jahr noch nix geplant.“ Ich weiß nur zu genau, dass das Thema Schweden für ihn mit Sicherheit nicht die unangenehmsten Erinnerungen birgt. Und genau das bringt auch sein Schmunzeln zum Ausdruck, welches er unvermittelt aufsetzt. Sein Gesichtsausdruck spricht Bände und er braucht eigentlich momentan gar nichts sagen. Ich glaube auch so zu wissen, was grad in seinem Kopf vorgeht. „Mit dir auf Trekking-Tour nach Schweden? Geht sofort los……..“. Ja wie? Was jetzt? Von ihm kein „mal sehen“ oder „vielleicht“? Nein – hier und jetzt ein ‚geht sofort los’. Erst trau ich Feigling mich nicht ran, und jetzt kann ich kaum begreifen, was da grade als Antwort gekommen ist. „Würdest Du das echt mitmachen?“. Mehr bringe ich momentan nicht raus. „Klar. Sollten wir halt nur mal drüber reden, wann, wie, wohin – naja, weißt schon, was ich meine.“ Als wäre es das natürlichste der Welt, gibt Tobias mir diese kurze Antwort. Ich glaube, er ist sich nicht im Geringsten bewusst, was er damit für eine Achterbahnfahrt der Gefühle in mir ausgelöst hat. Woher soll er das auch wissen? Tobi lacht übers ganze Gesicht und ich stehe da wie Max und versuche zu verarbeiten, was da in diesen wenigen Minuten grade geschehen ist. Ich greife mir nur noch meine Jacke und den Schlüssel zur Büro-Tür, vergesse sogar das Gespräch beim Chef und muss erst mal an die Luft. Für mich ist das alles im Moment einfach zu viel. Unten angekommen, atme ich ein paar Mal tief durch und beginne dabei so langsam zu realisieren, was da grad gelaufen ist und dass die Erfüllung einer meiner größten Träume im wahrsten Sinne des Wortes greifbar nahe ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-3299907545080124143?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/3299907545080124143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=3299907545080124143' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3299907545080124143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3299907545080124143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/eine-frage-zu-stellen-kann-verdammt.html' title='Eine Frage zu stellen kann verdammt schwer sein'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-8939976579881181969</id><published>2008-08-03T10:36:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T15:43:17.564-07:00</updated><title type='text'>Mit Hilfe eines Fotos weitere Gemeinsamkeiten entdeckt</title><content type='html'>Es ist schon etwas Wahres dran an der Aussage, dass mitunter die einfachsten Dinge den Weg aufzeigen und dass schon so manche fixe Idee, welche am Biertisch entstand, zum großen Erfolg führte. Wobei der Erfolg sich nicht immer im materiellen Reichtum zeigen muss.&lt;br /&gt;Gut – bei uns war´s nicht der Biertisch sondern Tobi´s Computer, welcher dazu führte, dass wir uns auf Grund gleichartiger Interessen wieder ein Stück besser kennenlernten.&lt;br /&gt;Komme ich doch eines Morgens in die Firma und will wie immer gleich bis in unser Büro, welches ich mir mit mehreren Kollegen teile. Schon beim Öffnen der Korridor-Tür fällt mir auf, dass diese nicht mehr, wie sonst um diese Zeit, verschlossen ist. Einen bekannten PKW eines Kollegen habe ich vor dem Haus auch nicht stehen sehen oder ich habe ihn vielleicht übersehen. Ist ja in der Regel auch nicht das, worauf man nun als erstes früh achtet. Und dass irgendwo Licht gebrannt hätte, ist mir auch nicht aufgefallen. Zumal es um diese Jahreszeit auch schon recht hell war am Morgen. Also versuchte ich erst mal die Lage zu checken und zu sehen, wer sich denn zu dieser frühen Stunde schon in der Firma aufhält. Normalerweise ist Rudi immer der erste, er war aber an dem Tag noch nicht hier. In dem Moment kommt mir schon Tobias entgegen. „Was für ein seltener Gast um diese Zeit. Wer hat dich denn aus dem Bett geschmissen?“ „Muss heute Morgen an meinen virtuellen Servern weiter arbeiten. Soll ja auch so nach und nach fertig werden.“ brummt er zurück. Es ist ihm deutlich anzumerken, dass 7:00 Uhr oder vielleicht noch früher – ich weiß ja nicht, seit wann er im Büro ist - gar nicht seine Zeit ist. Da ich auch noch nicht wirklich arbeitswütig bin und das Alltagsgeschäft bei mir noch nicht so drängt, nehme mir jetzt einfach die Zeit und halte mich noch ein paar Minuten bei ihm am Schreibtisch auf. Irgendwie hatte ich jetzt das Bedürfnis, mit ihm zu labern. Er hatte seinen PC schon gebootet und ich damit freien Blick auf seinen Desktop. „He was ist das denn? Sieht ja mal gut aus….“ Ich mache eine kurze Kopfbewegung in Richtung Bildschirm. Tobias schaut kurz auf und meint nur „ach so … ja … habe ich die Tage mal daheim meine Kamera getestet.“ „Wie? Kamera? Du fotografierst?“ „Klar – habe mir ne neue EOS zugelegt.“ Jeder, der mich kennt und weiß, dass das Thema Fotografie für mich in etwa die gleiche Priorität hat wie die Natur, kann sich gut vorstellen, dass ich schlagartig munter war und sich meine Ohren voll in die Richtung drehten, aus der ich grade diese Worte vernommen hatte. „Sieht fast aus wie in´s Gegenlicht fotografiert. Gegen eine brennende Lampe oder so was. Mit der Corona rings herum. Gut gemacht….“ Mit diesen Worten versuchte ich, ein klein wenig mit ihm in´s  Gespräch zu kommen. „Stimmt - scheinst dich ja etwas auszukennen.“ kontert er. „Etwas ist gut gesagt.“ Ich musste schmunzeln. Er wusste ja nichts von meiner Leidenschaft. „Du – ich fotografiere seit meinem achten Lebensjahr. Habe ne komplette Spiegelreflex-Ausrüstung zuhause. Dazu noch Dunkelkammer mit allem drum und dran. Hab zwar da ewig nix mehr gemacht in Sachen Entwicklung aber ne feine und interessante Sache ist das schon. Habe zu DDR-Zeiten sogar ein paar Jahre nebenbei als Fotograf gearbeitet.“ Und schon waren wir wieder mitten drin in der schönsten Diskussion, in welcher sich eigentlich alles nur um das Thema Fotografie drehte. Angefangen bei der Fototechnik – alte Kameras und neuzeitliche Digital-Fotografie – über kleine Tricks und Kniffe beim fotografieren bis hin zu den Wünschen und Vorstellungen, wie er sein Equipment noch ausbauen möchte. Die Computer spielten mal eine untergeordnete Rolle. Das ist eigentlich drei Kreuze im Kalender wert. Bevor wir dann das Gespräch doch abbrechen mussten, zeigte er mir noch schnell seine Studien und eine Vielzahl von Versuchen, woraus letztlich der Background für seinen Desktop entstand. Es war tatsächlich weiter nichts als eine einfache Lampe, welche hier als geduldiges Objekt der Begierde herhalten musste.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-8939976579881181969?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/8939976579881181969/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=8939976579881181969' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8939976579881181969'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8939976579881181969'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/mit-hilfe-eines-fotos-weitere.html' title='Mit Hilfe eines Fotos weitere Gemeinsamkeiten entdeckt'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-3356052387063085349</id><published>2008-08-03T10:16:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T15:39:16.169-07:00</updated><title type='text'>Der Alltag hält wieder Einzug</title><content type='html'>So sehr mich Schweden, Finnland und Tobias' Wanderungen durch diese Länder auch faszinierten, irgendwann dominierte diese Thematik nicht mehr mein Denken und Handeln. Der Alltag forderte seinen Tribut. Die Fotos, welche ich ihm längst zurückgegeben hatte, hatten natürlich ihre Wirkung auf mich nicht verfehlt, blieben also zum Teil auch in meinem Gedächtnis haften und natürlich kamen wir ab und an noch mal darauf zu sprechen. Aber vordergründig war dieses Thema nicht mehr. Der kleinste Anstoß allerdings - mitunter bewusst gesetzt - genügte, um unser beider Bedürfnis nach einem derartigen Gespräch wieder für kurze Zeit zu befriedigen. Und es gab andere Themen mit ähnlicher Problematik.&lt;br /&gt;Ich erinnere mich zum Beispiel noch sehr gut und gerne an ein längeres Gespräch, welches ich mit Tobi führte, als wir am 06.02.07 gemeinsam auf Tour zu einem Kundeneinsatz waren. Die Strecke war – Anfahrt und Abreise zusammen genommen - mit  etwa 700km relativ lang und die Zeit damit ausreichend, um ausgiebig zu diskutieren. &lt;br /&gt;„Wo kommst Du eigentlich her?" fragte ich ihn mal ganz unvermittelt und unternahm damit den Versuch, in ein ganz zwangloses Gespräch einzusteigen. Ich wusste aus früheren Gesprächen, dass er oft in Bayern ist. „Du fährst ab und an nach Bayern. Stammst Du von da?" „Nein, nein - ich bin gebürtiger Schwabe aber meine Oma wohnt da und meine Mutter stammt aus dem bayrischen. Irgendwann hat sie da mal meinen Vater getroffen. Sie haben sich da halt näher kennengelernt und irgendwie hat's zwischen den beiden dann mal gefunkt…." Lachend beginnt Tobias, mir ein Stück seiner „Entstehungsgeschichte" zu erzählen. Warum er und seine Familie im Schwabenland geblieben sind, dass er noch weitere Geschwister hat und einiges mehr. Seine Erzählungen kamen dabei in einer solch angenehmen Art rüber, dass er seine innige Beziehung zu diesen Dingen gar nicht besser hätte zum Ausdruck bringen können. Es scheint ihm ein sehr starkes Gefühl der Verbundenheit mit alledem eigen zu sein. Und er erzählte mir auch, dass es ihm enorm wichtig ist, die Verbindung nach Bayern nicht zu verlieren. Also schon eine Gegend, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Ich kann ihn verstehen, dass es ihn dahin zieht. Er nutzt halt jede Gelegenheit, um ab und an mit Kumpels aber auch mal alleine da runter zu fahren, um in den Bergen zu wandern und in der entsprechenden Jahreszeit auch Ski zu fahren - ganz alleine teilweise - ganz einfach um auszuspannen.&lt;br /&gt;Und dann erfolgte ein Ausspruch von ihm, den ich bis heute nicht mehr vergessen habe. „Weißt du - es gibt nichts schöneres, als irgendwo draußen in der Natur alleine zu sein. Vielleicht in der Abenddämmerung auf einem Felsvorsprung zu sitzen und einfach nur auf einen See hinausschauen. Dabei kannst du deinen Gedanken freien Lauf lassen. Keiner stört dich, keiner quatscht dich irgendwie voll - du bist einfach du und mit dir alleine und zufrieden." In dem Moment war ich total perplex und sprachlos und der Gedanke an den Sinn dieser Aussage ließ mir einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Hatte er doch damit etwas ausgesprochen, was mein ureigenstes Gefühlsleben, mein eigenes Denken über das Thema Natur, meinen seit der Jugend innigsten Wunsch nach Freiheit, Ausgeglichenheit und teilweise Einsamkeit gar nicht besser hätte ausdrücken können. Tobias hatte wohl gemerkt, dass ich auf Grund dieser Aussage etwas neben der Kappe war und fragte mich nur „was ist los?" Ich hab ihn nur mit einem etwas verklärten Blick angeschaut und dann so was gestammelt wie „Bist du dir eigentlich im Klaren, was du da eben gesagt hast?" Er musste schmunzeln - klar - woher sollte er auch wissen, was dieser Satz in mir ausgelöst hatte. Hatte ihm ja vorher nie davon erzählt. „Logisch… - bin voll Herr meiner Sinne. Glaub' mir, es gibt nix schöneres." Er gibt mir dabei, als wollte er seine Aussage damit noch mal bekräftigen, mit der Handfläche einen kumpelhaften leichten Schlag auf den Oberschenkel.&lt;br /&gt;Ich hatte ja bis dato solche Aussagen schon mehrfach gehört. Aber - ohne das jetzt irgendwie abwerten zu wollen - eigentlich nur von der älteren Generation. Dort erschien mir das auch verständlich, dass nach arbeitsreichem Leben einfach der Wunsch präsent war, durch diese Art zu leben einfach von allem abzuschalten, auszuspannen. Aber von einem Menschen in seinem Alter so etwas zu hören - es fiel mir schwer, das zu verstehen. Obwohl meine Interessen in der Jugendzeit in die gleiche Richtung gingen, erschien es mir einfach nicht normal, dass ein junger Mensch sich in der heutigen Zeit in Einsamkeit wohlfühlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich spürte aber auch, wie in mir auf Grund dieser Gemeinsamkeit nicht zum ersten Mal dieses Gefühl der Zuneigung zu ihm aufkam und sich der Wunsch verstärkte, diese Interessen irgendwann ein Stück weit mit ihm gemeinsam auszuleben. Wie aber macht man auf Grundlage des real existierenden Altersunterschiedes einem wesentlich jüngern Menschen klar, dass man Zuneigung zu ihm empfindet, ohne ihn total zu irritieren? Ich musste ja damit rechnen, dass Tobias mich hier gründlich missversteht. Aber es ist einfach der Wunsch, ihm verständlich zu machen, dass ich Interesse daran habe, mit ihm gemeinsam etwas zu unternehmen, etwas auszuleben, wonach wir beide gleiches Verlangen haben.&lt;br /&gt;Lange haben wir auf dieser Fahrt noch über verschiedene Themen gesprochen, wobei ich immer wieder versuchte, zu verbergen, wie groß mein Verlangen nach gemeinsam Unternehmungen mit ihm zu dem Zeitpunkt schon war und ich mir nur zu gut vorstellen konnte, wie gigantisch diese  Wanderungen mit ihm hätten sein können. Trotz allem habe ich es nicht geschafft, ihm offen zu sagen, was sich da in mir aufbaut. Warum bin ich trotz meines reifen Alters mitunter so ein Feigling? Es sollte doch eigentlich nichts Natürlicheres geben, als einem Menschen, den man mag, auch zu sagen, was man denkt und fühlt.&lt;br /&gt;Andererseits wurde mir im Laufe dieser Unterhaltung aber auch verständlich, wo dieses Verhalten von ihm seine Ursachen hatte. Seit Kindheit und Jugend hatte er sehr viel diesbezüglich erlebt - Wanderungen mit der Familie, seine Zeit bei den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfinder"&gt;Pfadfindern&lt;/a&gt;, welche eigentlich in jedem, der das einmal erlebt hat, in dieser Richtung bleibende Eindrücke hinterlässt. Er ist also mit der Natur aufgewachsen. Wen wundert's da noch, dass er heute ein derartiges Verlangen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monate später sollte es dann noch ein weiteres Erlebnis dieser Art geben.&lt;br /&gt;Um die Mittagszeit - die anderen Kollegen waren fast alle abwesend - komme ich zu Tobi in's Büro und sehe, wie er sich mit geschlossen Augen in seinem Bürostuhl zurückgelehnt hat. Eigentlich nichts Außergewöhnliches - wir alle in der Firma versuchen mitunter auf diese Art, kleine Pausen zum relaxen in den Arbeitsablauf einzubauen. Er bemerkte mich nicht. Was ich allerdings hörte, ließ mich einmal mehr nachdenklich werden. Tobi setzte doch tatsächlich eine Musik zum entspannen ein, welche mich gedanklich schlagartig wieder in eine andere Welt versetzte. Aus seinen Boxen, welche am PC angeschlossen waren, drangen Melodien schottischer Dudelsackpfeifer. „Hawks and Eagles" und so Sachen hatte er sich auf eine CD gebrannt und ließ sich damit sichtlich genießend berieseln.&lt;br /&gt;„Das glaub ich jetzt echt nicht…". Mit diesen bewusst etwas übertrieben und erstaunt intonierten Worten sprach ich ihn einfach an, worauf er natürlich, da er mich ja vorher nicht gehört hatte, leicht aufschreckte. „Was?" Sein fragender Blick verriet, dass er offensichtlich die Situation noch gar nicht richtig erfasst hatte. „Du und schottische Dudelsackpfeifer? Mann - du wirst mir immer sympathischer. Jetzt brauchste mir nur noch erzählen, dass du in der Freizeit nen Schottenrock trägst und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guinness_(Bier)"&gt;Guinness&lt;/a&gt; deine Lieblings-Biersorte ist." - versuchte ich ihn weiter aus der Reserve zu locken. Tobi konnte sich das Lachen kaum noch verkneifen. „Nee - Guinness ist nicht so mein Fall. Ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kilkenny_(Bier)"&gt;Kilkenny&lt;/a&gt; schon eher. Aber ich halt mich meist am Becks fest. Aber ab und an mal in nen Pub – ist schon was Geiles. Gibt´s bei uns nen guten." Schlagartig war mein Stimmungs-Barometer auf hoch eingepegelt und wir hatten mal wieder ein interessantes Gesprächsthema.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-3356052387063085349?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/3356052387063085349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=3356052387063085349' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3356052387063085349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/3356052387063085349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/der-alltag-hlt-wieder-einzug.html' title='Der Alltag hält wieder Einzug'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-6520837188162546259</id><published>2008-08-03T10:11:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T15:29:26.012-07:00</updated><title type='text'>Erste Berührungen mit dem Mythos Schweden</title><content type='html'>Soll derjenige, welcher diesen Bericht liest, von mir denken was er will - aber je mehr Zeit verging, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte, wenn Tobias nicht in der Firma war oder wir uns auf Grund dessen, dass ich viel unterwegs war, längere Zeit nicht sahen. Nicht, dass ich mich über das vom sozialen Umfeld geduldete Maß hinaus oder sogar körperlich zu ihm hingezogen fühlte. Nein - es war und ist einfach das Gefühl, in ihm einen Menschen gefunden zu haben, der mir in seinem Verständnis von Leben und in seiner Art, seinem Charakter, seinem ganzen Wesen fast beängstigend ähnlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme eigentlich mit allen meinen Kolleginnen und Kollegen - bis hinauf in die „Chef-Etage" - gut klar. Aber in dem Verhältnis zu ihm ist mehr, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Häufigkeit der Kontakte zu ihm nach wie vor eher gering war. Tobias ist ein unglaublich sympathischer Kerl. Seine mit 22 Lebensjahren beachtliche Standfestigkeit im Leben, seine Ruhe und Gelassenheit, seine Art, unaufdringlich und korrekt mit anderen umzugehen tun einfach nur gut. Und diese Attribute und nicht zuletzt sein Wissen um die Materie Informatik, welche uns ja rein von Berufes wegen sowieso verbindet, faszinierten mich einfach. Es war mir zu diesem Zeitpunkt aber bei weitem noch nicht klar, wie sehr sich diese Gefühle zukünftig noch verstärken sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Na du Rabauke - wie war der Urlaub? Kannste jetzt wenigstens bissel schwedisch?" Mit diesen Worten begrüßte ich ihn, als er nach - ich weiß nicht mehr, wie vielen Tagen - seinen Dienst wieder antrat. „Geil - einfach super geil." Über das ganze Gesicht lachend und mit einer solchen Überzeugungskraft antwortete er, dass es jedem unmöglich gewesen wäre, auch nur im Geringsten an dieser Aussage zu zweifeln. „Und schwedisch brauchst du dort so gut wie gar nicht. Kommst grad in Südschweden mit deutsch und englisch fast überall durch."  Und ohne dass ich ihm auch nur eine einzige konkrete Frage gestellt hätte, fing er mir zu erzählen an. Es geschah etwas, was ich mir zwar immer gewünscht hatte, zu dieser Tageszeit aber eigentlich gar nicht hätte brauchen können, da das Alltagsgeschäft schon wieder rief. Es entwickelte sich ein Dialog der schönsten Art zwischen uns. „So viel am Stück hat er ja noch nie erzählt" denke ich noch so bei mir. Aber der Kerl war einfach nicht zu bremsen und wenn ich ganz ehrlich bin - bei diesem Thema hatte ich auch nicht das geringste Bedürfnis, hier irgendetwas zu unterbrechen. Der Alltag rückte, ohne dass ich es wollte und richtig wahrnahm, momentan immer mehr in den Hintergrund.&lt;br /&gt;Heute, da ich das niederschreibe, habe ich keine Ahnung mehr, wie lange wir so zusammen gesessen haben. Aber es muss doch länger gewesen sein und es muss ihm dabei wohl ähnlich ergangen sein. Irgendwann jedenfalls kamen wir zu dem Ergebnis, dass wir uns zu diesem Thema noch mal intensiver unterhalten müssten und er mir seine Fotos dieser Reise mitbringen würde. Ich kann mich bis heute des Eindrucks nicht wehren, dass auf Grund dieses Gesprächs sich unsere Art, miteinander umzugehen, irgendwie weiter ins positive geändert hat…… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon einige Tage später, an einem Arbeitstag, der prinzipiell genau so unspektakulär begann und verlief, wie fast jeder Tag in der Firma seine Routine in sich birgt, nehme ich auf Grund eines Software-Problems wieder intensiveren Kontakt mit unserem Technik-Spezi auf.  „Hey Du…" begrüßt er mich. Und mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht kramt er einen unscheinbaren Karton unter seinem Schreibtisch hervor. „…ich hab' da noch was für dich. Sind die Fotos von der letzten Reise. Sind aber unsortiert - kannst ja mal reinschauen. Vielleicht ist was Brauchbares für Dich dabei und sie gefallen Dir." „Na da schau her - hat er ja doch dran gedacht. Danke." antworte ich in aufgesetzter, vorgetäuschter Ruhe. In Wirklichkeit klopft mir das Herz bis zum Hals und ich versuche krampfhaft zu verbergen, was momentan tatsächlich in mir abgeht, kann es kaum erwarten, die Fotos in mich reinzuziehen. Wäre mir jetzt echt peinlich, wenn Tobias merkt, dass mich der Gedanke an diese Fotos schon wieder reichlich nervös macht. „Ich nehm' die mal mit und werd’ sie mir daheim in aller Ruhe anschauen. Bring' sie dann bei Gelegenheit zurück." „Ist OK. Lass dir Zeit. Momentan brauch ich die nicht. Aber bring sie trotzdem bitte vollständig wieder." In seiner bekannten, fast umwerfend coolen Art drückt er mir den Karton in die Hand. Was mach ich jetzt? Einfach Danke ist nicht. Dazu ist mir die „Ware" zu wertvoll. Aber mir fehlen in diesem Moment einfach die Worte. Mit welcher Lässigkeit überlässt er mir hier eigentlich seine Fotos? Fotos, welche wahrscheinlich nicht nur Urlaubserinnerungen schlechthin für ihn sind, sondern bestimmt auch rein privaten Inhalts sind, welcher bei Kollegen eigentlich gar nichts zu suchen hat. Da nach seiner Aussage die Fotos aber unsortiert waren, musste ich damit rechnen, auch auf derartige Aufnahmen zu stoßen.  So richtig wohl war mir bei diesem Gedanken nicht. Ist schon bemerkenswert, mit welchem Vertrauen und wie kompromisslos er mir das ganze überließ. Und ich ertappe mich dabei, wie ich etwas tat, was ich in meinem Leben bisher eigentlich viel zu wenig getan habe. Ich reagierte einfach aus dem Bauch heraus und ohne hier groß ein Für und Wider abzuwägen - will heißen - ich nahm den Karton so kompromisslos an, wie er ihn mir in die Hand gedrückt hat, mache mir keine großen Gedanken mehr und mit einem kurzen „Super - danke" ziehe ich ab.&lt;br /&gt;Das eigentliche Problem, warum ich zu ihm gekommen war, war dabei unbemerkt schon wieder in den Hintergrund getreten und ich würde deswegen zu einem späteren Zeitpunkt noch mal bei ihm vorbeischauen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos von Schweden - keine Ahnung wie viele es waren und von welchem Inhalt sie geprägt waren. Aber allein der Gedanke, auf diese Art noch mal einen Teil einer Reise nachvollziehen zu können, die laut Tobias' Aussage schöner nicht hätte sein können, macht mich glücklich und neugierig. Ich sollte nicht enttäuscht werden……………&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-6520837188162546259?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/6520837188162546259/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=6520837188162546259' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/6520837188162546259'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/6520837188162546259'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/erste-berhrungen-mit-dem-mythos.html' title='Erste Berührungen mit dem Mythos Schweden'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-4643264156395859047</id><published>2008-08-03T06:50:00.000-07:00</published><updated>2008-08-31T13:27:53.341-07:00</updated><title type='text'>Fernweh ist wie eine Sucht</title><content type='html'>Die skandinavischen Länder sowie auf der anderen Seite der Welt auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kanada"&gt;Kanada&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alaska"&gt;Alaska&lt;/a&gt; sind von jeher meine absoluten Favoriten. Viel hätte ich damals dafür geben, diese Länder nur einmal bereisen zu dürfen. Zu DDR-Zeiten war das aber gänzlich unmöglich, zu West-Zeiten dann zwar nicht unerschwinglich aber dennoch zu teuer, zumal in dieser Zeit noch meine Familie und meine Kinder wichtiger waren als alles andere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Länder mit unendlichen Weiten, mit Bergen, mit Wäldern, bei denen man ein Ende nicht mal erahnen kann, geschweige denn in der Lage ist, diese jemals zu durchwandern, Seen, Schnee, fast schon unheimliche Ruhe - derartige Länder faszinieren mich seit frühester Kindheit. Ich weiß nicht, wie oft ich als Junge in meiner Phantasie in die einsamsten und kältesten Winkel der Welt gefahren bin oder so Bücher wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfsblut_(Roman)"&gt;„Wolfsblut"&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruf_der_Wildnis"&gt;„Der Ruf der Wildnis“&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_London"&gt;Jack London&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Polo"&gt;„Die Reisen des Marco Polo"&lt;/a&gt; gelesen habe. Ich konnte jedenfalls mehrere Passagen dieser Bücher fast auswendig und hätte diese zu jeder Zeit zumindest sinngemäß wiedergeben können. Nicht nur einmal fand ich mich auf Grund dessen gedanklich irgendwo in Kanada wieder.&lt;br /&gt;Innere Ruhe und Ausgeglichenheit, ja teilweise sogar der Drang nach Einsamkeit hatten schon im Jugendalter für mich einen sehr hohen Stellenwert und wenn ich einen solchen Reisebericht in die Hände bekam, hatten andere Bücher keine Chance mehr. Klar - gelesen habe ich immer schon viel - Bücher verschiedenster Fachgebiete. Aber der Art Bücher waren, soweit in DDR-Zeiten überhaupt zu erhalten oder auszuleihen, seit frühester Jugend meine fast wichtigste Freizeit-Lektüre und sind's bis heute geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgehend von diesen Ur-Sehnsüchten ist vielleicht nachvollziehbar, wie ich mich in diesem Moment, als ich diese Mail gelesen hatte, gefühlt habe. Alle meine Gedanken drehten sich nur noch um diese eine Sache: Schweden. Ich will dort hin - auch wenn's alleine ist.&lt;br /&gt;Das es grad' Tobi war, der mit dieser Mail und seinem Urlaub diesen Drang in die Ferne bei mir wieder auslöste, ist purer Zufall. Es hätte ebenso jeder andere Mensch sein können. So aber war für mich in diesem Moment klar, dass ich unbedingt die Gelegenheit nutzen musste, wenn Tobias zurück ist, mich mit ihm zusammenzusetzen um soviel als irgend möglich von ihm über diese Reise zu erfahren. Aus dieser Email herauszulesen, dass Tobias ebenso ein Liebhaber der nordischen Länder und ein der Natur verbundener Mensch ist, überraschte mich schon etwas. Hätte ich dem Kerl gar nicht zugetraut. Aber warum eigentlich nicht? Ich kann's nicht mit Sicherheit sagen. Vielfach herrscht ja doch die Meinung vor, dass Jugend + Urlaub = Party. Also &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mallorca"&gt;Mallorca&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ballermann"&gt;Ballermann&lt;/a&gt; und der Genuss von Sangria oder anderer Alkoholika bis zum Umfallen sind „in". Oder auf Teufel komm raus den ganzen Tag in der prallen Sonne liegen und sich verbrennen lassen um dann mit Hilfe krebsroter Haut auch zeigen zu können, was für einen Super-Urlaub man doch hatte. Wen wundert's, dass auch ich bisher zu einem großen Teil diese Meinung über „Jugend-Urlaub" vertreten habe. Zumal ich auf mehreren Ungarn-Reisen oder auf Mallorca neben vielen schönen Eindrücken, welche ich als bleibende Erinnerung mit heim genommen habe, auch nicht wenige einschlägige Erfahrungen habe machen müssen. Um so mehr erstaunt es dann schon, wenn junge Menschen sich im Urlaub einen Rucksack aufschnallen und auf Wanderschaft gehen. Gigantisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim lesen dieser Email kam bei mir auch das erste Mal der Gedanke auf, dass wir uns nicht nur charakterlich ähnlich sind sondern eventuell auch in weiteren Interessengebieten als nur den beruflichen Grundlagen Gemeinsamkeiten vorzuweisen hatten. Also war in dem Moment klar, was ich zu tun hatte, wenn Tobias wieder im Dienst sein würde………&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-4643264156395859047?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/4643264156395859047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=4643264156395859047' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/4643264156395859047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/4643264156395859047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/fernweh-ist-wie-eine-sucht.html' title='Fernweh ist wie eine Sucht'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-8411230199149301920</id><published>2008-08-03T06:27:00.000-07:00</published><updated>2009-03-30T14:45:31.516-07:00</updated><title type='text'>Angefangen hatte alles recht unspektakulär</title><content type='html'>Der 08.08.2004 - eigentlich ein Tag wie jeder andere und ich hätte keinen noch so kleinen Gedanke daran verschwendet, dass dieser Tag auf längere Sicht etwas ändern sollte an meinem Verhältnis zu Tobias. Ich hätte jeden für verrückt erklärt, der mir angedeutet hätte, dass ich mal ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm aufbauen oder sogar mit ihm einen Teil meines Urlaubs verbringen würde. Wie auch? Tobias ist mit seinen 22 Jahren um mehr als die Hälfte jünger als ich und könnte mein eigener Sohn sein. Mit Ausnahme unserer charakterlichen Eigenheiten gab's ja auch keine Gemeinsamkeiten, welche einer solchen Freundschaft ein festes Fundament hätten bieten können. So dachte ich jedenfalls lange Zeit. Mal ganz abgesehen vom Altersunterschied, der aber bei mir in solchen Fällen sowieso eine eher untergeordnete Rolle spielt. Nur Sympathie, gegenseitiges Mögen und Verstehen aber auch Vertrauen sind für mich entscheidend. Es muss einfach die Chemie stimmen. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste - es sollte nicht viel Zeit vergehen und mein bis dahin vorherrschendes Bewusstsein um die überwiegende Gegensätzlichkeit unserer beider Interessen würde sich gewaltig trüben und ich würde mich eines besseren belehren lassen müssen………….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Mittag dieses Tages steckt eine neue Email im Posteingang, von Stefan – so wie Tobias auch Azubi und inzwischen leider auch einer der „gewesenen" Kollegen. „Was soll der Scheiß schon wieder…." brubble ich noch so vor mich hin. Eine Mail der Art, welche fast täglich im Umlauf waren. Schräge Witze, irgendwelche Karikaturen, mit mehr sinnlosem als brauchbarem Inhalt - eigentlich mitunter des Öffnens nicht wert, auch wenn mancher Kollege damit nur versuchte, uns den doch manchmal tristen Alltag etwas aufzulockern. Und so war ich eigentlich schon dran, das ganze ungeöffnet im Papierkorb verschwinden zu lassen, als ich mir den Betreff doch noch mal genauer anschaute: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WG: URLAUBSGRÜSSE: Gruss aus schweden &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hei hei (hallo auf schwedisch) stefan,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;einen schönen gruss aus dem world trade center in stockholm.&lt;br /&gt;super geil hier in schweden. wir haben 32 grad bei puren sonnen schein.&lt;br /&gt;heute abend um 20.15 geht unser fähre 12 stunden lang nach turku in finnland, wo wir dann die nächste woche weiter wandern werden.&lt;br /&gt;sag bitte den restlichen kollegen und kolleginen ein gruss von mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gruss tobias&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Mail traf mich wie ein hammerharter Schlag. Schweden! Finnland! Mist……. Tobi ist in meinen Traumländern unterwegs und ich sitze hier im Büro. Für einen Moment war ich fertig mit der Welt. Ich wusste ja, dass er mit ein paar seiner Kumpel Urlaub machte. Aber mir war nicht bekannt, wo und vor allem, wie er diesen Urlaub verbrachte. Und ganz ehrlich - mich hätte es auch nie interessiert, wenn da nicht im Betreff dieser Mail der Verweis auf Schweden gestanden hätte. So aber weckte diese Mail in mir ein reges Interesse, mehr darüber zu erfahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-8411230199149301920?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/8411230199149301920/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=8411230199149301920' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8411230199149301920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/8411230199149301920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/zum-besseren-verstndnis-vorowrt-teil-ii.html' title='Angefangen hatte alles recht unspektakulär'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2640712564294411476.post-7203633081109926228</id><published>2008-08-03T06:13:00.000-07:00</published><updated>2008-09-05T14:13:40.831-07:00</updated><title type='text'>Tobi - mein Wanderkamerad</title><content type='html'>So richtig kennen gelernt hatten wir - Tobias und ich - uns eigentlich noch nicht, obwohl wir nun schon mehrere Jahre zusammen in der gleichen Firma arbeiteten. Nicht dass es dazu keine Gelegenheit gegeben hätte - nein, jeder ging halt dienstbedingt mehr seinen eigenen täglichen Aufgaben nach. Auf Grund des erheblichen Altersunterschiedes hatte jeder auch seine eigenen, unterschiedlichen Interessen und Freunde und persönliche Dinge hatten ja eigentlich am Arbeitsplatz auch nichts zu suchen. Jeder kannte wohl in etwa die Eigenheiten des anderen, konnte also durchaus die Ecken und Kanten des anderen genauso einschätzen wie seine guten Seiten. Man wusste sich einfach zu nehmen. Aber von wirklich kennen konnte keine Rede sein. Klar - man traf sich ab und an, wenn die Kollegen zur Teambesprechung zusammen kamen. Oder man sah sich, wenn der PC mal wieder streikte oder es darum ging, mal einen Rechner neu aufzusetzen, neue Applikationen zu installieren und zu konfigurieren. Ein wenig Fachsimpelei hier und ein paar gute Tipps und Hinweise da und das war´s dann eigentlich auch schon wieder.&lt;br /&gt;Tech-Tobi nennen wir ihn kumpelhaft. Ich kann nicht mehr genau nachzuvollziehen, wie er zu diesem Spitznamen kam oder wer ihm diesen verpasst hatte. Jedenfalls hatte er nach Abschluss seiner Ausbildung bei uns unter anderem den Part der Netzwerkadministration und die Wartung der PCs übernommen. Eine hoch interessante aber auch sehr umfangreiche Tätigkeit. Und ich glaube, dieser Spitzname war auf diese Tätigkeit zurückzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tobias ist von seinem Naturell her eher der Typ Mensch, welcher unauffällig im Hintergrund agiert. Sehr zurückhaltend, fast macht er auf mich einen schüchternen Eindruck. Was er tut - er tut es meist gewissenhaft und still. Mal abgesehen von einem natürlichen „Hang zum organisierten Chaos", welcher wohl jedem Jugendlichen irgendwo zu Eigen ist. Ich kenne jedenfalls keinen in diesem Alter, welcher in dieser Hinsicht absolut mustergültig wäre. Da brauche ich mir nur meine eigenen Jungs anzuschauen………… &lt;br /&gt;Er hat aber auch so ein paar Eigenschaften, welche ich von Anfang an sehr hoch einschätzte. Tobi ist z.B. ein grundehrlicher und bodenständiger Mensch ist. So lange ich ihn kenne, hatte ich nicht ein einziges Mal den geringsten Eindruck, dass er versucht hätte, irgendetwas durch Übertreibung zu erreichen, sich damit in den Vordergrund zu stellen oder anderen Lügen vorzulegen. In keiner Weise aufdringlich oder arrogant und im Umgang mit anderen Menschen durchweg korrekt und loyal. Und irgendwie versucht er immer, eine Lösung zu finden - wenn diese auch nicht immer möglich war oder mitunter mehrere Tage auf sich warten ließ. Und dabei nur keinen Aufstand verursachen. So was ist solchen Menschen nun mal zu Eigen. Ist nicht unbedingt die schlechteste Eigenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits ist auch er nur ein Mensch, dem bei weitem nicht alles und jedes fehlerfrei gelingt und wie bei allen jungen Kerlen in seinem Alter sind die Gedanken mitunter auch mal sonst wo und es siegt dann die Vergesslichkeit. Und was tut er in dem Fall? Nimmt´s mit einer fast nur der Jugend eigenen Gelassenheit und überspielt´s oftmals mit einem Lächeln. Um diese Lockerheit könnte ich Ihn beneiden. Leider gibt es aber auch Menschen, denen diese Verhaltensweise ein Dorn im Auge ist. Aber wer das nicht zu akzeptieren vermag, hat entweder selbst sehr wenig Lebenserfahrung oder scheut sich einfach davor, sich mal wirklich richtig darüber Gedanken zu machen. Keiner ist perfekt, jeder Mensch hat seine kleinen Fehler und mancher davon nicht wenige.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2640712564294411476-7203633081109926228?l=papaderschlumpf.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/feeds/7203633081109926228/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2640712564294411476&amp;postID=7203633081109926228' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/7203633081109926228'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2640712564294411476/posts/default/7203633081109926228'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://papaderschlumpf.blogspot.com/2008/08/zum-besseren-verstndnis-kleines-vorwort.html' title='Tobi - mein Wanderkamerad'/><author><name>PapaDerSchlumpf</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14772532845960554749</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_Yx6ptYsEYNo/SFw08mZuGCI/AAAAAAAAAAM/NQYuEc3Zefk/S220/ich2.BMP'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
